Die 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN ist vorbei

10. KMDD war ein Erfolg.

Und die Jubiläumsmesse war ein voller Erfolg. Hier ein Statement von Torsten Rommel, Geschäftsführer des Künstlerbund Dresden und Projektleiter der Messe.

Liebe Mitglieder,

unsere 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN war ein großer Erfolg. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher sowie viele positive Rückmeldungen von Ausstellenden, Partnern und Gästen aus Politik und Kultur bestätigen das eindrucksvoll.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrem Engagement in Geschäftsstelle, Messe-AG und bei unseren Partnern zum Gelingen beigetragen haben!

Die Messe fordert alle zwei Jahre viel Einsatz, vor allem personell. Gleichzeitig gilt: Der Nutzen überwiegt deutlich. Die KÜNSTLERMESSE DRESDEN ist ein zentraler Baustein unserer Arbeit als Interessenvertretung für bildende Künstlerinnen und Künstler – und stärkt die Sichtbarkeit der Bildenden Kunst in Dresden. Davon profitieren alle Mitglieder, unabhängig davon, ob sie selbst ausstellen oder nicht. Im Mittelpunkt steht die Bildende Kunst in ihrer ganzen Vielfalt – und vor allem die Menschen, die sie schaffen.

Auch die Eröffnungsveranstaltung mit 250 geladenen Gästen bot eine wichtige Plattform, um kulturpolitische Anliegen sichtbar zu machen. Unsere Botschaften sind klar: Kunst und Kultur brauchen verlässliche Unterstützung und Schutz. Förderung darf nicht rein wirtschaftlich gedacht werden. Freie Szene und kommunale Einrichtungen sind gleichermaßen unverzichtbar.

Lasst uns den Schwung nutzen!

Viele schöne Grüße
Torsten Rommel

Impressionen findet ihr unter: www.kuenstlermesse-dresden.de/

Ausschreibung Künstleraustausch Brazzaville (Republik Kongo)

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Dresden-Brazzaville schreiben die Stadtverwaltungen Dresden und Brazzaville (Republik Kongo) gemeinsam mit dem Goethe-Institut Kamerun und in Zusammenarbeit mit dem Zentralwerk Dresden e.V. und den Ateliers Sahm/Brazzaville ein Reisestipendium aus.

Ziel dieses Artist-in-Residence-Programms ist es, die Kunstszene in der kongolesischen Metropole Brazzaville kennenzulernen, sowie Ideen und Anregungen auszutauschen Dresden, die Hauptstadt von Sachsen in Deutschland, steht für Museen, klassische Architektur, Meisterwerke und einen Fluss, die Elbe. Brazzaville, die Hauptstadt des Kongo, steht für die Geschichte Afrikas und seine gemeinsame Vergangenheit mit Europa, die Vitalität seiner Bewohner und einer der größten Flüsse der Welt.

Die Daten:

Arbeitsaufenthalt vom 17. August – 27. September 2026 in Brazzaville in den Ateliers Sahm. Gemeinsame Ateliernutzung mit anderen Künstler:innen. Schwerpunkt: Malerei, Grafik, Konzept- und Medienkunst.

Es ist gewünscht mit dem Kongolesischen Partner ein gemeinsames Projekt
zu realisieren, dass in Dresden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden soll. Der Arbeitsaufenthalt der/des kongolesischen Künstlerin/Künstlers in Dresden ist vom 5. 10.2026 bis 15.11.2026 vorgesehen und eine anteilige Betreuung seitens der Dresdner Künstlerin/Künstlers gewünscht.

