Willkommen! Neue Besen – Alte Hasen

Heute ist es soweit🧚‍♂️🧚‍♂️🧚‍♂️: Die fünfte Auflage unseres Willkommensformats bringt sechs Künstler:innen im Tandem (Neumitglied mit Bestandsmitglied) zusammen, deren Arbeiten Raum- und Zeitbezug genauso wie ein Verständnis von gemeinschaftlichem Arbeiten im Kollektiv eint. 

Mit zwei experimentellen Dokumentarfilmen gibt Lisa Maria Baier ihren Einstand im Künstlerbund. Ihrer Tandem-Partnerin Marion Kahnemann gleich, geht sie dabei weit über pure Ästhetik hinaus und verknüpft Themen wie das Judentum und die Verarbeitung des Holocaust mit der Gegenwart von Fremdenhass und dem Krieg in der Ukraine.

Katrin Kamrau, die nicht nur neu im KBD ist, sondern auch erst seit Kurzem in Dresden lebt, erkennt in Ina Weise eine Gleichgesinnte. Neben der Auseinandersetzung mit Räumen verbindet die beiden auch das Feld des Publizierens als künstlerische Praxis. Beide zeigen eine Auswahl von Publikationen ihrer künstlerischen Arbeit.

Suntje Sagerer spezialisiert sich in ihrem künstlerischen Schaffen auf die Präsentation im Kleinformat. Sie ist die Gründerin der Minimal Art Gallery (MAG), die sie seit 2014 stetig weiterentwickelt. Mit Heidi Morgenstern stellt sich sich eine Partnerin an die Seite, mit der sie neben der gemeinsamen Studienzeit, auch dringende Fragen nach Beschränkungen in Raum und Zeit verbinden.

Im Tandem  präsentieren sich vom 26.01. – 23.02.23 :

Lisa Maria Baier & Marion Kahnemann
Katrin Kamrau & Ina Weise
Suntje Sagerer & Heidi Morgenstern

Seid herzlich eingeladen!

Zur Eröffnung, am 26.01.23, 18 Uhr,  begrüßen

Christian Rätsch & Moritz Jason Wippermann.

Titelbild: Still aus dem Video von Lisa Maria Baier, „Person sees Tarkovsky’s Stalker“, 2022

Mehr zu lesen über ein Gemeinschaftsprojekt von Suntje Sagerer und Lisa Maria Baier, gibt es hier.

Ausschreibung Künstleraustausch Brazzaville (Republik Kongo)

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Dresden-Brazzaville schreiben die Stadtverwaltungen Dresden und Brazzaville (Republik Kongo) gemeinsam mit dem Goethe-Institut Kamerun und in Zusammenarbeit mit dem Zentralwerk Dresden e.V. und den Ateliers Sahm/Brazzaville ein Reisestipendium aus.

Ziel dieses Artist-in-Residence-Programms ist es, die Kunstszene in der kongolesischen Metropole Brazzaville kennenzulernen, sowie Ideen und Anregungen auszutauschen Dresden, die Hauptstadt von Sachsen in Deutschland, steht für Museen, klassische Architektur, Meisterwerke und einen Fluss, die Elbe. Brazzaville, die Hauptstadt des Kongo, steht für die Geschichte Afrikas und seine gemeinsame Vergangenheit mit Europa, die Vitalität seiner Bewohner und einer der größten Flüsse der Welt.

Die Daten:

Arbeitsaufenthalt vom 17. August – 27. September 2026 in Brazzaville in den Ateliers Sahm. Gemeinsame Ateliernutzung mit anderen Künstler:innen. Schwerpunkt: Malerei, Grafik, Konzept- und Medienkunst.

Es ist gewünscht mit dem Kongolesischen Partner ein gemeinsames Projekt
zu realisieren, dass in Dresden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden soll. Der Arbeitsaufenthalt der/des kongolesischen Künstlerin/Künstlers in Dresden ist vom 5. 10.2026 bis 15.11.2026 vorgesehen und eine anteilige Betreuung seitens der Dresdner Künstlerin/Künstlers gewünscht.

