Willkommen! Neue Besen – Alte Hasen 2026/01

In unserem sympathischen Willkommensformat präsentieren sich neue Mitglieder im Tandem mit Bestandsmitgliedern.

Zu sehen sind diesmal Arbeiten von:

Hannah Doepke & Luise Fiedler

Viktoria Maliar & Maria Chepisheva

Hannah Doepke: Rest in the Body, Interaktive Textilskulptur und Audioinstallation Kunsthalle Oktogon, 2024 (Foto: MiraWioli)

Die Malerin Viktoria Maliar, noch relativ frisch aus Berlin nach Dresden gezogen, begegnet im Künstlerbund Dresden mit Maria Chepisheva einer Position, die ihrer eigenen überraschend nahekommt.

Trotz unterschiedlicher Materialien – Viktoria arbeitet mit Ölpastell, Maria mit Ölfarben – verbindet beide das intensive Interesse an Erinnerung und ihrer emotionalen Tiefe. Ihre Arbeiten kreisen um persönliche wie kollektive Erinnerungsräume und untersuchen, wie Vergangenes in Bildern fortlebt.

Erinnerung erscheint dabei nicht als festes Narrativ, sondern als wandelbarer, subjektiver Prozess. Im Dialog zwischen Ölmalerei und Ölpastell entstehen spannungsvolle Kontraste ebenso wie inhaltliche Berührungen. So eröffnet die Ausstellung einen gemeinsamen Raum, in dem zwei künstlerische Handschriften ein zentrales Thema aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar machen.

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Die in Performance, interaktiver Installation und Video arbeitende Künstlerin Hannah Doepke versteht den künstlerischen Prozess als einen zutiefst persönlichen, existenziellen Akt. In ihrer Tandem-Partnerin Luise Fiedler findet sie eine künstlerische Verbündete, die diese Haltung teilt: Kunst entsteht für beide aus einem Moment maximaler Intimität – als bewusstes Sich-Verletzlich-Machen.

In ihren Worten bedeutet es, „nach jedem Werk etwas Neues zu gebären“, also den eigenen Kern immer wieder freizulegen. Jedes Projekt verlangt einen Neubeginn: sich erneut hineinzudenken, sich auszusetzen, durch Unsicherheiten und Ängste zu gehen, um schließlich mit Stolz auf das Geschaffene zu blicken – nur um danach wieder von vorn anzufangen.

Als Tandem verschränken sie diese Idee des intimen Schaffensprozesses konkret in der Videoarbeit Fantasmia von Luise Fiedler mit Doepkes keramischen Gedankenspiralen. Diese werden, so Doepke, „nicht nur im Kreis gedacht, sondern auch im Kreis gelesen“.

Vernissage 05.03.2026, 18 Uhr

Ab 18 Uhr begrüßen Jens Küster und Ulrich F. Beer begleitet von musikalischen Interpretationen aus Lateinamerika von Hannah Doepke (vocals) und Jan Kramer (guitar)

Dauer der Ausstellung: 05.03. – 30.04.2026, Öffnungszeiten während der regulären Geschäftszeiten oder nach terminlicher Vereinbarung. Unsere Räume sind nicht barrierefrei.

Künstlerbund Dresden e. V.,

Hauptstraße 34 (Eingang Ritterstraße)

D- 01097 Dresden

Mitgliederversammlung 2025

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl | 05.09.2025 | GEH 8 Kunstraum, ab 14 Uhr  

Seid herzlich Willkommen zur Mitgliederversammlung! Die Einladung mit den TOPs und den Themen ist euch schon zugegangen, genauso wie die Vorstellung der für den neu zu wählenden Vorstand Kandidierenden. Jetzt freuen wir uns auf euch!  