  • Kostenfreie Unterkunft im Gästezimmer der Atliers Sahm (einfacher Standard: eigenes Bad/WC, kein fließendes Wasser)
  • Honorar in Höhe von 3000 Euro
  • Reisekostenübernahme in Höhe von max.  1.000 EUR
  • Übernahme Impfkosten/Malaria-Prophylaxe in Höhe von max. 60 EUR
  • anteilige Übernahme der Kosten eines Sprachkurses beim Institut français Dresden in Höhe von 200 Euro im Vorfeld des Aufenthalts
  • Übernahme Visakosten von 155 EUR
  • Der/die Künstler:in hat die Pflichtfür eine Auslandskrankenversicherung und die erforderlichen Impfungen und Visa zu sorgen
  • Residenzpflicht

Die Voraussetzungen:

  • Abgeschlossene künstlerische Ausbildung
  • Wohnsitz in Dresden; Dresden ist seit mind. 3 Jahren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt
  • Englisch- und Französischkenntnisse

    Die Bewerbung:
  • Kurzbiografie (max. 2 Seiten)
  • Motivationsschreiben mit Bezug zum Residenzort in Deutsch und Französisch (Übersetzung mit KI ausreichend, max. 1-2 Seiten)
  • Projektbeschreibung (max. 1-2 Seiten) in Deutsch und Französisch (Übersetzung mittels KI ausreichend)
  • Dokumentationsmaterial über die bisherige künstlerische Arbeit,  nur als PDF-Portfolio, mit einer Maximalgröße von 10 MB.
  • Die Bewerbung kann nur online auf dem Portal der des Goethe-Institut Kamerun erfolgen.

Bewerbungsschluss: 10. April 2026

Rückfragen

Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz,
Herrn Martin Chidiac, E-Mail: kultur-denkmalschutz@dresden.de
Rückfragen unter Telefon: (03 51) 4 88 89 33 oder
Nadia Reuther, Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten, E-Mail: brazzaville@dresden.de, (03 51) 4 88 2067

Auswahlverfahren:

Eine Jury aus Vertreter*innen der Stadt Brazzaville, der Landeshauptstadt Dresden, des Goethe-Instituts Kamerun, der Ateliers Sahm und des Zentralwerk Dresden e.V. sichtet die eingereichten Bewerbungen und wählt den/die Künstler*in aus.  Das Ergebnis wird voraussichtlich Ende April 2026 bekanntgegeben.

Weitere Informationen und Reiseberichte und www.goethe.de/kamerun

PAST: „DAZWISCHEN“ Ines Lehmann

Vom 21.02. bis 21.03.2026 bei uns im Schaufenster:
„dazwischen“ von unserem Mitglied Ines Lehmann.

Im Hintergrund des Schaufensters findet sich ein Bild, wie eine Dokumentation. Es zeigt Stühle nach einer Veranstaltung: leer, zum Teil gestapelt, die ehemals von ihnen und ihren Benutzer:innen gebildeten Reihen in Auflösung begriffen. Was auch immer hier passiert ist, seine Zeit ist abgelaufen.

Im Gegensatz dazu haftet den Keramiken im Vordergrund des Schaufensters etwas Unkonkretes und Irritierendes an. Wir sind an Gebrauchsgegenstände aus Ton gewohnt, an praktisch zu Verwendendes. Auch die hier gezeigten Objekte erinnern an Gefäße, sind jedoch bei näherem Hinsehen als solche nicht zu gebrauchen. Zusätzlich tragen sie Namen, wie „Nichtsnutz 1-3“ oder „gehörnte Schale“ und entziehen sich der Effektivität und scheinen einfach nur da zu sein.

Dazwischen ist nichts.

Wir scheinen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben derzeit in solch einem Zwischenraum zu sein. Das Eine, konkret Erinnerbare liegt hinter uns, ist nicht wieder herzustellen. Das Andere scheint unwegsam, macht vielleicht Angst, ist unvertraut, wirkt womöglich seltsam, im besten Falle reizvoll.

Die Spannung zwischen diesen beiden Polen will ausgehalten werden.

Das Neue ist noch klein und will genährt, ausgebaut und gestaltet werden, dazu will die Installation von Ines Lehmann beitragen.

„dazwischen“ Ines Lehmann
Ausstellungsdauer: 21.02. bis 21.03.2026

Das Schaufenster ist barrierefrei. Wir empfehlen einen Besuch zur Dämmerung/am Abend.

BBK-Broschüre „Impulse und Wege von der Kunst zu leben“

90 % der Bildenden Künstler:innen verdienen weniger als 20.000 € im Jahr aus ihrer künstlerischen Tätigkeit. Gleichzeitig zählen Kunstvereine, Kommunen und Landkreise zu den wichtigsten Geldgebern für Honorare und Ausstellungsvergütungen.

