DIESEN DONNERSTAG: LANGE NACHT DER GALERIEN UND MUSEEN IM BAROCKVIERTEL

Wir sind am Donnerstag dabei und haben von 18 Uhr an die Türen geöffnet.

Zu sehen sind unsere beiden Mitgliederausstellungen

WILLKOMMEN! Neue Besen – Alte Hasen | 02/2024

und

“Thinking INSIDE the Box” | Lisa Pahlke & Matthias Lehmann in 3W1F, dem Schaufenster-Offspace

Beide Künstler:innen sind ab 20 Uhr vor Ort und freuen sich auf Gespräche und Begegnung – seid herzlich eingeladen!

 

WIN/WIN – Die neuen Kunstankäufe im Museum Gunzenhauser

35 Neuankäufe  hat die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen getätigt.  Erstmals wird die dafür geschaffene Ausstellungreihe WIN/WIN im Museum Gunzenhauser präsentiert. Eröffnung ist am 15. Juni.

Alljährlich erwirbt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen eine große Zahl an Werken zeitgenössischer Kunst – neben einer Erweiterung des eigenen Kunstschatzes und einer Fortführung der Staatlichen Sammlungen in die Gegenwart bedeutet dies auch eine Unterstützung der Künstler:innen, die in Sachsen leben und hier ihren Schaffensmittelpunkt haben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Förderung jüngerer Kunstschaffender.

Um die angekauften Kunstwerke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden die Neuankäufe seit 2011 in der Ausstellungsreihe „WIN/WIN“ vorgestellt.  Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten reicht von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Objekten bis hin zu Performances, Foto- und Videoarbeiten.

Zum ersten Mal wird WIN/WIN im Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz präsentiert. “Wir freuen uns sehr über diese Premiere,” so Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manuel Frey, “das Museum Gunzenhauser ist der ideale Ort für die Präsentation junger zeitgenössischer Kunst aus Sachsen. Für die künftige Kulturhauptstadt Europas ist das ein weiterer Höhepunkt“,

Nach der öffentlichen Präsentation gehen die mit Mitteln des Sächsischen Landtags angekauften Werke in den Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden über.

Der Kulturstiftung stehen jährlich ca. 160.000 Euro für den Ankauf von Werken zeitgenössischer Kunst zur Verfügung.

Foto: © Walther Le Kon

 

WIN/WIN
Die Kunstankäufe der Kulturstiftung
des Freistaates Sachsen 2024

16. 6. – 4. 8. 2024

Vernissage
15.06., 18 Uhr

Öffnungszeiten
Di, Do–So, Feiertag 11–18 Uhr; Mi 14–21 Uhr

Ausstellungsort
Kunstsammlungen Chemnitz
Museum Gunzenhauser
Falkeplatz
09112 Chemnitz

 

Letztes Aktzeichen vor der Sommerpause

Aktzeichnen

Der nächste gemeinsame Aktzeichenabend findet am

26. Juni 2024, 18 – 21 Uhr

in den Räumen der Geschäftsstelle auf der Hauptstraße 34 statt.

Danach gibt es eine Sommerpause. Der nächste Termin ist dann im September. Wir informieren an dieser Stelle.

Astrid Goldhardt, Anna Kröger und Theresa Wenzel kümmern sich um regelmäßig (alle 6 Wochen) statt findende Aktzeichen-Abende mit wechselnden Modellen.

Wir bitten bei Interesse um eine verbindliche Anmeldung!

Zeitgleich-Zeitzeichen: Vernissage in Dessau

Am 27. Juni ist Vernissage in Dessau! Im Rahmen des BBK-Mappenprojekts Zeitgleich-Zeitzeichen zeigt der Anhaltische Kunstverein Dessau für zwei Wochen  experimentelle Druckkunst aus Dresden und Sachsen-Anhalt.

