Moussa Mbarek: Sprache der Hände – Das Warten auf Leben

Im Rahmen der Interkulturellen Tage präsentieren wir Arbeiten von Moussa Mbarek.

Welche Freiheit hat die Kunst zwischen Religion und Politik? Welchen Einfluss hat die Kunst auf die Politik? Welchen Beitrag kann Kunst im politischen Diskurs leisten?

Moussa Mbareks Werke beschäftigen sich mit der kulturellen Vielfalt seines Volkes und dem politischen Genozid an den Tuareg. Ein nomadisches Volk, welches sich seit tausenden Jahren in der Sahara bewegt und heute in Mali, Niger, Algerien und Libyen beheimatet ist.

Außerdem sind seine Werke Ausdruck eines von politischer Diskriminierung, persönlicher Ausgrenzung und Verfolgung geprägten Lebens. Dieses ausweglose Leben und die Verschärfung der politischen Verhältnisse in seiner Heimat Libyen haben Moussa Mbarek vor fünf Jahren zur Flucht gezwungen.

Auch diese Erfahrungen spiegeln seine Bilder wieder. Der Kampf um die Anerkennung seiner Rechte als Staatenloser begleitet ihn bis zum heutigen Tag.

Eröffnung am 1. Oktober 2021 um 18 Uhr
Ausstellung vom 2.10. bis 22.11.2021

Vorbehaltlich der geltenden Corona-Bestimmungen ist dienstags und donnerstags von 9:30 – 13 und 14 – 17 Uhr sowie zu den „offenen ateliers dresden“ am 21.11. von 10 – 18 Uhr geöffnet.

Auf Grund der aktuellen Coronaverordnung wird die Ausstellung als 3G Veranstaltung stattfinden. Halten sie daher einen entsprechenden Nachweis bereit. Zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung kann die Corona-Warn-App genutzt werden. Alternativ kann die Erfassung auch analog erfolgen.

WILLKOMMEN – Zu Zweit

WOOF von Lisa Pahlke und Matthias Lehmann
Am 10.8. um 18 Uhr eröffneten wir unsere Ausstellung mit neuen Mitgliedern in einem nigelnagelneuen Format:

Fünf frisch in den Künstlerbund aufgenommene Kolleg:innen haben sich je ein Bestandsmitglied und beide gemeinsam dann Werke ausgesucht, mit denen sie sich zusammen vorstellen. Bis zum 21.9. sind nun Arbeiten folgender Künstler:innen ausgestellt:

Brian Curling + Ines Beyer
Eleonora Nanu + Ulrike Mundt
Lisa Pahlke + Matthias Lehmann
Doris Titze + Jens Küster

Moritz Jason Wippermann + Jörn Diederichs

 

Herausgekommen sind spannende Paarungen und – auf dem Foto zu sehen – sogar eine Gemeinschaftsarbeit!

Die Installation “WOOF” von Lisa Pahlke und Matthias Lehmann  ist anlässlich unserer Ausstellung entstanden.

Entwicklung von Exponaten zum Thema KI

Zusammen mit FSD – Fahrzeugsystemdaten GmbH Dresden schreibt der Künstlerbund Dresden die Entwicklung von Exponaten gemeinsam mit Mitarbeiter:innen der Firma aus, die sich mit dem Thema der Künstlichen Intelligenz (KI) beschäftigen.
Beteiligen können sich Mitglieder des Künstlerbundes Dresden und Künstler:innen, die über eine Arbeitsmöglichkeit für mehrere Personen im Großraum Dresden verfügen.
Die vollständige Ausschreibung findet sich hier.

Diskussionsrunde zu (Arbeits-)Bedingungen Bildender Künstler:innen

Wie sehen gute Arbeits- und Lebensbedingungen für freischaffende Künstler*innen aus? Welche Handlungsmöglichkeiten hat die Politik, um die Ist-Situation zu verbessern? Wie muss Kulturförderung weiterentwickelt werden? Was muss bei den Regelungen zu sozialen Absicherungsmöglichkeiten und der Arbeitslosenversicherung geändert werden, damit auch Künstler*innen fair daran partizipieren können? Was kann die Gesellschaft aus Modellen künstlerischer Arbeit lernen?