Diese und weitere zentrale Ergebnisse fasst die Broschüre des BBK Bundesverbandes „Impulse und Wege von der Kunst zu leben“ zusammen. Sie basiert auf der aktuellen Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler:innen, die gemeinsam mit der Stiftung Kunstfonds veröffentlicht wurde.

Die Studie zeigt: Viele Künstler:innen arbeiten unter prekären Einkommensbedingungen, mit lückenhafter sozialer Absicherung und anhaltenden strukturellen Benachteiligungen. Geschlechtsspezifische Ungleichheiten und wirtschaftliche Zukunftsrisiken bestehen weiterhin.

Mit der Veröffentlichung richtet sich der BBK Bundesverband an Politik, Verwaltung sowie Akteur:innen im Kunst- und Kulturbereich. Die Broschüre formuliert konkrete Handlungsansätze für bessere kulturpolitische Rahmenbedingungen und faire, verlässliche Strukturen – mit dem Ziel, die wirtschaftliche, soziale und berufliche Situation Bildender Künstler:innen nachhaltig zu stärken.

Hier geht es zum PDF.

Gedruckte Exemplare können beim BBK Bundesverband angefordert werden.
www.bbk- bundesverband.de

Open Call: Auktion in Tharandt

Die Buchhandlung Findus, ein sympathischer Ort in Tharandt, lobt über den örtlichen Lions Club einen kleinen Wettbewerb aus. Insgesamt 20 Werke von Künstler:innen werden dort von August bis Oktober ausgestellt und schließlich, während der Finissage, versteigert. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2026. 

Das vom  Lions Club Tharandt organisierten das Konzetti  wird mit einer professionellen Einführung in die Werke während der Vernissage eröffnet.
Außerdem geben auch ein gedrucktes Begleitheft mit den Arbeiten und Künstler:innendaten sowie eine Internetseite Einblick. Für beides werden professionelle Repros der Arbeiten gemacht. Krönender Abschluss ist dann die Finissage mit anschließender Versteigerung der Werke.

Wer eine Arbeit beisteuern möchte, kann sich hier  ausführlicher informieren:

Was kann eingereicht werden?
Farbige Ölskizzen oder gar Malereien sein, aber auch Zeichnungen, Drucke, Skulpturen oder Plastiken sind möglich. Der Preis der Arbeit sollte bei 80-150 Euro liegen. Dieses Geld wird zu 100 Prozent ausgezahlt. Eine Jury wählt aus.

Bewerbungsfrist:  28. Februar 2026
Vernissage: 28. August 2026
Finissage mit Versteigerung: 30. Oktober 2026

Wie bewerben ?
Eine kleine formlose Bewerbung mit einem kurzen Lebenslauf und einem
Foto der Arbeit sowie deren Startpreis (80-150 €) geht per Mail an: annaluise@erler.cc

Noch im Februar kommt eine Rückmeldung. Sollte euer Werk ausgewählt werden, freuen sich die Veranstalter über eine persönliche Teilnahme an Vernissage und Finissage.

©Auktion mit Maxi Wollner, Foto: Anna-Luise Erler

PAST: „TRANSCRYPT XXVII“ Detlef Schweiger

Vom 12.01. bis 15.02.2026 bei uns im Schaufenster:
„transcrypt XXVII“ von unserem Mitglied Detlef Schweiger.

In unserer Schaufensterfront  und an den Innenwänden zeigt Detlef Schweiger eine zweiteilige Installation mit Folienzeichnungen aus seiner Werkreihe „scriptur“.

Auf einer ersten Ebene sind transparente Folien mit skriptural-grafischen, undurchsichtigen und schwarzen Elementen auf der Schaufensterfront angebracht. Auf einer zweiten Ebene werden Folien mit weiteren skripturalen Formationen im Ausstellungsraum platziert.

Durch die räumlichen Durchdringungen und unterschiedlichen Transparenzen entsteht eine vielschichtige Überlagerung, die durch eine Lichtinstallation zusätzlich intensiviert wird und im öffentlichen Außenraum leuchtend zur Entdeckung einlädt.

