Instagram als Möglichkeit der künstlerischen Selbstvermarktung

Weiterbildung für Künstler*innen

Weiterbildung für Bildende Künstler*innen
Am 21.2. bietet der Künstlerbund Dresden e.V. von 17 Uhr im  Seminarraum der Geschäftsstelle KBD (Hauptstraße 34, Dresden) eine Veranstaltung an, die sich mit dem Onlinedienst Instagram beschäftigt.
Der Künstler Christian Rätsch erläutert und demonstriert dabei v.a. die folgenden Punkte:

1. Was ist Instagram, wie richte ich ein (künstlerisches) Nutzer-Profil ein? Worin bestehen Unterschiede zwischen privatem Profil und Business-Profil • Funktionen der App
2. Wie erreiche ich mein Publikum?  Anderen Nutzer*innen/Institutionen folgen , Prinzipien und Funktionsweisen von: Hashtags und @-Mentions

Nach einer Pause geht es im zweiten Teil um die Frage
Was möchte ich zeigen? Was sind die verschiedenen Wege, Instagram künstlerisch zu nutzen. Wie kann ich es als Erweiterung bereits bestehender Marketingmöglichkeiten (eigene Webseite) genutzt nutzen.
Darüber hinaus geht es innerhalb der Veranstaltung um rechtliche Fragen (Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht, Abtretung der Nutzungsrechte an Instagram/facebook).

Die Veranstaltung dauert ca. zwei bis drei Stunden. Sie kostet für Mitglieder des Künstlerbundes 5 €, für Gäste 10 €. Eine Teilnahme ist erst nach Eingang der Kursgebühr und Zusage eines Platzes gesichert.

 

30 Jahre Künstlerbund: Ausschreibung zur Ausstellung in der Städtischen Galerie

Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Künstlerbundes Dresden e.V. im kommenden Jahr plant der Künstlerbund Dresden in Kooperation mit der Städtischen Galerie Dresden eine Ausstellung in den Räumen der Städtischen Galerie vom 6.6. bis 6.9.2020 in Dresden.

Neben dem historischen Kontext des Jubiläums geht es darum, die vielfältigen künstlerischen Positionen innerhalb des Künstlerbundes zu zeigen. Es ist daher geplant, den Ausstellungsraum (Areal für Sonder- und Wechselausstellungen) in fünf Bereiche zu gliedern. Jedem dieser Bereiche ist gedanklich eine Farbe zugeordnet. Diese Farbe sollte sich inhaltlich oder farblich in den künstlerischen Arbeiten widerspiegeln. Es handelt sich um die Farben Weiß, Gold, Pink, Grün, Schwarz. Alle künstlerischen Richtungen und Gattungen sind zur Ausschreibung zugelassen und erwünscht.

Die Mitglieder des Künstlerbundes Dresden e.V. können sich bis zum 15.2.2020 für die Ausstellung in der Städtischen Galerie mit einer oder zwei Arbeiten bewerben. Es ist eine Teilnahmebedingung, seine künstlerischen Arbeiten einer der Themen-Farben zuzuordnen und diese Zuordnung mit einem kurzen Text zu begründen. Die potenzielle zweite Arbeit kann der gleichen Farbe oder einer anderen Farbe zugeteilt werden. Alle zweidimensionalen Arbeiten müssen im Fall einer Auswahl gerahmt bzw. direkt anhängbar sein, bei dreidimensionalen Arbeiten gilt das gleiche für eventuelle Sockel und im Fall von Neuen Medien sind die technischen Geräte mitzubringen oder bedingt Absprachen möglich.

Fragen zur Ausschreibung können an Susan Donath per Mail unter info@susandonath.com gestellt werden.

Über die Auswahl der Arbeiten entscheidet eine Fachjury Ende Februar 2020.

Wer technisch nicht dazu in der Lage ist, sich über die Internetadresse zu bewerben, kann sich telefonisch bei der Geschäftsstelle des Künstlerbundes melden.

