Aktuelle Ausschreibungen

Antragsstart 2027: Digitale Beratungsstunden zu Stipendien der Kulturstiftung
Am 15. Mai 2026 startet die Antragsphase für die Stipendien in 2027. Ausgeschrieben werden Arbeits-, Residenz- und Reisestipendien. Im Rahmen der Residenzstipendien wird in diesem Jahr wieder ein Stipendium am ISCP in New York, USA vergeben. Neu ist außerdem die Kooperation mit der Stiftung OP ENHEIM in Wrocław, Polen. Für die Max Uhlig Reisestipendien können sich auch Künstler-Duos bewerben.

Die Kulturstiftung bietet zur Stipendienförderung im Mai und Juni vier digitale Beratungsstunden an. Die Veranstaltungen richten sich an Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende, die zur Antragsfrist am 1. Juli 2026 einen Antrag einreichen möchten.

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KDFS | Jetzt Förderung für Gastspiele 2026 beantragen!
In der Gastspielförderung stehen für das laufende Jahr noch Mittel zur Verfügung. Gefördert werden Gastspiele freier Tanz- und Theatergruppen sowie aus dem Bereich der Bildenden Kunst inner- und außerhalb Sachsens. Dazu zählen Ausstellungen, Installationen, Performances, Film- oder Videopräsentationen sowie Tanz- und Theaterproduktionen. Anträge müssen mindestens einen Monat vor dem jeweiligen Gastspiel vorliegen.

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Kommunale Kulturförderung | Kleinprojekteförderung
Die Stadt Dresden unterstützt im Rahmen der Kleinprojekteförderung Vorhaben mit überwiegend kulturellem bzw. künstlerischem Charakter. Zur Frist am 1. Juni können bis zu 2.500 Euro Förderung für Projekte im zweiten Quartal des laufenden Jahres beantragt werden.

Bewerbungsfrist: 01. Juni 2026

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Ostdeutsche Sparkassenstiftung| Projektförderung 
Gemeinnützig anerkannte juristische Personen und natürliche Personen mit Geschäftssitz bzw. Wohnsitz in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt können bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Förderung für Kunst- und Kulturprojekte beantragen. Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Literatur, Theater und Denkmalpflege. Das Projekt muss der regional zuständigen Sparkasse vor Antragstellung vorgestellt werden. Die Antragstellung erfolgt über ein Online-Formular.

Bewerbungsfrist: 10. Juli 2026

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STIFTUNG KUNSTFONDS : KUNSTFONDS_Werkverzeichnung
Bildende Künstler:innen, Künstler:innen-Duos und deren Rechtsnachfolger:innen können sich noch bis Ende Mai 2026 um eine Förderung zur Erstellung einer digitalen Werkverzeichnung bewerben.

Das Förderprogramm KUNSTFONDS_Werkverzeichnung fördert die digitale Dokumentation künstlerischer Lebenswerke, die von überregionaler Bedeutung und hoher künstlerischer Relevanz sind. Dabei sind alle Maßnahmen förderfähig, die zur Umsetzung der Werkverzeichnung erforderlich sind.

Bewerbungsfrist: 31.5.2026 (24 Uhr)

Die beantragte Fördersumme muss mind. 10.000 Euro und max. 30.000 Euro bei einem Eigenanteil von 10 Prozent betragen.

Die digitale Verzeichnung erfolgt in einem von der Stiftung Kunstfonds zur Verfügung gestelltem Erfassungsprogramm. Einen ersten Einblick in das Erfassungsprogramm erhalten Sie hier.

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DIAF | Ausschreibung Artist in Residence
Das Deutsches Institut für Animationsfilm (DIAF) schreibt für den Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober 2026 ein „Artist in Residence“-Projektstipendium aus. Es ermöglicht einen Recherche- und Arbeitsaufenthalt zur Umsetzung eines künstlerischen Vorhabens im Bereich des Animationsfilms. Die Ausschreibung richtet sich an aufstrebende, qualifizierte Künstlerinnen und Künstler aus dem deutschsprachigen Raum mit einem Schwerpunkt im künstlerischen Animationsfilm. Ziel ist es, kreative Entwicklungsprozesse zu fördern und Raum für innovative Projekte zu schaffen.