  • Kostenfreie Unterkunft im Gästezimmer der Atliers Sahm (einfacher Standard: eigenes Bad/WC, kein fließendes Wasser)
  • Honorar in Höhe von 3000 Euro
  • Reisekostenübernahme in Höhe von max.  1.000 EUR
  • Übernahme Impfkosten/Malaria-Prophylaxe in Höhe von max. 60 EUR
  • anteilige Übernahme der Kosten eines Sprachkurses beim Institut français Dresden in Höhe von 200 Euro im Vorfeld des Aufenthalts
  • Übernahme Visakosten von 155 EUR
  • Der/die Künstler:in hat die Pflichtfür eine Auslandskrankenversicherung und die erforderlichen Impfungen und Visa zu sorgen
  • Residenzpflicht

Die Voraussetzungen:

  • Abgeschlossene künstlerische Ausbildung
  • Wohnsitz in Dresden; Dresden ist seit mind. 3 Jahren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt
  • Englisch- und Französischkenntnisse

    Die Bewerbung:
  • Kurzbiografie (max. 2 Seiten)
  • Motivationsschreiben mit Bezug zum Residenzort in Deutsch und Französisch (Übersetzung mit KI ausreichend, max. 1-2 Seiten)
  • Projektbeschreibung (max. 1-2 Seiten) in Deutsch und Französisch (Übersetzung mittels KI ausreichend)
  • Dokumentationsmaterial über die bisherige künstlerische Arbeit,  nur als PDF-Portfolio, mit einer Maximalgröße von 10 MB.
  • Die Bewerbung kann nur online auf dem Portal der des Goethe-Institut Kamerun erfolgen.

Bewerbungsschluss: 10. April 2026

Rückfragen

Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz,
Herrn Martin Chidiac, E-Mail: kultur-denkmalschutz@dresden.de
Rückfragen unter Telefon: (03 51) 4 88 89 33 oder
Nadia Reuther, Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten, E-Mail: brazzaville@dresden.de, (03 51) 4 88 2067

Auswahlverfahren:

Eine Jury aus Vertreter*innen der Stadt Brazzaville, der Landeshauptstadt Dresden, des Goethe-Instituts Kamerun, der Ateliers Sahm und des Zentralwerk Dresden e.V. sichtet die eingereichten Bewerbungen und wählt den/die Künstler*in aus.  Das Ergebnis wird voraussichtlich Ende April 2026 bekanntgegeben.

Weitere Informationen und Reiseberichte und www.goethe.de/kamerun

ÜBERSICHT: AUSSCHREIBUNGEN, STIPENDIEN, FÖRDERUNG UND PREISE

Hier findest du eine strukturierte Linkliste zu Ausschreibungen, Stipendien, Förderungen und Preisen – mit wichtigen Anlaufstellen im deutschsprachigen Raum und international:

 

AUSSCHREIBUNGEN

BUNDESEBene

Kultur macht stark | Wir können Kunst 
Gefördert werden Kunstprojekte lokaler Bündnisse mit Projektbeginn ab Mitte Juli 2026, die von professionellen Bildenden Künstlerinnen und Künstlern für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 18 durchgeführt werden, deren Bildungschancen eingeschränkt sind.

Bewerbungsfrist: 28. Februar 2027

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Kulturstiftung des Bundes |  LOKAL – Programm für Kultur und Engagement
Das Modellprogramm LOKAL – Programm für Kultur und Engagement fördert bundesweit den Aufbau von langfristig angelegten Netzwerken in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnern. Pro Projekt stehen bis zu 240.000 Euro für vier Jahre zur Verfügung. Das Gesamtprogramm wird in den Jahren 2024 bis 2031 von der Kulturstiftung des Bundes, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der European Cultural Foundation durchgeführt. Gefördert werden können zeitgenössische Kunstproduktion, Personal, Begegnungsformate sowie Vermittlung. Digitale Antragsberatungen finden bis März 2026 einmal monatlich statt.

