ZoomAtelierTalk mit Michaela Möller

Wir möchten wir den Mitgliedern des Künstlerbundes Dresden,  Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Dresden sowie Kunst- und Kulturinteressierten regelmässig die Möglichkeit bieten, an einem Online Meeting in Form eines offenen Diskussionsabends teilzunehmen.

Aktuell stellt ein*e Künstler*in jeweils am zweiten Dienstag eines Monats die persönliche Arbeit vor.  Nach Leonore Adler, Oskar Staudinger und Reinhard Zabka dürfen wir am 13.7. Michaela Möller vor die Kamera bitten. 

Anmeldungen werden unter  berufsverband@kuenstlerbund-dresden.de entgegen genommen.

Sie erhalten dann den Zoom-Link für den Online-Zugang. Wir freuen uns über interessierte Talker*innen und darauf, mit Ihnen und Euch ins Gespräch zu kommen.
Wer ebenfalls Interesse hat, sich im eigenen  Atelier vorzustellen, kann sich gern melden.

(af)

8. KÜNSTLERMESSE DRESDEN – Jetzt bewerben!

Ab sofort können sich professionelle Bildende Künstler:innen und Galerien von Produzent:innen mit nachgewiesenem Dresden-Bezug (Wohn- oder Studienort, Standort),  Mitglieder des Künstelrbundes Dresden für die vom 11. – 13.3. 2022 stattfindende  8. KÜNSTLERMESSE DRESDEN im Deutschen Hygiene-Museum bewerben.  Die Bewerbungsunterlagen finden sich hier (Teilnahmebedingungen) und hier (Bewerbungsbogen) sowie auf der homepage der KÜNSTLERMESSE.

Tandem? Dopplungen? WILLKOMMEN – zu Zweit?

Für ein neues Ausstellungsformat bei dem jeweils neu aufgenommene und Bestandsmitglieder ausstellen, suchen wir einen passenden Titel. Dazu rufen wir unsere Mitglieder zur Ideenfindung auf.

Worum geht es: Unter dem Titel “WILLKOMMEN – NEUE MITGLIEDER” hießen wir ca. zehn Jahre lang – der Titel der Reihe sagt es bereits – unsere Neuaufnahmen WILLKOMMEN. Zwei- bis fünfmal im Jahr stellten sie sich im Rahmen einer Ausstellung mit ihren Werken vor. Dabei lag das Augenmerk zur Vernissage auf Biografie und dem Werdegang, aber auch darauf, mögliche Besonderheiten im Lebenslauf oder im Hinblick auf die künstlerische Arbeit zu thematisieren. Es ging uns, bzw. Geschäftsführerin Antje Friedrich, die die Reihe entwickelte, darum, die neuen Mitglieder als Künstler*innen-Persönlichkeiten kennenzulernen, zu erfahren, wie und bei wem sie ausgebildet wurden, woran sie aktuell arbeiten, was sie umtreibt usw. Der zweite Aspekt lag darin, die neuen Mitglieder und die interessierten Besucher:innen miteinander ins Gespräch zu bringen. So wollten wir dem immer wieder geäußerten Wunsch nach mehr Austausch und Vernetzung der Kolleg:innen nachkommen.

Nun hat eine Arbeitsgruppe des KBD (Antje Friedrich, Katharina Lewonig, Jana Morgenstern, Ulrich F. Stanke) das Format des WILLKOMMEN weiterentwickelt. Die vier bis sieben neuen Mitglieder, die bislang pro Ausstellung vorgestellt werden, sollen sich künftig jeweils ein Künstlerbund(bestands)mitglied auswählen. Mit ihr oder ihm zusammen suchen sie gemeinsam je eine Arbeit des oder der anderen aus. So präsentieren sie sich mit zwei künstlerischen Werken.
Auf diese Art und Weise sollen nicht nur interessante künstlerische Paarungen entstehen sondern auch neue Möglichkeiten zum Kennenlernen und Miteinander ins Gespräch kommen, entstehen.
Wem ein passender Titel für dieses Format einfällt, den bitten wir bis 7.6. um Vorschläge! Ein „Dankeschön“ für den gewählten Vorschlag steht bereit.