Frist: 30. April 2026

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Kulturstiftung des Bundes stellt 16 Millionen Euro für kulturelle Zukunftsvorhaben und lokales Engagement bereit

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat neue Förderungen aus dem Etat der Stiftung bewilligt: Sie stellt für die nächsten Jahre bundesweit 16 Millionen Euro zur Verfügung, damit Kultureinrichtungen in großen und kleinen Städten sowie ländlichen Räumen sich mit Zukunftskonzepten anders aufstellen, das soziale Miteinander stärken oder sich für neue Publikumsgruppen öffnen können.

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Degussa und Monopol | Young Generation Art Award 2027
Das Unternehmen Degussa schreibt gemeinsam mit dem Magazin Monopol – Magazin für Kunst und Leben einen internationalen Kunstpreis aus: den Young Generation Art Award.

Der Preis richtet sich an „Emerging Artists“ am Anfang ihrer Karriere. Ziel ist es, vielversprechende Künstlerinnen und Künstler auf ihrem Weg in die Kunstwelt zu begleiten, Talente zu fördern und die Öffentlichkeit für aktuelles Kunstschaffen zu sensibilisieren.

Fünf Künstler werden für die Shortlist des Preises nominiert, im Monopol-Kunstmagazin vorgestellt und zu einer Ausstellung eingeladen. Aus dieser Shortlist wählt eine Expertenjury die Preisträgerin oder den Preisträger.

Frist:  31. Mai 2026

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ÜBERSICHT: AUSSCHREIBUNGEN, STIPENDIEN, FÖRDERUNG UND PREISE

Hier findest du eine strukturierte Linkliste zu Ausschreibungen, Stipendien, Förderungen und Preisen – mit wichtigen Anlaufstellen im deutschsprachigen Raum und international:

 

AUSSCHREIBUNGEN

BUNDESEBene

Kultur macht stark | Wir können Kunst 
Gefördert werden Kunstprojekte lokaler Bündnisse mit Projektbeginn ab Mitte Juli 2026, die von professionellen Bildenden Künstlerinnen und Künstlern für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 18 durchgeführt werden, deren Bildungschancen eingeschränkt sind.

Bewerbungsfrist: 28. Februar 2027

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Kulturstiftung des Bundes |  LOKAL – Programm für Kultur und Engagement
Das Modellprogramm LOKAL – Programm für Kultur und Engagement fördert bundesweit den Aufbau von langfristig angelegten Netzwerken in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnern. Pro Projekt stehen bis zu 240.000 Euro für vier Jahre zur Verfügung. Das Gesamtprogramm wird in den Jahren 2024 bis 2031 von der Kulturstiftung des Bundes, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der European Cultural Foundation durchgeführt. Gefördert werden können zeitgenössische Kunstproduktion, Personal, Begegnungsformate sowie Vermittlung. Digitale Antragsberatungen finden bis März 2026 einmal monatlich statt.

Bewerbungsfrist: 31. März 2026

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Land SACHSEN


KFDS | Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert seit 1993 Kunst- und Kulturprojekte, vergibt Stipendien und kauft zeitgenössische Kunst an. Ihre Arbeit dient der freien Entfaltung von Kunst und Kultur im Freistaat Sachsen. Sie unterstützt die Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen und fördert den künstlerischen Nachwuchs. Sie engagiert sich für die nachhaltige Vermittlung von Kunst und Kultur, die Pflege des kulturellen Erbes und die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit.

www.kdfs.de

KDFS | Projektförderung 
Mit der Projektförderung werden überregional bedeutsame Kunst- und Kulturprojekte im Freistaat Sachsen in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Film, Literatur, Soziokultur, Industriekultur sowie spartenübergreifende Vorhaben gefördert. In der Sparte Bildende Kunst werden insbesondere Projekte des zeitgenössischen Kunstschaffens einschließlich Dokumentationen und Publikationen, Ausstellungen und Wettbewerbe gefördert.

Die Antragsstellung erfolgt über ein Online-Formular. Ausführliche Informationen zu den Antragsbedingungen, der Förderrichtlinie und den notwendigen Dokumenten gibt es hier.