GEH 8, Gehestraße 8, 01127 Dresden

WILLKOMMEN! Neue Besen – Alte Hasen | 1-2024

Bei der 01. Auflage 2024 von WILLKOMMEN! Neue Besen-Alte Hasen beginnen wir mit vier Neumitgliedern, die sich jeweils ein Bestandsmitglied ausgesucht haben:

Sándor Dóró & Kerstin Franke-Gneuß
Hanne Lange & Ulrike Mundt
Elise Schaller & Ines Beyer
Doc Winkler & Janina Kracht

Sándor Dóró zeigt Arbeiten aus seiner Serie „Kastenbilder“, mit denen er sich seit 1988 beschäftigt. Dem Kasten, in sämtlichen Kulturen benutzt als Gegenstand und Behälter, nähert er sich aus einer konstruktivistischen Perspektive. Wie können Künstler:innen neue Räume schaffen, ist dabei seine zentrale Frage. Als Konglomerat bilden die Kastenbilder an der Wand ein eigenes spannendes Universum: „Eine Kastenrepublik. Einen Raum aus Räumen“. Kerstin Franke-Gneuß kennt er seit dem gemeinsamen Studium an der HfbK Dresden. Darüber hinaus sind sie Nachbarn im Künstlerhaus Loschwitz und haben im sommerlichen Ungarn mehrere Jahre im selben ART Camp gearbeitet. Franke-Gneuß ist Spezialistin in aufwendigen historischen Tiefdrucktechniken. Hier zeigt sie eine Auswahl ihrer experimentellen Radierungen – inspiriert aus Lyrik, Landschaft und Natur.

Details aus dem Alltag, flüchtige Beobachtungen oder Überlegungen sind Gegenstand des künstlerischen Schaffens von Hanne Lange. Ihre Installationen sind Ergebnis ihrer Erkundungen und Analysen und laden zu einer Spurensuche nach dem Sichtbaren und Unsichtbaren ein. In den Räumen des KBD sind es u.a. Wellen im Moment des Brechens, die es zu erkunden gilt.
Ulrike Mundt suchte sie sich als spannende Tandem-Partnerin. Ihre oft interaktiven Skulpturen und Objekte bewegen sich an der Grenze zwischen Kunst und Design. Mundt untersucht, „[…] wie weit sich ein Objekt vom Gegenstand entfernen kann, bevor es zum Un-Ding wird.“ Sie hinterfragt selbstironisch den Status des Künstlers, der in seinem Schaffen vollkommen frei ist. Darüber hinaus spielen ihre Arbeiten humorvoll und ironisch mit Symbolen der Macht und der Autorität. (Susanne Burmester, Galeristin)

Das Fragile, Angreifbare und Zarte verbindet die Arbeiten von Elise Schaller und Ines Beyer. Dabei dient Schaller die Linie als Grundthema und als Mittel zur Umsetzung in Grafik, Malerei und Installation. TO BREATH – Atmen ist der Titel der Installation, die sie in der Ausstellung zeigt. Dabei geht es ihr um die Flüchtigkeit des Augenblicks, dem Atmen als Momentaufnahme.
In einem sehr gegenwärtigen Moment während der offenen ateliers 2023 traf sie auch Ines Beyer und empfand den Austausch über ihre Arbeiten gleich auf einer besonderen Ebene. In der Auswahl ihrer Werke setzen sie hier nun ihr Gespräch fort.

Als Journalist mit einer Reportagenausbildung hat Uwe alias Doc Winkler nach jahrelangen Stationen bei Verlagen und Agenturen die künstlerische Fotografie, speziell die Schwarz-Weiß-Fotografie, in den Fokus gerückt. Basierend auf dem 10-Zonen-System von Ansel Adams dient ihm seine Kamera als Mittel zum Zweck, das Gesehene für andere sichtbar zu machen. In seinen Arbeiten bereiten ihm die natürlichen Linien und Flächen in urbanen Landschaften besonderes Vergnügen.
Auf der Suche nach einem Atelier hat er Janina Kracht im Atelierhaus Kunst+Bau GmbH getroffen. Beide stellten fest, dass sie auf unterschiedliche Art die Wirklichkeit abstrahieren und freuen sich schon auf weitere gemeinsame Projekte.

07.03. – 04.04.2023
WILLKOMMEN! Neue Besen – alte Hasen

Di und Do, 9 – 13 und 14 – 17 Uhr, Geschäftsstelle Künstlerbund

WILLKOMMEN: 07.03., 18 Uhr
Es begrüßen die Vorstandsmitglieder Jens Küster und Ulrich F. Stanke.

Foto: ©Doc Winkler, Cloud, Archival-Fine-Art-Print; Pigmentdruck auf Barytpapier, 2020