Für die nächste Ausstellung such sich folgende neu aufgenommene Mitglieder Partner:innen:

Brian Curling, Svea Duve, Eleonora Nanu, Lisa Pahlke, Doris Titze und
Moritz Jason Wippermann

Mitglied sucht ehrenamtliche Unterstützung bei Projektidee

Unser Mitglied Margarita Kaiser hat uns die Projektidee einer „Straßengalerie“ Bildender zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum vorgestellt. Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zur Kunst im öffentlichen Raum zu liefern, Kunstschaffende durch Sichtbarkeit zu würdigen, den Betrachtenden ein besonderes Erlebnis zu schenken und den öffentlichen Raum mit Bildender zeitgenössischer Kunst attraktiver zu gestalten und aufzuwerten.
Die Vision der Projektskizze wurde im Vorstand als grundsätzlich positiv angesehen. Für ein weiteres Verfolgen und auch für eine mögliche Unterstützung bei der Gewinnung zusätzlicher notwendiger Partner:innen und Fördernder für die Umsetzung, muss die Projektidee jedoch in ein tragfähiges Konzept angepasst und verfeinert werden.

Die Kollegin sucht vor diesem Hintergrund Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die auf ehrenamtlicher Basis gerne an der Ausarbeitung eines vollumfänglichen Konzeptes für die Umsetzung einer „Straßengalerie“ mitarbeiten möchten. Eine Vorstellung der Projekt-Idee finden Sie hier:

https://www.kuenstlerbund-dresden.de/wp-content/uploads/2021/04/Strassengalerie_MKaiser.pdf

Das Dokument kann auch in der Geschäftsstelle abgeholt werden, aufgrund der Pandemie kann aber nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich gerne bei Frau Kaiser telefonisch oder per Mail melden: Telefon: 0351 – 3100 952; E-Mail: m.r.kaiser@gmx.net

Die neue „Leitlinie Ausstellungsvergütung“ ist verfügbar

Der Bundesverband Bildende Künstlerinnen und Künstler hat  eine Aktualisierung der Leitlinie Ausstellungsvergütung erarbeitet. Diese ist seit Anfang Februar 2021 verfügbar. Sie bietet für Künstler*innen eine Verhandlungsgrundlage und weist Veranstalter*innen und Institutionen den Weg zur angemessenen Vergütung der Leistungen von Künstler*innen im Zusammenhang mit Ausstellungen. Sie definiert Anwendungsbereich und Kriterien und bietet Musterberechnungen und einen Mustervertrag.

Bildende Künstler*innen sind überdurchschnittlich qualifiziert. Im Schnitt absolvieren etwa 80 Prozent ein Studium an einer Kunstakademie oder Fachhochschule. Im Jahr 2019 lag das Jahreseinkommen bei 60 % der Bildenden Künstler*innen unter 5.000 Euro und weitere 35% verdienten immer noch weniger als 20.000 Euro. Das ist zu wenig. Un- und unterbezahlte künstlerische Leistungen sollten der Vergangenheit angehören!

Die Folgen der Corona-Pandemie haben noch deutlicher gemacht, wie dramatisch es um die Einkommenssituation Bildender Künstler*innen bestellt ist: Künstlerische Einkommen müssen Teil des Kunstbetriebes werden und nachhaltig gesichert werden. Eigentlich schon seit vielen Jahren, aber spätestens jetzt muss kontinuierlich und gemeinsam auf allen Ebenen – in Bund, Ländern und Kommunen – die angemessene Vergütung künstlerischer Leistungen thematisiert werden und beispielsweise eine Bindung von Fördermittelvergaben an eine leistungsgerechte Bezahlung folgerichtig.

Die Leitlinie Ausstellungsvergütung gibt es sowohl in gedruckter Fassung als auch hier zum Download. Eine gedruckte Version wird allem BBK-Mitgliedern automatisch zugesandt. (tr)

Mitglieder stellen sich vor

Anlässlich unseres 30jährigen Jubiläums im Jahr 2020 haben uns einige unserer Mitglieder etwas ganz Besonderes geschenkt:

ihre Zeit und Offenheit. Indem sie Sophie Lindner und Irène Mélix Antworten auf die Fragen, warum sie im Künstlerbund Dresden sind und was für sie der Beruf Bildende*r Künstler*in bedeutet gaben, ermöglichten sie uns und allen Interessierten Einblicke in ihre Vorstellungen, Ideen, Visionen und Herangehensweisen.

Aus den Interviews entstand auch ein Film, der etwa in der Ausstellung “30 Jahre – 60 Perspektiven” zu sehen war, die bis September 2020 in der Städtischen Galerie präsentiert wurde.

Jedes der Interviews kann hier gesehen und gehört werden.