Alle fünf Jahre veranstaltet der BBK Bundesverband die Themenreihe “Zeitgleich-Zeitzeichen”, bei der Bildenden Künstler:innen der 15 Landes- und rund 45 Regionalverbänden aufgerufen sind, sich am so genannten Mappenprojekt zu beteiligen. In einer Mappe (s. Titelbild) werden druckgrafische Arbeiten gesammelt, die dann  auch innerhalb der Verbände wandern dürfen.

Für eine solche Kooperation haben sich in diesem Rahmen und mit Fokus auf die experimentelle Druckkunst auch Künstler:innen des Künstlerbund Dresden mit Mitgliedern des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen.  Die Ergebnisse sind nun im Anhaltischen Kunstverein Dessau zu sehen.

Sie zeigen die Breite der druckkünstlerischen Möglichkeiten – von klassischen Druckverfahren bis hin zu neuen, experimentellen Techniken. Im Begleitprogramm besteht für Interessierte die Möglichkeit, sich in Führungen oder auch in Workshops intensiver mit einzelnen Drucktechniken zu beschäftigen.

Das sind die ausstellenden Künstler:innen:

Künstlerbund Dresden
Thomas Bachler, Heike Berl, Gudrun Brückel,  U.S. Buchart,  Brian Curling, Marc Floßmann, Heinz Ferbert, Rita Geißler, Thomas Hellinger, Anna Kasten, Petra Kasten, Cornelia Konheiser, Antje Krohn, Jens Küster,  Katharina Lewonig, Jana Morgenstern, Maja Nagel, Sylvia Pàsztor, Frank K. Richter-Hoffmann,  Hans-Jürgen Reichelt, Ulrich F. Stanke, Mechthild Mansel, Catrin Große,  Michael Podszun,  Petra Schulze, Juliane Vesting, Anita Voigt, Bärbel Voigt,  Heike Wadewitz, Theresa Wenzel.

BBK Sachsen-Anhalt e.V.
Stefanie Demmel, Julienne Jattiot, Sebastian Harwardt, Benjamin Kerwien, Christoph Kunze, Rita Lass, Marion Münzberg, Till Neuenfeldt, Hanna Sass, René Schäffer, Franziska Schnürer, Christina Simon, Iris Trostel Santander, Jakob Wolf und Ralf Zimmermann.

Das Mappenprojekt

Zeitraum
28.06. – 13.07.24

Öffnungszeiten

Di–So, 10–17 Uhr

Ausstellungsort
KUNSTHALLE / Dessau
Ratsgasse
06844 Dessau-Roßlau

Vernissage
27.06., 18 Uhr

 

Eine Ausstellung des Anhaltischen Kunstvereins Dessau in Kooperation mit dem Künstlerbund Dresden und dem Kulturwerk des BBK Sachsen-Anhalt in der Reihe „Zeitgleich-Zeitzeichen“ des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler

WILLKOMMEN! Neue Besen – Alte Hasen | 02/2024

Herzliche Einladung zum WILLKOMMEN am 23. Mai!  Bei der zweiten Auflage unseres Willkommensformats in diesem Jahr feiert der Netzwerkgedanke  wieder mal eine große Feier. Es präsentieren sich drei neue Mitglieder im Tandem mit ein oder diesmal sogar  zwei Bestandsmitgliedern. 

Für U.S. Buchart, Gründungsmitglied des Dresdner SALOON, war schon nach der ersten Begegnung mit Susan Donath klar, dass hier ein echter künstlerischer Austausch her muss. Le voilà – da ist her: Beim WILLKOMMEN lassen  die beiden  Zeichnung, Foto und Film  aus ihrem Repertoire miteinander sprechen und verhandeln dabei, so ihr erklärter Wunsch,  den Aufstieg und Fall von Symbolen neu.

