MORPHONIC LAB XVIII.: VOCALUST

Illustration ML 2019

Die Stimme des Menschen ist bekanntlich ein Organ, welches als Gesangsinstrument genutzt werden kann. Dieses Instrument aber in künstlerisch eigenständige klangmalerische Qualität zu steigern, bedarf ausserordentlicher Stimmbegabung, intensiver Schulung und hoher Gestaltungskraft.
Das morphonische Labor Nr.18 erforscht das Phänomen „Menschstimmegesang“ mit ausgwählten Vocal-Künstlern in kontrastreichen Spannungsbögen von klassisch bis experimental, von sanft bis expressiv.

Den vocalistischen Lustreigen eröffnet der preisgekrönte Dresdner Jan Heinke mit seiner faszinierenden Art des Obertongesangs in drei parallel intonierten natürlichen Stimmlagen.
Der polnische Voice-Artist Doministry füttert allein mit den Impulsen seiner Stimme ein Arsenal elektronischer Wandler und schafft damit eine stilistische Vielfalt von humanimalischen Geräuschen bis pulsierenden Rhytmen.
Michael Ammann aus Fürth treibt sein besonders ausgeprägtes Stimmen-Organ mit leidenschaftlicher Inbrunst intuitiv in unerhörte bildhafte Kopfklangzonen.
Mit seiner bärenstarken Bassstimme flutet der Dresdner Balog die eigenen elektronischen Manipulationen und driftet dabei aus mystischer Unterschwellung bis in selbstaufreibende Klangorgiate.
Die Dresdner Sopranistin Barbara Christina Steude besorgt mit ihrer glasklaren Stimme eine wohltemperierte Zäsur in klassischen Stoffen bevor
das Stimmen-Wunder Daliala Kayros zusammen mit ihrem Elektrosoundgeber Xavos aus Sardinien die Folge der Solo-Performances mit überwältigender Gesangs- und Gestaltungskraft vergleichbar u.a. mit Diamanda Galas pointiert.
Laborativer Höhepunkt ist im Finale die VOCALUST-Session aller beteilgten Stimmen: Eine synergetische Versuchsanordnung von höchstem laborativen Reiz, weil die hier aufgeführten Laboranten erstmals eine solche Symbiose wagen!
Alle Beiträge werden von eigenen programmadäquaten Video-Projektionen der Performer begleitet.

In Kooperation mit AGGREGATnEUROPA wird im Projekt VERTOVISm eine Mehr-Kanal-Ton-Installation mit einer Komposition aus Fieldrecordings von Arbeitsstimmen rund um den Erdball vorgestellt, gewidmet dem Pionier der industriellen Klänge der Donbass_Sinfonie, Dziga Vertov. Über eine internationale Ausschreibung werden zuvor weltweit Akteure aufgerufen, sich mit ihren Sound-Files an der Komposition zu beteiligen.

Weitere temporäre Installationen finden in den angrenzenden Räumen des Palais statt: u.a. das Stimmen-Klang-Tor von Arend Zwicker/Dennis Jähnig, die Videoinstallation “Face/Rostro 05-08” des preisgekrönten Filmautors und Bildkünstlers Wolfgang Scholz, die Orkusstimme von Seelensack sowie die alljährliche Aussenillumination des Palais diesmal von LICHTinFORM Heinrich Müller.

Barockpalais Großer Garten Dresden 2.11. 2019
Pünktlicher Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Eintritt 15 € ermäßigt 10 €

Detlef Schweiger
Künstlerischer und organisatorischer Leiter 

Atelier in der Rähnitzgasse frei

Ab Mitte Juli ist in der Rähnitzgasse, Dresden ein Atelier (ca. 34 qm) frei,
dazu gibt es eine kleine Küche/WC, einen Vorraum und einen schönen Hof.
Zentral, beim Jap. Palais und Goldenen Reiter…
Altbau mit Deckenhöhe ca. 3,50m, Zentralheizung, Nordlicht, große Fenster, hell, 2.OG,
Preis: 307,-€ warm, zzgl. Strom. (5,19€ kalt /qm, zzgl.NK, zzgl. Strom)


Kontakt bei Interesse:
Thorsten Groetschel & Antje Guske
e-mail: mailgus@web.de
Tel.nr.: 0176-64334906

Rückblick: Mitgliederversammlung 2019

Zur Mitgliederversammlung  am 24.6. ab 16 Uhr kamen 47 Mitglieder in die Gedenkstätte Bautzner Straße. Im Vorfeld hatten sie Gelegenheit, den Ort auf eigene Faust oder mit einer Führung kennenzulernen. Die Begrüßung nahm Vorstandssprecherin Susan Donath vor, die sich u.a. bei der Geschäftsführung für ihren Einsatz bedankte. Gedenkstättenleiterin Uljana Siebert verwies in ihrer Begrüßung der Mitglieder auf die Notwendigkeit, Orte wie die Gedenkstätte zu erhalten, um erlebbar zu machen, welche Konsequenzen undemokratische Herrschaftssysteme auf das Leben von Menschen haben können. Auch Künstler*innen saßen zu DDR-Zeiten in der Untersuchungshaftanstalt ein.
Durch die in einigen Räumen zu sehenden Ausstellungsteile der aktuellen OSTRALE und das 2017 in Kooperation mit dem Künstlerbund Dresden, dem Verein Kultur aktiv und dem Dresdner Institut für Fortbildung durchgeführte Projekt “Politische Künstler*innen im Portrait Geflüchteter” waren Berührungspunkte zur Bildenden Kunst gegeben.
Die Mitgliederversammlung wählte unter anderem einen neuen Vereinsvorstand und diskutierte die Ergebnisse der Umfrage, die der KBD vor einigen Monaten durchgeführt hatte.