BEWERBUNG:



Ich bewerbe mich mit mindestens einer und höchsten zwei folgenden Arbeiten:

ARBEIT 1

Datei:

Fotograf:

Titel, Technik, Maße, Jahr:
(Zugelassene Dateiformate: jpg, jpeg, gif, png. Maximale Datigröße 5 MB)

Versicherungswert:

Angaben zur Rahmung bzw. Sockel, Material, Farbe, Größe:

Gesonderte technische Anforderungen (optional):

Farbraum:

Begründung für die Zuordnung der Arbeit zur Farbe:


ARBEIT 2

Datei:

Fotograf:

Titel, Technik, Maße, Jahr:
(Zugelassene Dateiformate: jpg, jpeg, gif, png. Maximale Datigröße 5 MB)

Versicherungswert:

Angaben zur Rahmung bzw. Sockel, Material, Farbe, Größe:

Gesonderte technische Anforderungen (optional):

Farbraum:

Begründung für die Zuordnung der Arbeit zur Farbe:


Um "Spam" zu reduzieren, bitten wir Sie um die Beantwortung folgender Frage:
Ich bin Mitglied in der VG-Bildkunst


Ich erkläre mich einverstanden mit der Verwendung meiner Angaben und des Bildmaterials für die Öffentlichkeitsarbeit und die Ausstellungspräsentation


Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch den Künstlerbund Dresden e.V. im Rahmen der jeweiligen Nutzungsbedingung einverstanden.


 

Mail Art-Projekt zum 30. KBD-Geburtstag

Anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums 2020 lädt der Künstlerbund Dresden e.V. unter der Federführung zweier seiner Mitglieder – Katharina Lewonig und Jana Morgenstern – zur Teilnahme an einem künstlerischen Projekt ein.

Geplant ist ein Mail Art-Projekt. Die AG schreibt:

„Ich sende Ihnen einen Gedanken zu. Bitte denken Sie ihn weiter.“
(Robert Rehfeldt, 1931-1993)

“Liebe Mitglieder des Künstlerbundes Dresden!
Wie Ihr wisst, ist Mail Art eine Netzkunst in Briefform, die seit den 60er Jahren von Künstler*innen gepflegt wird. Dabei geht es im Wesentlichen um die Kommunikation zwischen den Akteurinnen und Akteuren, ursprünglich oft mit politischer Funktion. Mail Art ist unkommerziell.

Wir beabsichtigen, die Ergebnisse im Juni 2020 in den Räumen des KBD und im Kunstfoyer des Dresdner Kulturrathauses zu zeigen. Danach werden alle Arbeiten in entsprechender Form als gesamtes Konvolut vom Künstlerbund Dresden im Stadtarchiv archiviert.

Es gibt einige wenige Vorgaben:
Benutzt werden darf ausschließlich ein DIN A4 Format, welches auf dem Postweg in einem passenden Umschlag (am besten mit Verstärkung) versendet wird. Ein*e Künstler*in startet mit einer künstlerischen Äußerung und sendet das Ergebnis per Post zur/zum nächsten. Diese*r bearbeitet und sendet es wiederum weiter per Post an die nächste Adresse. Nach der dritten Station wird der Arbeitsprozess beendet. Per Post wird das Endergebnis zur Geschäftsstelle des Künstlerbundes geschickt. Hier werden die Arbeiten gesammelt.

Das Ziel unseres Projektes ist kein Nebeneinander des künstlerischen Tuns, sondern ein Miteinander, eingeschlossen einer möglichen Überarbeitung der schon entwickelten Idee der Vorgängerin / des Vorgängers.

Betreffs der künstlerischen Techniken und Materialien gibt es keine Vorgaben. Auch inhaltlich sollte sich jede*r frei fühlen. Es ist jedoch ausdrücklich gewünscht, sich in dieser speziellen künstlerischen Form zu Fragen zu äußern, welche auf der Seele brennen.

Voraussetzung für ein gutes Gelingen sind kreatives Denken und die gegenseitige Wertschätzung, inbegriffen das Sponsern eines Umschlages und des Portos.

Über die Zusammensetzung der Gruppen, welche miteinander künstlerisch ins Gespräch kommen, wird der Zufall entscheiden. Die jeweiligen Adressen (max. drei) werden Euch übermittelt. Um dies möglich zu machen, ist es wichtig, dass Ihr Euch für das Projekt anmeldet.

Bitte sendet bis 31.12.19 eine kurze Bestätigung Eurer Teilnahme und eine Einverständniserklärung zur Zusendung Eurer Adresse an max. drei Kolleg*innen. (Siehe unten)

Bitte an:  Jana Morgenstern    jana.morgenstern@gmx.de  oder                Katharina Lewonig   ginowel2000@hotmail.com 

Bei Fragen wendet Euch bitte nicht an die Geschäftsstelle sondern an uns beide.”