Henning Haupt, der an der TU Dresden eine Professur für Gestaltungslehre innehat, untersucht, so formuliert er es selbst, “die Produktion von Malerei und Raum”. Seinem raumgreifenden “Grid”, einer im Gitter angeordneten Installation von Ölmalerei auf Papier, lässt er auf formaler Ebene zehn zum Grid angeordnete Monitore seiner Tandem-Doppelpartner Heinz Schmöller und Lucas Oertel antworten. Letztere werfen im Gespann als “Praxis für alternative Handlungen” Fragen danach auf, was in und mit der Natur passiert.

Die Keramikerin Susanne Petzold schöpft aus dem Material von Mutter Erde  und baut in Porzellan, teils von Hand , teils  dreht sie an der Scheibe, Objekte und Installationen für die sie sich von Musik antreiben lässt. Mit Heike Berl, die  am liebsten Papier schöpft und gestaltet, teilt sie die Vorliebe für Musik und das Experiment mit Materialien, die den Wunsch wecken berührt zu werden.

23.05. – 20.06.2024
WILLKOMMEN! Neue Besen – alte Hasen

Neue Mitglieder im Tandem mit einem Bestandsmitglied:

U.S. Buchart mit Susan Donath
Henning Haupt mit der Praxis für alternative Handlungen
Susanne Petzold mit Heike Berl

Di und Do, 9 – 13 und 14 – 17 Uhr, Geschäftsstelle Künstlerbund

WILLKOMMEN: 23.05., 18 Uhr
Es begrüßen die Vorstandsmitglieder Regine Bartholdt und Jens Küster.

©Henning Haupt, 19175 Blue Green Grid, Öl auf Papier, 2022

über.brücken | Die Kooperationsausstellung mit dem Heidelberger Forum für Kunst

Wenn Menschen ihren Wohnort wechseln,  ergeben sich neue Verbindungen: Heidelberger Künstler:nnen zogen nach Dresden, Dresdner nach Heidelberg.  Schnell war die Idee geboren,  diesem Brückenschlag eine Ausstellung zu widmen. Am 17. Mai ist Vernissage in Heidelberg.

Der Bildertransport ist organisiert, für manche auch schon die Reise, und wer weiß – vielleicht gibt es ja noch spontan Entschlossene, die sich ebenfalls auf den Weg den Heidelberg machen wollen.

Die Kooperationsausstellung “über.brücken” findet jetzt zunächst vom 18.05. bis zum 23.06. in Heidelberger Forum für Kunst statt. Das ist in der Heidelberger Altstadt. Wer also sein Herz dort verlieren will oder aber schlichtweg Kunst schauen,  darf sich jetzt freuen.

Zur Eröffnung nimmt die Künstlerinnengruppe HKE3 auch die in beiden Städten gegenwärtigen Gegensätze zwischen altstädtisch-touristischer Pracht und Trabantenstadt, zwischen Kunst und Kommerz spielerisch ins Visier und lädt die Besucher:innen zum Tausch von Kunst gegen Geld.

In einer Vielfalt medialer Ausdrucksweisen wird das Thema “über.brücken” dann für die Dauer der Ausstellung sowohl im Motiv der Brücke selbst wie auch inhaltlich “in überbrückbaren Daseinszuständen”, so die Veranstalter:innen, gewürdigt. Neben Zeichnung, Malerei, Druckgrafik, Fotografie sind auch Skulptur, Plastik, Installation und konzeptionelle Werke Gegenstand der Schau.

Das sind die Namen der Dresdner Künstler:innen, die in Heidelberg ausstellen:

Regine Bartholdt | Thomas Hellinger | HKE3 _ Susanne Hampe, Anke Ewers, Karen Kling | Angela Viola Knöckel-Reinöhl | Karen Koschnick | Janina Kracht | Katharina Lewonig | Jana Morgenstern |  Maja Nagel | Hans-Jürgen Reichelt | Sandra Rosenstiel | Pietro Sabatelli | Elise Schaller | Frank Schauseil | Matthias Schroller

Das sind die Namen der Heidelberger Künstler:innen, die mit den Dresdnern in Heidelberg ausstellen:

ADA MEE | Walter Ludwig Ebert | Gertrud Hildebrand | Marianne Kaerner | Markus Kaesler | Paul* M. Kästner |  Cholud Kassem | Jörg Kraus | Petra Lindenmeyer | Tai M. Lüdicke | Philine Maurus | Klaus Meyer | Jessen Oestergaard | Manfred Riederer | Vera Terodde |  Mario Urlaß |  Michael Utz |  Elke Weickelt | Felicitas Wiest-Prinzler | Werner Zeh

Im Juni 2025 wird die gleiche Ausstellung dann in Dresden, in der Villa Eschebach, gezeigt. Aus beiden Städten werden die Arbeiten von jeweils 15 Künstler:innen ausgestellt sein.

18.05. – 23.06.2024
Kooperationsausstellung
»über.brücken«

Künstlerbund Dresden &  BBK Heidelberg im Heidelberger Forum für Kunst

Eröffnung in Heidelberg:  Fr,  17.05.2024, 20 Uhr
 
Begrüßung:
 Gisela Hachmann-Ruch, 1. Vorsitzende des Heidelberger Forums für Kunst &
Torsten Rommel, Geschäftsführer des Künstlerbunds Dresden
 
Einführung:
Prof. Mario Urlaß, Vorsitzender des Heidelberger Forums für Kunst


FORUM FÜR KUNST
Heiliggeiststr.21
69117 Heidelberg

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
14 bis 18 Uhr

www.heidelberger-forum-fuer-kunst.de

© Jörg Kraus (Heidelberger Forum für Kunst), Bridge over troubled waters, 2020

Gemeinschaftsatelier gemeinsam konzipieren

Auf knapp 400 m² entsteht in Prohlis ein neuer Ort für die Bildende Kunst in Form eines Gemeinschaftsateliers. Der Eigentümer des Kaufparks Dresden stellt der Landeshauptstadt Dresden zum Zwecke der Kunst- und Kulturförderung für den Zeitraum von 10 Jahren eine Fläche im Stadthaus des Kaufparks Dresden (vormals Kaufpark Nickern) kaltmietfrei zur Verfügung. 

Ab 2025 entstehen auf  dieser Fläche zzgl. Nebenräumen mit Platz für Gemeinschaftsräume, Sanitäranlagen sowie Lagerfläche ein temporäres Gemeinschaftsatelier mit ausreichend Platz für künstlerische Arbeit sowie Raum für Austausch, Kooperation und gemeinsame Projekte.
In einer Zeit, in der kreative Räume knapp und wertvoll sind, markiert das „Gemeinschaftsatelier Prohlis“ einen Meilenstein und unterstreicht die Bedeutung von Kunst und Kultur in unserer Stadt.

Das auf zehn Jahre angelegte Projekt ist aber nicht nur eine Antwort auf die aktuelle schwierige Raumsituation, sondern auch eine strategische Investition in die Zukunft – nicht nur der Kultur- und Kreativwirtschaft. Durch die Schaffung neuer Arbeitsräume für Künstlerinnen und Künstler trägt die Verwaltung dazu bei, das kulturelle und kreative Ökosystem zu stärken und die Attraktivität Dresdens als Kulturstandort auszubauen.

“Wir freuen uns über das Engagement der Stadt, auf knapp 400m2 neuen Atelierraum für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Dresden schaffen zu wollen und sind gerne als Kooperationspartner dabei. Insbesondere die Einbindung der an einer Nutzung interessierten Akteure in die Entwicklungsphase des Gemeinschaftsateliers lässt das Entstehen eines spannenden, vernetzenden und neuartigen Produktionsort der Bildenden Kunst erwarten. Gleichzeitig kann dieser Prozess eine Schablone sein für die Realisierung weiterer Raumkonzepte, die wir in Dresden so dringend für die Kultur- und Kreativwirtschaft brauchen.”