Antragstellung: 1. März und 1. September 

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KOMMUNALE FÖRDERUNG

 

Kommunale Kulturförderung | Kleinprojekteförderung
Die Stadt Dresden  hat die bisherige Kleinprojekteförderung in die Projektförderung integriert. Projekte bis zu einer beantragten Summe von 2.500 Euro sind Kleinprojekte und können zu vier Terminen im Jahr beantragt werden.

Bewerbungsfrist:  1. Dezember für Kleinprojekte des I. Quartals des Folgejahres, 1. März für Projekte des II. Quartals des laufenden Jahres, 1. Juni für Projekte des III. Quartals des laufenden Jahres,  1. September für Projekte des IV. Quartals des laufenden Jahres

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Kommunale Kulturförderung | Projektförderung
Ab sofort können Anträge auf Projektförderung für das zweite Halbjahr 2026 gestellt werden. Im Rahmen der Projektförderung werden bedeutsame Kunst- und Kulturprojekte in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Film und Medienkultur, Literatur, Soziokultur, Interkulturelle Arbeit, Erinnerungskultur/Regionalgeschichte, kulturelle Bildung sowie interdisziplinäre Vorhaben gefördert.

Bewerbungsfrist: 1. März für Projekte des III. und IV. Quartals des laufenden Jahres

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Kommunale Kulturförderung | Förderung von Um- und Ausbau von Atelier-, Arbeits- und Probenräumen
Durch die Förderung des Um- und Ausbaus von Atelier-, Arbeits- und Probenräumen soll ein aktiver Beitrag zur Pflege der Kultur in der Landeshauptstadt Dresden geleistet werden. Sie verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für freischaffende Künstlerinnen und Künstler zu erreichen. Förderfähig sind Um- und Ausbaumaßnahmen zur Schaffung von Atelier-, Arbeits- und Probenräumen aus bisher anderweitig genutztem Raum sowie die Erweiterung oder Verbesserung der Nutzbarkeit eines vorhandenen Atelier-, Arbeits- oder Probenraumes.

Antragsfrist: 1. März 2026

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Internationaler Koproduktionsfonds
Internationale Koproduktionen sind ein Beispiel für partnerschaftliche und dialogische Zusammenarbeit. Das Goethe-Institut fördert kollaborative Arbeitsprozesse und innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch. Gefördert werden professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles und Initiativen im Ausland und in Deutschland aus dem Bereich Darstellende Künste (Musik, Theater, Tanz, Performance), die nachweislich nicht über ausreichende Mittel verfügen, um eine internationale Koproduktion zu verwirklichen. Eine gemeinsame künstlerische Entwicklung des Projektes zwischen den Koproduktionspartnern ist unabdingbar. Neben reinen Musik-, Tanz- oder Theaterproduktionen sind interdisziplinäre, hybride Vorhaben oder Projekte mit sinnvollem Einsatz digitaler Medien möglich.

Bewerbungsfrist: 1. April 2026

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Förderung durch die Deutsche Bank Stiftung
Die Deutsche Bank Stiftung stärkt gezielt die Potenziale junger Menschen und fördert innovative Bildungs- und Kulturprojekte. Sie eröffnet neue Erfahrungsräume, unterstützt den künstlerischen Nachwuchs und setzt sich für Integration sowie mehr Chancengerechtigkeit ein. Fördermittel vergibt sie an inländische gemeinnützige Organisationen und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Bewerbungen: ganzjährig

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offene ateliers dresden 2025 | Jetzt digital bewerben

Die offenen ateliers sind eines der festen und zentralen Formate des Künstlerbund Dresden. Jährlich einmal, jeweils am Sonntag vor dem Totensonntag im November, finden sie statt. Dieses Jahr ist das am

16. November 2025, von 10 bis 18 Uhr.

Wer Interesse hat sich zu beteiligen und das Motto Schauen, wo die Kunst entsteht mit eigenem Atelier-Leben zu füllen, kann sich bereits jetzt anmelden.

Das funktioniert ganz unkompliziert über die Plattform www.atelierverzeichnis.de.

Ausführliche Informationen dazu haben Mitglieder bereits in einem Extra-Newsletter offene ateliers erhalten. Nicht-Mitglieder melden sich gern an die Geschäftsstelle, sei es per Mail an berufsverband@kuenstlerbund-dresden.de oder telefonisch zu den Geschäftszeiten.