 

Sie haben eine ganz persönliche Erinnerung an Ihre Zeit mit dem Künstlerbund? Teilen Sie sie gerne auf Instagram unter dem Hashtag #30jahreKBD

Unterstützung der Petition für den Erhalt des Käthe-Kollwitz-Hauses Moritzburg

Der Vorstand des Künstlerbundes setzt sich für die Unterstützung der Online-Petition von Konstanze Feindt-Eißner für den Erhalt der Käthe-Kollwitz-Gedenkstätte in Moritzburg ein.

Nach jüngsten Berichten, u.A. in den Dresdner Neuesten Nachrichten, sollen die Fördergelder seitens der Gemeinde und des Kulturraums Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge stark reduziert bzw. gestrichen werden.

In der Begründung, die auch in der Online-Petition nachlesbar ist, heißt es:
“Dabei ist die Gedenkstätte ist zum einen ein wichtiger Erinnerungsort für eine berühmte, international bedeutende Künstlerin, die dort ihre letzten Monate verbringen durfte, nachdem sie das zerstörte, ausgebombte Berlin verlassen musste.
Wichtige Dokumente und Kunstwerke von ihr werden dort aufbewahrt, gepflegt und öffentlich zugänglich gemacht. Mit ihren Arbeiten setzte sie sich immer für Menschlichkeit ein. Ihre Kunst ist weltweit anerkannt und geschätzt.

Im unteren Teil des Hauses finden regelmäßig wichtige Ausstellungen regionaler und internationaler Künstler  sowie Lesungen, kleine Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Es ist ein aktiver Ort des kulturellen Austausches und Angebot für alle Interessierten. Kollwitz-Museen gibt es sonst nur in Köln und Berlin.

Sachsen, der Landkreis, der Kulturkreis, die Gemeinde können stolz sein, dieses Museum und gleichzeitig ein solches Kleinod der Kunst und Kultur zu haben. Lasst gerade in Corona-Zeiten nicht zu, dass dieser Ort leise für immer zugeschlossen wird.”

Die Petition mit ca. 6.100 Unterschriften wird Anfang Mai übergeben werden.

 

Bemühungen um die Unterstützung Erziehender

Seit Dezember 2019 bemüht sich eine engagierte Gruppe innerhalb des Künstlerbundes Dresden um die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern mit Kindern, die Stipendien in Anspruch nehmen.
Auslöser war die offensichtliche Benachteiligung genau jener Künstler*innen seitens der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen:
Die Möglichkeit einer Mitnahme von Kindern während des Stipendienaufenthaltes wurde in den Ausschreibungen für die Villa Massimo in Rom sowie den anderen Auslandsstipendien ausgeschlossen.
Derartige Formulierungen wurden auf Nachfrage der Arbeitsgruppe gestrichen, jedoch bestehen nach wie vor große Hürden bei der Bewerbung um ein Aufenthaltsstipendium bei der Kulturstiftung sowie der Stadt Dresden um ein Reisestipendium für Künstler*innen mit Kindern.

“Gespräche mit anderen Künstlerinnen und Künstlern förderten in der Folge immer mehr zutage, dass einige sich nicht bewerben – aufgrund fehlender Informationen zu Unterkünften, Betreuung und Zuschuss bei den ausschreibenden Institutionen. Es entsteht der Eindruck, dass Kinder bei Reise- bzw. Auslandsstipendien nicht mitgenommen werden können, sofern nicht explizit darauf hingewiesen wird.
Daher bemüht sich die Arbeitsgruppe im KBD – die sehr gern noch weitere AG-Mitglieder in ihrer Mitte begrüßen würde –  parallel um verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung von Betreuungen. Dabei ist und war sie u.a. im Gespräch mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz und mit der Dresdner Gleichstellungsbeauftragen.
Ebenfalls auf dem Plan stehen Kontakte zu Initiativen, die sich der besseren und gerechteren Förderung von Erziehenden Künstler*innen verschrieben haben. Dazu gehört etwa “kunst+Kind berlin”.

Diese hat aktuell einen Vorschlagskatalog erarbeitet, der sich auf die Stipendienvergabe der Stiftung Kunstfonds bezieht und der hier nachfolgend publiziert sein soll.

Vorschläge der Künstler*inneninitiative “kunst+kind berlin” für einen Reform von Vergaberichtlinien und Gremien der Stiftung Kunstfonds Bonn.