Bewerbungsfrist: 31. März 2026

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Land SACHSEN


KFDS | Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert seit 1993 Kunst- und Kulturprojekte, vergibt Stipendien und kauft zeitgenössische Kunst an. Ihre Arbeit dient der freien Entfaltung von Kunst und Kultur im Freistaat Sachsen. Sie unterstützt die Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen und fördert den künstlerischen Nachwuchs. Sie engagiert sich für die nachhaltige Vermittlung von Kunst und Kultur, die Pflege des kulturellen Erbes und die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit.

www.kdfs.de

KDFS | Projektförderung 
Mit der Projektförderung werden überregional bedeutsame Kunst- und Kulturprojekte im Freistaat Sachsen in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Film, Literatur, Soziokultur, Industriekultur sowie spartenübergreifende Vorhaben gefördert. In der Sparte Bildende Kunst werden insbesondere Projekte des zeitgenössischen Kunstschaffens einschließlich Dokumentationen und Publikationen, Ausstellungen und Wettbewerbe gefördert.

Die Antragsstellung erfolgt über ein Online-Formular. Ausführliche Informationen zu den Antragsbedingungen, der Förderrichtlinie und den notwendigen Dokumenten gibt es hier.

Antragstellung: 1. März und 1. September 

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KOMMUNALE FÖRDERUNG

 

Kommunale Kulturförderung | Kleinprojekteförderung
Die Stadt Dresden  hat die bisherige Kleinprojekteförderung in die Projektförderung integriert. Projekte bis zu einer beantragten Summe von 2.500 Euro sind Kleinprojekte und können zu vier Terminen im Jahr beantragt werden.

Bewerbungsfrist:  1. Dezember für Kleinprojekte des I. Quartals des Folgejahres, 1. März für Projekte des II. Quartals des laufenden Jahres, 1. Juni für Projekte des III. Quartals des laufenden Jahres,  1. September für Projekte des IV. Quartals des laufenden Jahres

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Kommunale Kulturförderung | Projektförderung
Ab sofort können Anträge auf Projektförderung für das zweite Halbjahr 2026 gestellt werden. Im Rahmen der Projektförderung werden bedeutsame Kunst- und Kulturprojekte in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Film und Medienkultur, Literatur, Soziokultur, Interkulturelle Arbeit, Erinnerungskultur/Regionalgeschichte, kulturelle Bildung sowie interdisziplinäre Vorhaben gefördert.

Bewerbungsfrist: 1. März für Projekte des III. und IV. Quartals des laufenden Jahres

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Kommunale Kulturförderung | Förderung von Um- und Ausbau von Atelier-, Arbeits- und Probenräumen
Durch die Förderung des Um- und Ausbaus von Atelier-, Arbeits- und Probenräumen soll ein aktiver Beitrag zur Pflege der Kultur in der Landeshauptstadt Dresden geleistet werden. Sie verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für freischaffende Künstlerinnen und Künstler zu erreichen. Förderfähig sind Um- und Ausbaumaßnahmen zur Schaffung von Atelier-, Arbeits- und Probenräumen aus bisher anderweitig genutztem Raum sowie die Erweiterung oder Verbesserung der Nutzbarkeit eines vorhandenen Atelier-, Arbeits- oder Probenraumes.

Antragsfrist: 1. März 2026

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Internationaler Koproduktionsfonds
Internationale Koproduktionen sind ein Beispiel für partnerschaftliche und dialogische Zusammenarbeit. Das Goethe-Institut fördert kollaborative Arbeitsprozesse und innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch. Gefördert werden professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles und Initiativen im Ausland und in Deutschland aus dem Bereich Darstellende Künste (Musik, Theater, Tanz, Performance), die nachweislich nicht über ausreichende Mittel verfügen, um eine internationale Koproduktion zu verwirklichen. Eine gemeinsame künstlerische Entwicklung des Projektes zwischen den Koproduktionspartnern ist unabdingbar. Neben reinen Musik-, Tanz- oder Theaterproduktionen sind interdisziplinäre, hybride Vorhaben oder Projekte mit sinnvollem Einsatz digitaler Medien möglich.