 

 

Aktzeichnen | Regelmäßig hier im Künstlerbund

Das Aktzeichnen mit wechselnden Modellen findet regelmäßig im Abstand von etwa 5 Wochen, in den Räumen der Geschäftsstelle auf der Hauptstraße 34 statt.

Neue Termine werden immer am jweilige Abend abgestimmt, bei Interesse gerne unter martina.remlinger@kuenstlerbund-dresden. de erfragen.

Wir bitten bei Interesse um eine verbindliche Anmeldung!

Auf immer digital – Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen

Sie existiert bereits seit 2019 und doch ist die „Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen“ (WBKS) vielen noch gar kein Begriff. Dabei wird sie seither kontinuierlich gefördert. Susanne Magister, die immer am ersten Dienstag im Monat in unseren Räumen Beratungsgespräche anbietet, bringt uns auf den allerneuesten Stand.

KBD: Die WBKS gilt als Pionierleistung, da sie bundesweit das erste Projekt war, in dem künstlerische Werkbestände von Künstler:innen und Nachlasshalter:innen selbst erfasst und gebündelt präsentiert werden können.

Susanne Magister: Richtig. Der jetzt vorliegenden WBKS liegt eine Vorläuferversion zugrunde, die angedockt an die „Künstlernachlässe Berlin/Brandenburg“ an die sächsischen Bedürfnisse angepasst war. Aus der heraus konnte dann, seit 2016, und in Kooperation mit der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB), die WBKS entwickelt werden. Eine große Fördersumme des SMWKT hat das möglich gemacht. Der Prototyp wurde 2019 vorgestellt und wird sukzessive und sachsenweit weiterentwickelt, d.h. die Verbände in Chemnitz, Dresden und Leipzig arbeiten gemeinsam daran.

KBD: Wie ist der aktuelle Stand?

SM: Mittlerweile sind insgesamt 26.000 Werke eingestellt, knapp 170 Künstler:innen sind angemeldet, online sichtbar sind davon etwas über 100.

Um die Struktur der Datenbank noch genauer zu erklären: Jede Person hat die Chance, eigene Werke in beliebiger Zahl einzustellen. Wir empfehlen immer einen Kernbestand. Im zweiten Schritt kann er/sie entscheiden, welche der Arbeiten wirklich öffentlich zugänglich sein sollen. Ein großer Mehrwert ist schließlich auch die seit 2022 Stück für Stück erfolgende Weitergabe der Werkdatensätze in Verbundnetzwerke (Deutsche Fotothek, arthistoricum.net, Deutsche Digitale Bibliothek (DDB sowie Europeana), was die Sichtbarkeit der sächsischen Kunstschaffenden weiter erhöht.

KBD: Das Wichtigste zur Werkdatenbank in Kürze: Susanne, was ist das Hauptanliegen des Projekts?

SM: Zum einen und allem voran ist sie ein Handwerkszeug für die einzelne Künstler:innen, die sich mit ihrer Eingabe eine digitale Werkdatenbank online und in beliebiger Größe sichern kann. Darüber hinaus ist damit nicht nur die Sichtbarkeit einzelner gesichert, sondern insgesamt erscheint die WBKS dann auch als ein Schaufenster für die sächsische Kunst.

Außerdem dient die WBKS auch als Recherche- und Netzwerktool für Kunstwissenschaftler, Galeristen oder Museumsmitarbeiter. Die haben die Möglichkeit mit einer sehr komplexen Verschlagwortung, sei es nach Themen, Medien, Materialien und verschiedenen anderen Kriterien zu suchen. Wir sind hier beständig dabei zu erweitern. Das ist die Ausgabeseite, die mindestens genauso wichtig ist.

KBD: Du bist 2019 eingestiegen. Inzwischen hast du schon wieviel Beratungen durchgeführt?

SM: Seit ich 2019 eingestiegen bin, gibt es dieses monatliche Angebot, sich dienstags im Künstlerbund beraten zu lassen. Darüber hinaus ist es jederzeit möglich, telefonisch nochmal nachzuhaken oder auch überhaupt telefonisch oder per Mail Dinge zu klären. Es werden schon so um die 100 Beratungsgespräche sein, die ich inzwischen geführt habe. Viel Zeit nimmt die Betreuung der Nachlässe ein, wo wir dann vor Ort auch über längere Zeit und ganz intensiv zusammenarbeiten.