  1.  Grundsätzlich und allgemein fordern wir eine Quotenregelung zur Vermeidung des Gender Pay Gaps und des Gender Support Gaps.
  2.  Wir fordern außerdem eine Förderstruktur, die nicht „Exzellenz“förderung ist (was und wer ist „exzellent“?), sondern Breitenförderung. Das heißt, dass grundsätzlich
    1.  jene, die einmal ein Stipendium der SK bekommen haben, von weiteren Bewerbungen ausgeschlossen sind.
    2.  dass alle Sparten gefördert werden und nicht nur die „trendigen“ Medien wie Film, Video, Intervention, etc.
    3.  dass alle Regionen Deutschlands Beachtung finden und die Geförderten nicht vorrangig in Berlin gemeldet sind.
    4.  dass bisher benachteiligte Gruppen, darunter auch Künstlerinnen mit Sorgepflichten und entsprechend „löchrigen“ Lebensläufen, besondere Beachtung finden. Kinder zu haben (vor allem mehrere) oder alleinerziehend zu sein, ist zwar kein Garant für Kontinuität in der künstlerischen Produktion und Ausstellungstätigkeit, aber auch kein Ausschlusskriterium für das Kriterium der „gesamtstaatlichen“ Bedeutung. Da die SK bislang aber gerade jene förderte, die lückenlose Ausstellungs- und Förderbiografien haben sind, entsteht der Eindruck einer diskriminierenden Vergabepraxis.
    5.  dass all jene Bewerber*innen, die einen Professor*innentitel führen oder eine akademische Festanstellung haben, nicht zur Bewerbung zugelassen sind.

Was die Zusammensetzung der Gremien betrifft (auch des Vorstands der SK selbst!), fordern wir,

  1.  dass die Jurymitglieder ebenfalls alle Regionen und Sparten abdecken – dies ist insbesondere dann leicht zu verwirklich, wenn, wie geschehen, per Zoom konferiert wird.
  2.  dass die Lebenspartner*innen von Jurymitgliedern von Förderungen ausgeschlossen sind und
  3.  dass Jurys und SK-Vorstand selbst nicht aus immer neuen Spielarten eines „Clubs“ zusammengesetzt sind. Da die Jurymitglieder neben Prestigegewinn auch hochdotiert sind (Tagessatz 500.-€) entsteht so der Eindruck mafiöser Strukturen. Diese Machtfülle und Selbstreferenz ist einer von Steuergeldern finanzierten, bundesdeutschen Einrichtung unwürdig.

Aus all diesem ergibt sich

  • mehr Breitenförderungen statt (anachronistischer) Exzellenzförderung
  • Verringerung des Gender Gaps und der Benachteiligung von bestimmten Personengruppen. Eliten bildet der kommerzielle Kunstmarkt selbst – eine mit Steuergeld agierende Stiftung eines demokratischen Staates sollte diese Entwicklung nicht unterstützen, sondern korrigieren!
  • Förderungen für bislang marginalisierte Personengruppen, darunter Künstler*innen (Männer und Frauen) mit Sorgeverpflichtungen (z.B. Präsenz-Vor-Ort-Stipendien wie in NRW, Wiedereinstiegsförderung nach der Familienphase bzw. längerfristige Atelierförderungen oder andere Vergünstigungen für Alleinerziehende).

www.kunstundkind.berlin

 

Übergabe ans Stadtarchiv der Landeshauptstadt

Am 17.11. überreichten die KBD-Vorstandsmitglieder Katharina Lewonig und Jana  Morgenstern sowie Geschäftsführerin Antje Friedrich einen Archivordner und die Exponate einer der beiden Jubiläumsausstellungen, die der Verein aus Anlass seine 30jährigen Bestehens durchgeführt hatte.

Das von Lewonig und Morgenstern initiierte und organisierte Mail-Art-A-VIER-MAL-DREI hatte 114 künstlerische Arbeiten entstehen lassen. Diese wurden nach Abschluss der Präsentation im Dresdner Kulturrathaus nun an die Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch und Prof. Thomas Kübler für das Stadtarchiv der Landeshauptstadt übergeben.
Zudem  ging symbolisch auch ein erster Ordner des Künstlerbundes ans Stadtarchiv. Letzteres bemüht sich seit Jahren um die Archivalien des KBD, um diese bzw. damit auch die Künstlerbundgeschichte aufarbeiten zu können.

Dass es dabei auch Amüsantes und so mache Besonderheit zu entdecken gibt, zeigten u. A. die “Austrittserklärung” eines Künstlers und ein kurzer Brief von Gerhard Richter.