Bewerbungsfrist: 1. April 2026

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Förderung durch die Deutsche Bank Stiftung
Die Deutsche Bank Stiftung stärkt gezielt die Potenziale junger Menschen und fördert innovative Bildungs- und Kulturprojekte. Sie eröffnet neue Erfahrungsräume, unterstützt den künstlerischen Nachwuchs und setzt sich für Integration sowie mehr Chancengerechtigkeit ein. Fördermittel vergibt sie an inländische gemeinnützige Organisationen und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Bewerbungen: ganzjährig

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Willkommen! Neue Besen – Alte Hasen 2026/01

In unserem sympathischen Willkommensformat präsentieren sich neue Mitglieder im Tandem mit Bestandsmitgliedern.

Zu sehen sind diesmal Arbeiten von:

Hannah Doepke & Luise Fiedler

Viktoria Maliar & Maria Chepisheva

Hannah Doepke: Rest in the Body, Interaktive Textilskulptur und Audioinstallation Kunsthalle Oktogon, 2024 (Foto: MiraWioli)

Die Malerin Viktoria Maliar, noch relativ frisch aus Berlin nach Dresden gezogen, begegnet im Künstlerbund Dresden mit Maria Chepisheva einer Position, die ihrer eigenen überraschend nahekommt.

Trotz unterschiedlicher Materialien – Viktoria arbeitet mit Ölpastell, Maria mit Ölfarben – verbindet beide das intensive Interesse an Erinnerung und ihrer emotionalen Tiefe. Ihre Arbeiten kreisen um persönliche wie kollektive Erinnerungsräume und untersuchen, wie Vergangenes in Bildern fortlebt.

Erinnerung erscheint dabei nicht als festes Narrativ, sondern als wandelbarer, subjektiver Prozess. Im Dialog zwischen Ölmalerei und Ölpastell entstehen spannungsvolle Kontraste ebenso wie inhaltliche Berührungen. So eröffnet die Ausstellung einen gemeinsamen Raum, in dem zwei künstlerische Handschriften ein zentrales Thema aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar machen.

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Die in Performance, interaktiver Installation und Video arbeitende Künstlerin Hannah Doepke versteht den künstlerischen Prozess als einen zutiefst persönlichen, existenziellen Akt. In ihrer Tandem-Partnerin Luise Fiedler findet sie eine künstlerische Verbündete, die diese Haltung teilt: Kunst entsteht für beide aus einem Moment maximaler Intimität – als bewusstes Sich-Verletzlich-Machen.

In ihren Worten bedeutet es, „nach jedem Werk etwas Neues zu gebären“, also den eigenen Kern immer wieder freizulegen. Jedes Projekt verlangt einen Neubeginn: sich erneut hineinzudenken, sich auszusetzen, durch Unsicherheiten und Ängste zu gehen, um schließlich mit Stolz auf das Geschaffene zu blicken – nur um danach wieder von vorn anzufangen.

Als Tandem verschränken sie diese Idee des intimen Schaffensprozesses konkret in der Videoarbeit Fantasmia von Luise Fiedler mit Doepkes keramischen Gedankenspiralen. Diese werden, so Doepke, „nicht nur im Kreis gedacht, sondern auch im Kreis gelesen“.

Vernissage 05.03.2026, 18 Uhr

Ab 18 Uhr begrüßen Jens Küster und Ulrich F. Beer begleitet von musikalischen Interpretationen aus Lateinamerika von Hannah Doepke (vocals) und Jan Kramer (guitar)

Dauer der Ausstellung: 05.03. – 30.04.2026, Öffnungszeiten während der regulären Geschäftszeiten oder nach terminlicher Vereinbarung. Unsere Räume sind nicht barrierefrei.

Künstlerbund Dresden e. V.,

Hauptstraße 34 (Eingang Ritterstraße)

D- 01097 Dresden

[3W1F] CURRENT: „DAZWISCHEN“ Ines Lehmann

Vom 21.02. bis 21.03.2026 bei uns im Schaufenster:
„dazwischen“ von unserem Mitglied Ines Lehmann.

Im Hintergrund des Schaufensters findet sich ein Bild, wie eine Dokumentation. Es zeigt Stühle nach einer Veranstaltung: leer, zum Teil gestapelt, die ehemals von ihnen und ihren Benutzer:innen gebildeten Reihen in Auflösung begriffen. Was auch immer hier passiert ist, seine Zeit ist abgelaufen.