Torsten Rommel, Geschäftsführung Künstlerbund Dresden e. V.

Das „Gemeinschaftsatelier Prohlis“ ist ein Ergebnis der Kooperation verschiedener Akteure, darunter der Stadtbezirk Prohlis, die Wirtschaftsförderung, der Künstlerbund Dresden sowie das Amt für Kultur und Denkmalschutz. Ihre gemeinsame Vision und Zusammenarbeit sind der Schlüssel für die Realisierung dieses Meilensteins im Sinne unserer Kulturentwicklungsplanung.

Künstler:innen konzipieren mit

Jetzt seid Ihr gefragt. Im Rahmen eines ersten Interessenbekundungsverfahrens können Künstlerinnen und Künstler ab sofort ihren konkreten Bedarf sowie ihre Ideen und Vorstellungen in die Konzeption des Ateliers einbringen. Wir freuen uns auf dure Beteiligung!

Weitere Informationen zum Projekt und zur Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren hier.

Kooperation Dresden/Heidelberg | über.brücken. | Die Jurys haben entschieden

über.brücken. lautet der Titel einer zwischen dem Künstlerbund Dresden und dem Heidelberger Forum für Kunst (BBK Heidelberg) geplanten Kooperationsausstellung.  

Inzwischen haben die beiden Jurys, bestehend aus Vorstandsmitgliedern des Künstlerbund Dresden und des BBK Heidelberg,  getagt und die Teilnehmenden für die beiden Ausstellungen ausgewählt.

Das sind die Namen der Dresdner Künstler:innen, die in Heidelberg ausstellen:

Regine Bartholdt | Thomas Hellinger | HKE3 _ Susanne Hampe, Anke Ewers, Karen Kling | Angela Viola Knöckel-Reinöhl | Karen Koschnick | Janina Kracht | Katharina Lewonig | Jana Morgenstern |  Maja Nagel | Hans-Jürgen Reichelt | Sandra Rosenstiel | Pietro Sabatelli | Elise Schaller | Frank Schauseil | Matthias Schroller

Das sind die Namen der Heidelberger Künstler:innen, die in Dresden ausstellen:

ADA MEE | Walter Ludwig Ebert | Gertrud Hildebrand | Marianne Kaerner | Markus Kaesler | Paul* M. Kästner |  Cholud Kassem | Jörg Kraus | Petra Lindenmeyer | Tai M. Lüdicke | Philine Maurus | Klaus Meyer | Jessen Oestergaard | Manfred Riederer | Vera Terodde |  Mario Urlaß |  Michael Utz |  Elke Weickelt | Felicitas Wiest-Prinzler | Werner Zeh

Das sind die Namen der Dresdner Künstler:innen, die in Dresden ausstellen; weil es dort mehr Ausstellungsfläche gibt:

Justus Bräutigam | Michael Freudenberg | Anna Ditscherlein | Antje Krohn | Anita Müller |Günter Schöttner | Ulrich F. Stanke

Die Ausschreibung richtete sich an die Mitglieder des Künstlerbund Dresden e.V. und des Heidelberger BBK (Forum für Kunst), unabhängig vom Sitz des Ateliers.

Insgesamt haben sich knapp 60 Künstler:innen aus Dresden und Heidelberg auf eine Teilnahme beworben. Wir freuen uns sehr über das große Interesse an dem Ausstellungsvorhaben und vor allem auf die Umsetzung!

 

Wir stehen alle im selben Fluss

 Ina Weise ist mit dem diesjährigen Förderpreise Bildende Kunst der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet. Erst letztes Jahr war sie als erste Reisestipendiatin in der Republik Kongo. Wir sprachen mit ihr über die Kunstszene dort und über ihren Platz innerhalb von Dresdens Kunst- und Kulturszene.