Neu im Vorstand sind nun:

Stefan Brock, Gudrun Brückel, Susan Donath, Doris Granz, Thomas Hellinger, Karen Kling, Janina Kracht, Katharina Lewonig, Sophie Lindner, Jana Morgenstern, Christian Rätsch, Karen Roßki, Günter Schöttner, Detlef Schweiger und Ulrich Stanke.

Ein großer Dank galt neben den aktiven, auch den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Kerstin Franke-Gneuß, Einhart Grotegut und Petra Kasten. Darüber hinaus bedankte sich die Geschäftsführerin bei allen weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern, z.B. aus Arbeitsgemeinschaften, Revisionskommission, Organisation des Aktzeichnens usw.

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Kontakt: Ulrich Eisenfeld: Tel 0173 – 190 4684

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Öffentliche Vorstandssitzungen

Wer Interesse an einer unserer Vorstandssitzungen hat, ist dazu – bitte nur nach Voranmeldung – herzlich eingeladen. Die kommenden Termine sind:

19.8. und 9.9., jeweils um 19.30 Uhr, in der Geschäftsstelle in der Hauptstrasse 34 (Eingang Ritterstrasse).

20 bespannte Siebdruckrahmen kostenlos abzugeben

Ein Paket (bitte nur Angebote für alle Siebe, zumindest die kleinen und mittleren = 16 Stück)  bespannte Siebdruckrahmen*  – abholbar in Bad Schandau – kostenlos abzugeben.
Bis auf eines der ganz großen Siebe sind alle bespannt, müssen nur entschichtet werden und sind somit bereit für eine neue Kopie.

Interessierte wenden sich bitte an Georg Frank:
Tel.: 03 50 22 / 4 10 18 ( AB oder Sprachbox),
Mobil: 0175 / 72 88 97 0,  frank-schrift-werbung@t-online.de

*Die Maße finden Sie hier

 

 

 

Gespräche zum Thema: Kunst im öffentlichen Raum

Illu fuer Veranstaltung 4/19 Kunst hoch vier

Zu den herausforderndsten Projekten für Bildende Künstler*innen gehören solche im Bereich der Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Dies gilt in künstlerischer, vor allem aber auch in technischer und organisatorischer Hinsicht.

Oftmals ist bereits die Bewerbung auf die Ausschreibung eine Mammutaufgabe, bei vielerlei zu berücksichtigen ist. In der Reihe KUNST⁴ laden der Künstlerbund Dresden e.V., der Berufsverband der Bildenden Künstler*innen in der Region in Kooperation mit der Galerie Ursula Walter sowie dem Branchenverband „Wir-gestalten-dresden“ an drei Abenden dazu ein, mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen, die baugebundene Kunstwerke in Dresden umgesetzt haben. Auch Projekte, die geplant, aber nicht verwirklicht wurden, stehen zur Debatte.

Die kostenlose Gesprächsreihe, bei der bereits Paul Elsner und Claudia Scheffler Einblick in ihre Arbeit gaben, findet nun zum dritten und vorerst letzten Mal am 11.7. um 19 Uhr – voraussichtlich in der Geschäftsstelle des Künstlerbundes – Hauptstrasse 34 (Eingang Ritterstrasse), in Dresden statt.
Referentin wird dann die Dresdner Künstlerin Anke Binnewerg sein.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

 

 

 

Beratung zur Sächsischen Werkdatenbank

Am 3.9., 1.10., 5.11. und 3.12., jeweils um 9:30 Uhr, kann die Beratung zur Künstler*innendatenbank wahrgenommen werden.

In der Werkdatenbank können alle Kunstschaffenden in Sachsen ihr Werkverzeichnis anlegen. Wie man sich dort anmeldet, wie die Daten eingepflegt werden können und welche Möglichkeiten der Unterstützung es bei Sichtung, Katalogisierung und fotografischer Erfassung gibt, erklärt unsere Kollegin Susanne Magister

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber möglich und sinnvoll.

Umzug der Geschäftsstelle

Nach 20 Jahren, die der Künstlerbund Dresden in der Äußeren Dresdner Neustadt residiert, wagen wir nun einen neuen Aufschlag: Voraussichtlich ab Anfang Mai sind wir in der Hauptstraße 32, 01097 Dresden, zu finden.

Für die neuen Räume haben wir uns aufgrund des barrierefreien Zugangs, einer besseren und besucherfreundlicheren Raumanordnung, der Einsehbarkeit über zwei große Schaufenster sowie eines großen Lagerraumes für ein Zwischendepots für künstlerische Vor- und Nachlässe entschieden. Außerdem bieten sie Atelierfläche für Künstler*innen in Souterrain.
Für den Umzug sowie Maler- und andere Arbeiten suchen wir noch viele helfende Hände und freuen uns über diesbezügliche Angebote. Wir bitten um Verständnis, dass Ende April bis Anfang Mai entsprechend eingeschränkte Öffnungszeiten gelten.

Ab spätestens Mitte Mai freuen wir uns über Besuche!