KBD: Und hier müsst ihr beständig um die weitere Finanzierung bangen.

SM: Die gute Nachricht zuerst: Zum Glück ist die Langzeitarchivierung und technische Betreuung der Datenbank selbst dauerhaft über die SLUB gegeben. Es besteht also kein Anlass zur Sorge, dass die einmal hochgeladenen Daten dann nicht mehr abrufbar sind.

Was aber die für uns so wichtige Anlaufstelle für Beratungen und in bestimmten Fällen auch konkrete Unterstützungsleistungen z.B. bzgl. der Digitalisierung von Datenbeständen anbetrifft, hier ist die personelle Situation zumindest für die nächsten beiden Jahre gesichert.

Denn, obwohl bereits Tutorials entwickelt wurden und auch ein Handbuch im Entstehen begriffen ist, ersetzt das nicht die persönliche Beratung und Hilfestellung. Im ein oder anderen Fall ist das persönliche Gespräch dann doch der entscheidende Anstoß, sich zu registrieren und die eigenen Daten hochzuladen oder sich überhaupt mit dem Thema Nachlass zu beschäftigen

Sie ist allerdings abhängig von der Haushaltsplanung des Freistaates Sachsen, sodass wir hier immer wieder gegenüber den Regierungsparteien vermitteln müssen, wie wichtig digitale Instrumente und eine digitale Entsprechung für die Vermittlung von zeitgenössischer künstlerischer Arbeit ist.  Dazu gehört natürlich auch die Diskussion um die Erhaltung der physischen Werke.

KBD: Aktuell wird die WBKS noch einmal erweitert. Was steht gerade an?

SM: Der LBK ist tatsächlich sehr umtriebig, neue Fördertöpfe aufzutun. Gerade eben wird die Datenbank auf diese Weise um eine digitale Ausstellung erweitert und damit nochmal auf eine neue Ebene gehoben. Es entsteht hier eine 3D-Ausstellungsplattform, die es den Künstlern perspektivisch ermöglicht, selbst eine eigene Ausstellung zu kuratieren. Genauso können gemeinsam mit dem LBK thematische Ausstellungen generiert werden. Die erlauben es digitalen Besuchern, einen digitalen Ausstellungsraum zu betreten.

KBD: Das ist aber im Moment noch Zukunftsmusik?

SM: Das ist Zukunftsmusik, aber heiß am Entwickeln – das kommt in diesem Jahr! Hierfür konnten Mittel aus dem Förderprogramm KulturErhalt des SMWKT gewonnen werden, welches ausdrücklich zur Resilienzstärkung und Entwicklung digitaler Konzepte im Kulturbereich aufgelegt wurde.

KBD: Es entsteht also keine Doppelung, sondern wirklich etwas Neues?

SM: Ja, denn es ist wirklich eine andere Sache, ob man sich Kunst flach in der Werkdatenbank abruft oder durch einen digitalen Raum geht. Außerdem ermöglicht es Künstlern, sich niedrigschwellig eine eigene virtuelle Ausstellung zu erstellen und damit dann auch in Schließ-, Pandemie- oder anderen Ausfallszeiten zumindest online präsent zu sein.

KBD: Diese Räume werden dann auch richtig gestaltet sein?

SM: Es wird sich schon um einen vorgegebenen Show-Room handeln, der aber ähnlich wie im realen Ausstellungsraum Möglichkeiten bietet, Wandflächen farbig zu gestalten oder Stellwände einzubringen.

Eine weitere Idee dabei ist auch, die Werkdatenbank nochmal anders erfahrbar zu machen. Über die Verschlagwortung ist es möglich nach Themen wie bspw. Akt, Engel, Pleinair, digitale Gruppen-Ausstellungen umzusetzen.

KBD: Letzte Frage: Können auch Audios und Videos eingebunden werden?

SM: Leider nein, aktuell geht das noch gar nicht, aber die Programmierer:innen arbeiten derzeit daran. Hier wird noch nach Lösungen gesucht, weil es problematisch ist, Hunderte Megabyte große Dateien aufzunehmen. Auch eine Verlinkung auf andere Plattformen wie Vimeo oder YouTube ist nicht wirklich zufriedenstellend.

Interview und Foto: Christine Gruler

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