Künstlerbund Dresden: Erst einmal herzlichen Glückwunsch unsererseits zum Erhalt des Förderpreises Bildende Kunst 2024, liebe Ina. Wir haben von dir zum Neuen Jahr Glückwünsche in Form einer Karte bekommen, auf der sieht man dich, bzw. eigentlich sieht man dich nicht wirklich. Denn du bist verhangen von einer Maske aus …

Ina Weise: … aus der Frucht der Ölpalme. Im September letzten Jahres war ich für einen Monat im Rahmen der Städtepartnerschaft in Brazzaville, in der Republik Kongo und durfte dort in dem Kulturzentrum Les Ateliers Sahm leben. Bei einem Marktbesuch hielt ich diese Frucht in der Hand, deren Öl in fast jedem dritten Produkt enthalten ist, das wir hier im Supermarkt kaufen, und deren Anbau auch viele negative Folgen nach sich zieht. Ich selber habe mir noch nie einen Kopf darum gemacht, wie die Pflanze aussieht. Das war Ausgangspunkt für die Entstehung dieses Kopfbehangs. Eine ganze Fotoreihe ist dabei entstanden.

KBD: Du kommst tatsächlich vom Textildesign her. So ein bisschen guckt das aus dieser Arbeit für mich raus.

IW: Die Masse der Früchte bekommt etwas Textiles, das stimmt. Der Gedanke ist spannend. Ja, ich habe erst Textildesign studiert und danach auch ein Jahr in einem ähnlichen Bereich gearbeitet, um festzustellen, das ist nicht meins. Wie im Modedesign ist da immer dieser kommerzielle Druck. Ich habe dann ein Masterstudium “Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien” an der Bauhaus-Universität in Weimar angeschlossen, und oft war da die Frage, wie kann ich diese beiden Studienrichtungen in meiner Arbeit verbinden. Per Zufall gibt es hier solch eine Verknüpfung von Kunst und Design.

KBD: Zurück nochmal zur Republik Kongo: Wie sieht die Kunstszene dort aus?

IW: Es gibt dort keine Ausbildungsstätte für Bildende Kunst. Die Szene ist dadurch sehr klein, allerdings auch sehr jung. Außerdem stark von Tanz- und Performance geprägt. Die Malerei ist sehr realistisch, manchmal auch etwas surrealistisch aufgeladen und es gibt keinen Kunstmarkt. Das bedeutet, Künstler:innen werden vor allem im Rahmen von Festivals wahrgenommen. 

KBD: Dir ist dagegen gelungen, in deiner Heimatstadt Dresden sehr schnell im öffentlichen Raum sichtbar zu werden. Kannst du uns ein bisschen näherbringen, was wir von dir sehen?

IW: Meine Arbeitsweise ist oft temporär. Zum diesjährigen Jahrestag des Gedenkens an die Kriegszerstörungen habe ich beispielsweise im Rahmen der Banneraktion von WOD gemeinsam mit Alegra Nicka aus Brazzaville ein Bild installiert, das sich mit unserer Perspektive auf eine Zukunft geprägt von Extremwetterereignissen, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, Artensterben und Zerstörung durch Kriege beschäftigt.

Am meisten Aufmerksamkeit hat sicherlich meine Arbeit „NEE NEE NEE“ erhalten. Das sind Leuchtbuchstaben von einem ehemaligen DDR Dienstleistungszentrum, die das Netzwerk Ostmodern gerettet hat und die bislang in Kisten im Keller oder unter den Betten der Mitglieder lagerten. Wir haben sie in Kooperation mit dem Kunsthaus Dresden auf der robotron-Kantine installiert.

KBD: Das ist dann auch eine Aussage: Nicht überall weg mit der Ostmoderne. Oder?

IW: Genau. Im Jahr des 100. Geburtstags von Joseph Beuys war es außerdem eine Reminiszenz an seine populäre Soundarbeit. Aber natürlich geht es auch um die Diskussion um die robotron-Kantine und ihre zukünftige Nutzung, um den Abriss der Ostmoderne und die Verschwendung von Ressourcen, die auch einiges Kopfschütteln verursachen.