Darüber diskutieren am 28.7. von 19:30 – 21:30 Uhr in der Blauen Fabrik (Eisenbahnstr. 1, 01097 Dresden):

– Cindy Hammer, Tänzerin und Choreografin, go plastic company
– Christian Rätsch, Bildender Künstler, Vorsitzender des Künstlerbundes Dresden e.V.
– Milko Kersten, Dirigent, Präsident des Sächsischen Musikrates
– Erhard Grundl, kulturpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Bundestagsfraktion
Die Moderation hat Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion, Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Hochschule, Medien, Kultur und Tourismus inne.

8. KÜNSTLERMESSE DRESDEN – Jetzt bewerben!

Ab sofort können sich professionelle Bildende Künstler:innen und Galerien von Produzent:innen mit nachgewiesenem Dresden-Bezug (Wohn- oder Studienort, Standort),  Mitglieder des Künstelrbundes Dresden für die vom 11. – 13.3. 2022 stattfindende  8. KÜNSTLERMESSE DRESDEN im Deutschen Hygiene-Museum bewerben.  Die Bewerbungsunterlagen finden sich hier (Teilnahmebedingungen) und hier (Bewerbungsbogen) sowie auf der homepage der KÜNSTLERMESSE.

Mitglied sucht ehrenamtliche Unterstützung bei Projektidee

Unser Mitglied Margarita Kaiser hat uns die Projektidee einer „Straßengalerie“ Bildender zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum vorgestellt. Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zur Kunst im öffentlichen Raum zu liefern, Kunstschaffende durch Sichtbarkeit zu würdigen, den Betrachtenden ein besonderes Erlebnis zu schenken und den öffentlichen Raum mit Bildender zeitgenössischer Kunst attraktiver zu gestalten und aufzuwerten.
Die Vision der Projektskizze wurde im Vorstand als grundsätzlich positiv angesehen. Für ein weiteres Verfolgen und auch für eine mögliche Unterstützung bei der Gewinnung zusätzlicher notwendiger Partner:innen und Fördernder für die Umsetzung, muss die Projektidee jedoch in ein tragfähiges Konzept angepasst und verfeinert werden.

Die Kollegin sucht vor diesem Hintergrund Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die auf ehrenamtlicher Basis gerne an der Ausarbeitung eines vollumfänglichen Konzeptes für die Umsetzung einer „Straßengalerie“ mitarbeiten möchten. Eine Vorstellung der Projekt-Idee finden Sie hier:

https://www.kuenstlerbund-dresden.de/wp-content/uploads/2021/04/Strassengalerie_MKaiser.pdf

Das Dokument kann auch in der Geschäftsstelle abgeholt werden, aufgrund der Pandemie kann aber nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich gerne bei Frau Kaiser telefonisch oder per Mail melden: Telefon: 0351 – 3100 952; E-Mail: m.r.kaiser@gmx.net

Die neue „Leitlinie Ausstellungsvergütung“ ist verfügbar

Der Bundesverband Bildende Künstlerinnen und Künstler hat  eine Aktualisierung der Leitlinie Ausstellungsvergütung erarbeitet. Diese ist seit Anfang Februar 2021 verfügbar. Sie bietet für Künstler*innen eine Verhandlungsgrundlage und weist Veranstalter*innen und Institutionen den Weg zur angemessenen Vergütung der Leistungen von Künstler*innen im Zusammenhang mit Ausstellungen. Sie definiert Anwendungsbereich und Kriterien und bietet Musterberechnungen und einen Mustervertrag.