Mail Art-Projekt 30 Jahre Künstlerbund Dresden
Hiermit melde ich mich an oben genanntem Projekt an. Ich bin einverstanden, dass meine Adresse an max. drei zufällig ausgewählten Künstlerkolleg*innen ausschließlich für diesen Zweck weitergegeben wird.

Name:
Datum:

WILLKOMMEN II. – NEUE MITGLIEDER

Im Anschluss an die bis 9.1. 2020 laufende Vorstellung neuer MItglieder eröffnet am 27.1. um 18 Uhr gleich die nächste: Gundega Bluma, Hedy Sissely Cordero Barrios, Sebastian Gallschütz, Michaela Möller, Oskar Staudinger und Olaf Stoy zeigen dann u.a. Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Collage, Bildhauerei u.a.

Wir laden herzlich ein, bei der Vorstellung dieser Mitglieder – wie immer in der Geschäftsstelle des Künstlerbundes – zu Gast zu sein.
Die Ausstellung kann dann bis zum 12.3. zu den Geschäftszeiten besucht werden.

Ausschreibung für die Kabinettausstellung: Zwischen Sonne und Erde

Innerhalb der 7. KÜNSTLERMESSE DRESDEN im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (DHMD) zeigt der Künstlerbund eine Ausstellung mit dem Titel: Zwischen Sonne und Erde – Die Existenz der Pflanzen

Pflanzen waren die ersten Lebewesen auf unserer Erde. Sie schaffen die Atmosphäre, den Atem, den Tiere und Menschen für ihre Existenz benötigen. Sie sind Vermittler zwischen Sonne und Erde. Emanuele Coccia schreibt in seinem Buch Die Wurzeln der Welt:

„Allein schon durch ihre Existenz verändern die Pflanzen ganz global die Welt, ohne sich dabei auch nur zu bewegen, ohne überhaupt zu handeln“.

An den drei Tagen der 7. KÜNSTLERMESSE DRESDEN vom 6. bis 8.3. 2020 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (DHMD) wird es  begleitend eine Kabinettausstellung des Künstlerbundes Dresden geben – direkt angrenzend an die Räume derKÜNSTLERMESSE. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl künstlerischer Arbeiten, die auf assoziative Weise einen anderen, vielleicht auch neuen Blick auf die uns umgebende Pflanzenwelt ermöglichen.

Deshalb sind weder die Schönheit noch der Nutzen von Pflanzen die Themen der Ausstellung. Durch die unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten sollen in der Ausstellung einige verschiedenartige Aspekte der unendlichen Vielfalt der Pflanzenwelt gezeigt werden. Folgende thematischen Aspekte können für die Bewerbung Orientierung bieten:

• das Werden und Vergehen der Pflanzen
• ihre Statik und zugleich Verbreitung
• Formenkriterien des Wachstums und der Gestalt (z. B. Symmetrie, Asymmetrie, Zentrierung und Zahlenverhältnisse
• Letztlich: ihre Vielfalt und ihre Unerschütterlichkeit

Inspiration können sich Bewerber*innen auch in der noch bis 19.4. 2020 laufenden Ausstellung „Von Pflanzen und Menschen“ des DHMD holen. Sie hat den Künstlerbund angeregt, sich dem Pflanzen-Thema mit einer künstlerischen Ausstellung zu nähern und ist Teil der Kooperation mit dem DHMD.

Die Ausstellung ist Mitgliedern des Künstlerbundes vorbehalten. Eingereicht werden können max. drei Arbeiten aus dem Bereich Zeichnung, Grafik, Malerei,Plastik, Installation, Fotografie, Collage, Video/Film. Die Werke müssen als Foto oder digital (max. 5 MB) mit Titel, Maß (ggf. Rahmen), Technik, Versicherungs-/Verkaufswert eingereicht werden. Die Kabinettausstellung wird im kleinen Raum (ca. 120qm) hinter dem großen Saal stattfinden. Alle Arbeiten, die nicht frei im Raum stehen können, werden an einemStandsystem an Galerieschnüren aufgehängt. Das Standsystem wird nach der Auswahl der künstlerischen Werke entsprechend entwickelt. Die zweidimensionalen Arbeiten, die an den Stellwänden aufgehängt werden, dürfen das Maß von 180  x 180 cm nicht überschreiten. Es kann weder genagelt noch geschraubt werden.