KBD: Auch in einer anderen deiner Arbeiten setzt du dich unter dem Titel „Neue Heimat“ explizit mit dieser Thematik auseinander. Wie ist dein Verhältnis zu deiner Geburtsstadt Dresden?

IW: Es waren außerdem vier der Waben vom alten Centrum Warenhaus in meinem Atelier gelandet, und wir haben dann den Kurzschluss zwischen historisiertem, rekonstruiertem Neumarkt und dem Abbau der Ostmoderne hergestellt. Für die Absurditäten braucht es manchmal einen Blick von außen. Deshalb bin ich froh, immer wieder, wie auch für die „NEUE HEIMAT“ mit Marcus Große zusammenzuarbeiten, der in Potsdam lebt.

Außerdem war ich selbst viel unterwegs, habe außer meinen Studienorten in Schneeberg und Weimar auch eine Zeitlang in den USA und an anderen Orten im Ausland studiert. Jetzt sind es die Residencies, die mich immer mal wieder rausbringen. Gleichzeitig finde ich es immer sehr schön zurückzukommen. Hier bin ich verwurzelt. Hier erhalte ich auch das Gefühl, gesehen zu werden, auch ohne den bekanntesten Namen zu haben. Gleichzeitig kommt man sehr schnell mit den Stakeholdern und den Akteur:innen von städtebaulichen Themen in Kontakt. Es ist nicht notwendig, lange zu recherchieren. Alles liegt schon da, bereit darauf einzugehen und zu reagieren. Das ist eine schöne Chance.

KBD: In Dresden bist du zudem in vielen Netzwerken Zuhause.

IW: Es gibt in Dresden wahnsinnig viele Aktive, die sich gemeinsam in Off-Spaces, und Ateliergemeinschaften nicht nur für sich, sondern gleichzeitig auch für die Freie Szene insgesamt engagieren. Tatsächlich geht es schnell, hier reinzukommen und Teil dieser Netzwerke zu werden.

Seit vorletztem Jahr bin ich Aufsichtsrätin für Bildende Kunst im Branchenverband der Kreativwirtschaft „Wir gestalten Dresden“ und nutze dieses Vernetzungswerkzeug auch gern, um auf die Belange der vielen freischaffenden bildenden Künstler:innen aufmerksam zu machen, quasi als eine Vertreterin zu fungieren. Es fiel mir anfangs schwer, mich so zu sehen, ich wachse aber zunehmend rein in diese Rolle. Außerdem bin ich schon seit 2015 Mitglied im Konglomerat e.V., wenn auch gerade nicht sehr aktiv. Und ich bin in einer kleinen

Initiative, die Projekte in Rumänien unterstützt. Im Ehrenamt komme ich auch aus meiner Bubble heraus – es reicht derzeit nicht aus, sich im Freundeskreis gegenseitig zu bestätigen.

KBD: Gibt es für dich Ideen, wo du als nächstes ansetzen willst?

IW: Gerade plane ich zusammen mit dem Künstler Martin Schepers eine Ausstellung im Kunstraum Tosterglope, in Niedersachsen an der Elbe. Wir beschäftigen uns mit dem riesigen Thema Wasser und nähern uns dem Ganzen aus verschiedenen Perspektiven. Er war in Chile, ich in der Republik Kongo, und unsere Eindrücke von dort wollen wir da zusammenbringen.

Das Thema Wasser und Flüsse, die austrocknen – hier will ich auch insgesamt künstlerisch weiterarbeiten. Natürlich hat das auch etwas mit Dresden zu tun. Wir betrachten Wasser dabei nicht nur als Ressource, sondern mit dem Wasser verbinden sich auch viele Mythen und Rituale, eine Verbundenheit. Wir sitzen alle im selben Boot. Oder wie von einem Freund neulich viel passender formuliert: Wir stehen alle im selben Fluss.

Interview und Foto: Christine Gruler