Im Gegensatz dazu haftet den Keramiken im Vordergrund des Schaufensters etwas Unkonkretes und Irritierendes an. Wir sind an Gebrauchsgegenstände aus Ton gewohnt, an praktisch zu Verwendendes. Auch die hier gezeigten Objekte erinnern an Gefäße, sind jedoch bei näherem Hinsehen als solche nicht zu gebrauchen. Zusätzlich tragen sie Namen, wie „Nichtsnutz 1-3“ oder „gehörnte Schale“ und entziehen sich der Effektivität und scheinen einfach nur da zu sein.

Dazwischen ist nichts.

Wir scheinen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben derzeit in solch einem Zwischenraum zu sein. Das Eine, konkret Erinnerbare liegt hinter uns, ist nicht wieder herzustellen. Das Andere scheint unwegsam, macht vielleicht Angst, ist unvertraut, wirkt womöglich seltsam, im besten Falle reizvoll.

Die Spannung zwischen diesen beiden Polen will ausgehalten werden.

Das Neue ist noch klein und will genährt, ausgebaut und gestaltet werden, dazu will die Installation von Ines Lehmann beitragen.

„dazwischen“ Ines Lehmann
Ausstellungsdauer: 21.02. bis 21.03.2026

Das Schaufenster ist barrierefrei. Wir empfehlen einen Besuch zur Dämmerung/am Abend.

BBK-Broschüre „Impulse und Wege von der Kunst zu leben“

90 % der Bildenden Künstler:innen verdienen weniger als 20.000 € im Jahr aus ihrer künstlerischen Tätigkeit. Gleichzeitig zählen Kunstvereine, Kommunen und Landkreise zu den wichtigsten Geldgebern für Honorare und Ausstellungsvergütungen.

Diese und weitere zentrale Ergebnisse fasst die Broschüre des BBK Bundesverbandes „Impulse und Wege von der Kunst zu leben“ zusammen. Sie basiert auf der aktuellen Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler:innen, die gemeinsam mit der Stiftung Kunstfonds veröffentlicht wurde.

Die Studie zeigt: Viele Künstler:innen arbeiten unter prekären Einkommensbedingungen, mit lückenhafter sozialer Absicherung und anhaltenden strukturellen Benachteiligungen. Geschlechtsspezifische Ungleichheiten und wirtschaftliche Zukunftsrisiken bestehen weiterhin.

Mit der Veröffentlichung richtet sich der BBK Bundesverband an Politik, Verwaltung sowie Akteur:innen im Kunst- und Kulturbereich. Die Broschüre formuliert konkrete Handlungsansätze für bessere kulturpolitische Rahmenbedingungen und faire, verlässliche Strukturen – mit dem Ziel, die wirtschaftliche, soziale und berufliche Situation Bildender Künstler:innen nachhaltig zu stärken.

Hier geht es zum PDF.

Gedruckte Exemplare können beim BBK Bundesverband angefordert werden.
www.bbk- bundesverband.de

Aktuelle Ausschreibungen

Ausschreibung Künstleraustausch Brazzaville (Rep. Kongo) 2026
Im Rahmen der Städtepartnerschaft Dresden-Brazzaville schreiben die Stadtverwaltungen Dresden und Brazzaville (Republik Kongo) gemeinsam mit dem Goethe-Institut Kamerun und in Zusammenarbeit mit dem Zentralwerk Dresden e.V. und den Ateliers Sahm/Brazzaville ein Reisestipendium aus.

Arbeitsaufenthalt vom 17. August – 27. September 2026 in Brazzaville in den Ateliers Sahm. Gemeinsame Ateliernutzung mit anderen Künstler:innen. Schwerpunkt: Malerei, Grafik, Konzept- und Medienkunst.

Bewerbungsfrist: 10. April 2026

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Kommunale Kulturförderung | Kleinprojekteförderung
Die Stadt Dresden unterstützt im Rahmen der Kleinprojekteförderung Vorhaben mit überwiegend kulturellem bzw. künstlerischem Charakter. Zur Frist am 1. März können bis zu 2.500 Euro Förderung für Projekte im zweiten Quartal des laufenden Jahres beantragt werden.