Bildende Künstler*innen sind überdurchschnittlich qualifiziert. Im Schnitt absolvieren etwa 80 Prozent ein Studium an einer Kunstakademie oder Fachhochschule. Im Jahr 2019 lag das Jahreseinkommen bei 60 % der Bildenden Künstler*innen unter 5.000 Euro und weitere 35% verdienten immer noch weniger als 20.000 Euro. Das ist zu wenig. Un- und unterbezahlte künstlerische Leistungen sollten der Vergangenheit angehören!

Die Folgen der Corona-Pandemie haben noch deutlicher gemacht, wie dramatisch es um die Einkommenssituation Bildender Künstler*innen bestellt ist: Künstlerische Einkommen müssen Teil des Kunstbetriebes werden und nachhaltig gesichert werden. Eigentlich schon seit vielen Jahren, aber spätestens jetzt muss kontinuierlich und gemeinsam auf allen Ebenen – in Bund, Ländern und Kommunen – die angemessene Vergütung künstlerischer Leistungen thematisiert werden und beispielsweise eine Bindung von Fördermittelvergaben an eine leistungsgerechte Bezahlung folgerichtig.

Die Leitlinie Ausstellungsvergütung gibt es sowohl in gedruckter Fassung als auch hier zum Download. Eine gedruckte Version wird allem BBK-Mitgliedern automatisch zugesandt. (tr)

Mitglieder stellen sich vor

Anlässlich unseres 30jährigen Jubiläums im Jahr 2020 haben uns einige unserer Mitglieder etwas ganz Besonderes geschenkt:

ihre Zeit und Offenheit. Indem sie Sophie Lindner und Irène Mélix Antworten auf die Fragen, warum sie im Künstlerbund Dresden sind und was für sie der Beruf Bildende*r Künstler*in bedeutet gaben, ermöglichten sie uns und allen Interessierten Einblicke in ihre Vorstellungen, Ideen, Visionen und Herangehensweisen.

Aus den Interviews entstand auch ein Film, der etwa in der Ausstellung “30 Jahre – 60 Perspektiven” zu sehen war, die bis September 2020 in der Städtischen Galerie präsentiert wurde.

Jedes der Interviews kann hier gesehen und gehört werden.

 

Sie haben eine ganz persönliche Erinnerung an Ihre Zeit mit dem Künstlerbund? Teilen Sie sie gerne auf Instagram unter dem Hashtag #30jahreKBD

Bemühungen um die Unterstützung Erziehender

Seit Dezember 2019 bemüht sich eine engagierte Gruppe innerhalb des Künstlerbundes Dresden um die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern mit Kindern, die Stipendien in Anspruch nehmen.
Auslöser war die offensichtliche Benachteiligung genau jener Künstler*innen seitens der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen:
Die Möglichkeit einer Mitnahme von Kindern während des Stipendienaufenthaltes wurde in den Ausschreibungen für die Villa Massimo in Rom sowie den anderen Auslandsstipendien ausgeschlossen.
Derartige Formulierungen wurden auf Nachfrage der Arbeitsgruppe gestrichen, jedoch bestehen nach wie vor große Hürden bei der Bewerbung um ein Aufenthaltsstipendium bei der Kulturstiftung sowie der Stadt Dresden um ein Reisestipendium für Künstler*innen mit Kindern.

“Gespräche mit anderen Künstlerinnen und Künstlern förderten in der Folge immer mehr zutage, dass einige sich nicht bewerben – aufgrund fehlender Informationen zu Unterkünften, Betreuung und Zuschuss bei den ausschreibenden Institutionen. Es entsteht der Eindruck, dass Kinder bei Reise- bzw. Auslandsstipendien nicht mitgenommen werden können, sofern nicht explizit darauf hingewiesen wird.
Daher bemüht sich die Arbeitsgruppe im KBD – die sehr gern noch weitere AG-Mitglieder in ihrer Mitte begrüßen würde –  parallel um verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung von Betreuungen. Dabei ist und war sie u.a. im Gespräch mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz und mit der Dresdner Gleichstellungsbeauftragen.
Ebenfalls auf dem Plan stehen Kontakte zu Initiativen, die sich der besseren und gerechteren Förderung von Erziehenden Künstler*innen verschrieben haben. Dazu gehört etwa “kunst+Kind berlin”.