Einreichungsfrist für die Bewerbungsunterlagen: 9.1. 2020 digital, per Post oder persönlich bis  17 Uhr in der Geschäftsstelle des KBD. Ein kurzer Text mit Bezug zum Ausstellungsvorhaben ist anzuhängen, ebenso die Angabe über die Mitgliedschaft in der VG Bildkunst und eine schriftliche Erlaubnis zur Verwendung des Bildmaterials für die Öffentlichkeitsarbeit. Nur vollständig eingereichte Unterlagen kommen zur Auswahl. Die Jurierung durch die AG Messe erfolgt Ende Januar 2020.

Die beteiligten Künstler*innen liefern ihre Arbeiten bitte am 3.3. zwischen 11 und 14 Uhr im DHMD an und holen sie nach Ende der Ausstellung am 9.3. 2020 zwischen 15 und 17 Uhr wieder ab. Sie müssen gerahmt und mit einer Aufhängungsmöglichkeit versehen sein (ggf.Rahmenausleihe, max. 70 x 100 cm, bei boesner, Sockelausleihe im KBD möglich).

Die beteiligten Künstler*innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von
25 €. Transportkosten für größere Plastiken oder Installationen können unterstützt werden. Wir weisen darauf hin, dass ca. 15 Positionen zu besetzten sind.

VERLÄNGERT: Gerhard Deke, Hartmut Trache: “postdigital vs. analog”

Die erste Ausstellung in den neuen Geschäftsräumen widmet der Künstlerbund zweien seiner älteren Mitglieder.
Innerhalb der Reihe ZEITGLEICH- ZEITZEICHEN des Bundesverbandes der Bildenden Künstlerinnen und Künstler präsentieren Gerhard Deke und Hartmut Trache unter dem Titel “postdigital vs. analog” Drucke.
Zur Eröffnung am 30.9. kamen rund 50 Gäste, auch während der Laufzeit ist die Präsentation gut besucht.
Aufgrund des großen Interesses und des Tages der “offenen Ateliers” am 17.11. haben wir die Präsentation verlängert:  Die Arbeiten sind nun bis einschließlich Sonntag, 17.11., an dem die Geschäftsstelle von 10 – 18 Uhr geöffnet ist, zu sehen.

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Ausstellung: Neues aus Dresdner Ateliers

(Autor: Thomas Lohse)
Das aktuelle Kunstgeschehen Dresdens in einer Überblicksausstellung darzustellen ist – trotz der Ambitionen der Landeshauptstadt auf den Titel Europäische Kulturhauptstadt – weiterhin aus vielerlei Gründen ein schwieriges Unterfangen. Dem Künstlerbund Dresden e.V. ist zu danken, dass er vielfältige Initiativen unternimmt, um die Dresdner Kunst in ihrer Qualität und in ihrer Breite wahrnehmbar zu machen. Wir freuen uns, dass wir dabei ein gern gesehener Partner sind.
Zum dritten Mal werden in der Villa Eschebach Arbeiten von Mitgliedern des Künstlerbundes Dresden e.V. in einer Überblicksausstellung gezeigt. 137 Künstler haben sich beworben. Die Auswahl der Jury musste dann auf 28 Künstler begrenzt werden. Ein schwieriges Unterfangen, welches naturgemäß auch zu Enttäuschungen führte. Für die große Resonanz auf die Ausschreibung danken wir allen Beteiligten trotzdem sehr herzlich.
Kunst ist unverzichtbar! Das Unaussprechliche, das in sich Widersprüchliche, das zu Komplexe, das Traumgeborene; zu allen Zeiten gelang es Künstlern, jenseits allen gesicherten Wissens, uns davon eine Ahnung zu vermitteln. Die durch Kunst eröffneten Räume gehen über das Alltägliche hinaus und bieten zugleich dem, der sich darin zuhause fühlen will, die Chance, das Alltägliche über andere Sichtweisen stärker oder überhaupt wahrzunehmen. Der Blick auf Neues aus Dresdner Ateliers bietet eine Gelegenheit dazu.
Für gut zwei Monate sind aktuelle Werke aus den Genres Grafik, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Plastik zu erleben. Sie sind ein Spiegel der Zeit, in der wir leben, aber zu allererst ein Spiegel ganz individueller Künstler¬persönlichkeiten. Die Vielfalt der Dresdner Kunst geht über das Ausge¬stellte hinaus. Dies bietet die Gelegenheit, über weitere interessante Ausstellungen nachzudenken. Die Villa Eschebach wird der Dresdner Kunst ein guter Gastgeber bleiben.