Bewerbungsfrist: 01. März 2026

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Kulturstiftung des Bundes | 
LOKAL – Programm für Kultur und Engagement
Das Modellprogramm LOKAL – Programm für Kultur und Engagement fördert bundesweit den Aufbau von langfristig angelegten Netzwerken in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnern. Pro Projekt stehen bis zu 240.000 Euro für vier Jahre zur Verfügung. Das Gesamtprogramm wird in den Jahren 2024 bis 2031 von der Kulturstiftung des Bundes, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der European Cultural Foundation durchgeführt. Gefördert werden können zeitgenössische Kunstproduktion, Personal, Begegnungsformate sowie Vermittlung. Digitale Antragsberatungen finden bis März 2026 einmal monatlich statt.

Bewerbungsfrist: 31. März 2026

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Kulturstiftung des Bundes stellt 16 Millionen Euro für kulturelle Zukunftsvorhaben und lokales Engagement bereit
Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat neue Förderungen aus dem Etat der Stiftung bewilligt: Sie stellt für die nächsten Jahre bundesweit 16 Millionen Euro zur Verfügung, damit Kultureinrichtungen in großen und kleinen Städten sowie ländlichen Räumen sich mit Zukunftskonzepten anders aufstellen, das soziale Miteinander stärken oder sich für neue Publikumsgruppen öffnen können.

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Internationaler Koproduktionsfonds

Internationale Koproduktionen sind ein Beispiel für partnerschaftliche und dialogische Zusammenarbeit. Das Goethe-Institut fördert kollaborative Arbeitsprozesse und innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch. Gefördert werden professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles und Initiativen im Ausland und in Deutschland aus dem Bereich Darstellende Künste (Musik, Theater, Tanz, Performance), die nachweislich nicht über ausreichende Mittel verfügen, um eine internationale Koproduktion zu verwirklichen. Eine gemeinsame künstlerische Entwicklung des Projektes zwischen den Koproduktionspartnern ist unabdingbar. Neben reinen Musik-, Tanz- oder Theaterproduktionen sind interdisziplinäre, hybride Vorhaben oder Projekte mit sinnvollem Einsatz digitaler Medien möglich.

Bewerbungsfrist: 1. April 2026

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Open Call: Auktion in Tharandt

Die Buchhandlung Findus, ein sympathischer Ort in Tharandt, lobt über den örtlichen Lions Club einen kleinen Wettbewerb aus. Insgesamt 20 Werke von Künstler:innen werden dort von August bis Oktober ausgestellt und schließlich, während der Finissage, versteigert. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2026. 

Das vom  Lions Club Tharandt organisierten das Konzetti  wird mit einer professionellen Einführung in die Werke während der Vernissage eröffnet.
Außerdem geben auch ein gedrucktes Begleitheft mit den Arbeiten und Künstler:innendaten sowie eine Internetseite Einblick. Für beides werden professionelle Repros der Arbeiten gemacht. Krönender Abschluss ist dann die Finissage mit anschließender Versteigerung der Werke.

Wer eine Arbeit beisteuern möchte, kann sich hier  ausführlicher informieren:

Was kann eingereicht werden?
Farbige Ölskizzen oder gar Malereien sein, aber auch Zeichnungen, Drucke, Skulpturen oder Plastiken sind möglich. Der Preis der Arbeit sollte bei 80-150 Euro liegen. Dieses Geld wird zu 100 Prozent ausgezahlt. Eine Jury wählt aus.

Bewerbungsfrist:  28. Februar 2026
Vernissage: 28. August 2026
Finissage mit Versteigerung: 30. Oktober 2026

Wie bewerben ?
Eine kleine formlose Bewerbung mit einem kurzen Lebenslauf und einem
Foto der Arbeit sowie deren Startpreis (80-150 €) geht per Mail an: annaluise@erler.cc

Noch im Februar kommt eine Rückmeldung. Sollte euer Werk ausgewählt werden, freuen sich die Veranstalter über eine persönliche Teilnahme an Vernissage und Finissage.

©Auktion mit Maxi Wollner, Foto: Anna-Luise Erler