Diese hat aktuell einen Vorschlagskatalog erarbeitet, der sich auf die Stipendienvergabe der Stiftung Kunstfonds bezieht und der hier nachfolgend publiziert sein soll.

Vorschläge der Künstler*inneninitiative “kunst+kind berlin” für einen Reform von Vergaberichtlinien und Gremien der Stiftung Kunstfonds Bonn.

  1.  Grundsätzlich und allgemein fordern wir eine Quotenregelung zur Vermeidung des Gender Pay Gaps und des Gender Support Gaps.
  2.  Wir fordern außerdem eine Förderstruktur, die nicht „Exzellenz“förderung ist (was und wer ist „exzellent“?), sondern Breitenförderung. Das heißt, dass grundsätzlich
    1.  jene, die einmal ein Stipendium der SK bekommen haben, von weiteren Bewerbungen ausgeschlossen sind.
    2.  dass alle Sparten gefördert werden und nicht nur die „trendigen“ Medien wie Film, Video, Intervention, etc.
    3.  dass alle Regionen Deutschlands Beachtung finden und die Geförderten nicht vorrangig in Berlin gemeldet sind.
    4.  dass bisher benachteiligte Gruppen, darunter auch Künstlerinnen mit Sorgepflichten und entsprechend „löchrigen“ Lebensläufen, besondere Beachtung finden. Kinder zu haben (vor allem mehrere) oder alleinerziehend zu sein, ist zwar kein Garant für Kontinuität in der künstlerischen Produktion und Ausstellungstätigkeit, aber auch kein Ausschlusskriterium für das Kriterium der „gesamtstaatlichen“ Bedeutung. Da die SK bislang aber gerade jene förderte, die lückenlose Ausstellungs- und Förderbiografien haben sind, entsteht der Eindruck einer diskriminierenden Vergabepraxis.
    5.  dass all jene Bewerber*innen, die einen Professor*innentitel führen oder eine akademische Festanstellung haben, nicht zur Bewerbung zugelassen sind.

Was die Zusammensetzung der Gremien betrifft (auch des Vorstands der SK selbst!), fordern wir,

  1.  dass die Jurymitglieder ebenfalls alle Regionen und Sparten abdecken – dies ist insbesondere dann leicht zu verwirklich, wenn, wie geschehen, per Zoom konferiert wird.
  2.  dass die Lebenspartner*innen von Jurymitgliedern von Förderungen ausgeschlossen sind und
  3.  dass Jurys und SK-Vorstand selbst nicht aus immer neuen Spielarten eines „Clubs“ zusammengesetzt sind. Da die Jurymitglieder neben Prestigegewinn auch hochdotiert sind (Tagessatz 500.-€) entsteht so der Eindruck mafiöser Strukturen. Diese Machtfülle und Selbstreferenz ist einer von Steuergeldern finanzierten, bundesdeutschen Einrichtung unwürdig.

Aus all diesem ergibt sich

  • mehr Breitenförderungen statt (anachronistischer) Exzellenzförderung
  • Verringerung des Gender Gaps und der Benachteiligung von bestimmten Personengruppen. Eliten bildet der kommerzielle Kunstmarkt selbst – eine mit Steuergeld agierende Stiftung eines demokratischen Staates sollte diese Entwicklung nicht unterstützen, sondern korrigieren!
  • Förderungen für bislang marginalisierte Personengruppen, darunter Künstler*innen (Männer und Frauen) mit Sorgeverpflichtungen (z.B. Präsenz-Vor-Ort-Stipendien wie in NRW, Wiedereinstiegsförderung nach der Familienphase bzw. längerfristige Atelierförderungen oder andere Vergünstigungen für Alleinerziehende).

www.kunstundkind.berlin