WILLKOMMEN I. – NEUE MITGLIEDER

WILLKOMMEN II, Neue Mitglieder stellen sich vor

Am 25.11. um 18 Uhr startet in der Galerie in der Geschäftsstelle der nächste Abend, an dem wir in den letzten Monaten neu aufgenommene Kolleg*innen vorstellen. Diesesmal präsentieren Sophie Cau, Thomas Matauschek, Irène Mélix, Katarina Schrul, Maritza Studart und Susan Wittwer Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Bildhauerei u.a.
Die Ausstellung ist dann zu den Geschäftszeiten bis zum 9.1. 2020 zu sehen.

MORPHONIC LAB XVIII.: VOCALUST am 2.11.2019

Illustration ML 2019

Die Stimme des Menschen ist bekanntlich ein Organ, welches als Gesangsinstrument genutzt werden kann. Dieses Instrument aber in künstlerisch eigenständige klangmalerische Qualität zu steigern, bedarf ausserordentlicher Stimmbegabung, intensiver Schulung und hoher Gestaltungskraft.
Das morphonische Labor Nr.18 erforscht das Phänomen „Menschstimmegesang“ mit ausgwählten Vocal-Künstlern in kontrastreichen Spannungsbögen von klassisch bis experimental, von sanft bis expressiv.

Den vocalistischen Lustreigen eröffnet der preisgekrönte Dresdner Jan Heinke mit seiner faszinierenden Art des Obertongesangs in drei parallel intonierten natürlichen Stimmlagen.
Der polnische Voice-Artist Doministry füttert allein mit den Impulsen seiner Stimme ein Arsenal elektronischer Wandler und schafft damit eine stilistische Vielfalt von humanimalischen Geräuschen bis pulsierenden Rhytmen.
Michael Ammann aus Fürth treibt sein besonders ausgeprägtes Stimmen-Organ mit leidenschaftlicher Inbrunst intuitiv in unerhörte bildhafte Kopfklangzonen.
Mit seiner bärenstarken Bassstimme flutet der Dresdner Balog die eigenen elektronischen Manipulationen und driftet dabei aus mystischer Unterschwellung bis in selbstaufreibende Klangorgiate.
Die Dresdner Sopranistin Barbara Christina Steude besorgt mit ihrer glasklaren Stimme eine wohltemperierte Zäsur in klassischen Stoffen bevor
das Stimmen-Wunder Daliala Kayros zusammen mit ihrem Elektrosoundgeber Xavos aus Sardinien die Folge der Solo-Performances mit überwältigender Gesangs- und Gestaltungskraft vergleichbar u.a. mit Diamanda Galas pointiert.
Laborativer Höhepunkt ist im Finale die VOCALUST-Session aller beteilgten Stimmen: Eine synergetische Versuchsanordnung von höchstem laborativen Reiz, weil die hier aufgeführten Laboranten erstmals eine solche Symbiose wagen!
Alle Beiträge werden von eigenen programmadäquaten Video-Projektionen der Performer begleitet.

In Kooperation mit AGGREGATnEUROPA wird im Projekt VERTOVISm eine Mehr-Kanal-Ton-Installation mit einer Komposition aus Fieldrecordings von Arbeitsstimmen rund um den Erdball vorgestellt, gewidmet dem Pionier der industriellen Klänge der Donbass_Sinfonie, Dziga Vertov. Über eine internationale Ausschreibung werden zuvor weltweit Akteure aufgerufen, sich mit ihren Sound-Files an der Komposition zu beteiligen.

Weitere temporäre Installationen finden in den angrenzenden Räumen des Palais statt: u.a. das Stimmen-Klang-Tor von Arend Zwicker/Dennis Jähnig, die Videoinstallation “Face/Rostro 05-08” des preisgekrönten Filmautors und Bildkünstlers Wolfgang Scholz, die Orkusstimme von Seelensack sowie die alljährliche Aussenillumination des Palais diesmal von LICHTinFORM Heinrich Müller.

ACHTUNG: NEUER VERANSTALTUNGSORT!

Tante-JU , An der Schleife 1, 01099 Dresden (Industriegelände)

Wann:   2. 11. 2019, Pünktlicher Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Preise:  Eintritt 15 € ermäßigt 10 €

Detlef Schweiger
Künstlerischer und organisatorischer Leiter