„transcrypt XXVII“ Detlef Schweiger
Ausstellungsdauer: 12.01. bis 15.02.2026

Das Schaufenster ist barrierefrei. Wir empfehlen einen Besuch zur Dämmerung/am Abend.

Kulturkürzungen in Dresden: Bitte Petition zeichnen und weiterleiten!

#GemeinsamFürKulturDD

Die Haushaltslage der Landeshauptstadt Dresden spitzt sich derzeit dramatisch zu: Für das Jahr 2026 sind massive Kürzungen im Kulturbereich angekündigt – sowohl bei den kommunalen Einrichtungen als auch in der Freien Szene. Zahlreiche Einrichtungen, Vereine, Initiativen, Festivals, Kulturorte und Projekte sehen sich dadurch in ihrer Existenz bedroht.

Das Netzwerk Kultur Dresden hat deshalb eine stadtweite Petition gestartet mit dem Slogan “Dresden streicht, wovon es lebt”, um auf die Auswirkungen aufmerksam zu machen und dem Stadtrat ein deutliches Signal zu senden: Dresden darf nicht an seiner Kultur sparen.

Damit unsere Stimmen gehört werden, brauchen wir viel Unterstützung!

The budget situation in the state capital of Dresden is currently coming to a head: massive cuts in the cultural sector have been announced for 2026 – both for municipal institutions and the independent scene. Numerous associations, initiatives, festivals, cultural venues, and projects see their existence threatened as a result.

As Netzwerk Kultur Dresden, we have therefore launched a city-wide petition with the slogan “Dresden is cutting back on what it lives on” to draw attention to the effects and send a clear signal to the city council:
Dresden must not cut back on its culture.

We need your help to make our voices heard!

Was können wir tun?

1. Die Petition unterzeichnen & teilen und weiterleiten.
Link: https://loom.ly/L005boA

What can you do?
1. Sign the petition and share it directly.
Link: https://loom.ly/L005boA

2. Die Beiträge auf allen Kanälen teilen
Instagram, Facebook, Threads, LinkedIn, X/Twitter – jedes Posting hilft, Sichtbarkeit zu schaffen.
Bitte den Hashtag: #GemeinsamFürKulturDD verwenden

2. Share the posts on your channels
Instagram, Facebook, Threads, LinkedIn, X/Twitter—every post helps to
create visibility.
Please use the hashtag: #GemeinsamFürKulturDD

3. Netzwerke und Partnerinstitutionen informieren.
Je breiter der Aufruf geteilt wird, desto stärker das Signal an die Stadtpolitik.

3. Inform your networks and partner institutions.
The more widely the appeal is shared, the stronger the signal to city politicians.

Warum das jetzt wichtig ist:
Die angekündigten Kürzungen würden nicht nur einzelne Projekte oder freie und kommunale Einrichtungen treffen, sondern das Fundament unserer kulturellen Infrastruktur:
– kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche
– Stadtteil- und Soziokultur
– freie Künste in all ihren Sparten
– bürgerschaftliches Engagement
– experimentelle, innovative Kulturarbeit
– Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Why this is important now:
The announced cuts would not only affect individual projects, but also the foundation of our cultural infrastructure:
– cultural participation for children and young people
– neighborhood and socio-culture
– the independent arts in all their forms
– civic engagement
– experimental, innovative cultural work
– places of encounter and social cohesion

Mit der Petition setzen wir ein gemeinsames Zeichen für den Erhalt einer vielfältigen, lebendigen und solidarischen Kulturlandschaft in Dresden. Gemeinsam können wir den Druck erhöhen, Öffentlichkeit schaffen und deutlich machen, wie zentral Kultur für das Leben und die Zukunft unserer Stadt ist.

With this petition, we are sending a joint message in support of preserving a diverse, vibrant, and united cultural landscape in Dresden. Together, we can increase pressure, raise public awareness, and make it clear how central culture is to the life and future of our city.

Vielen Dank für Unterstützung und Engagement!

Abhilfe ungewiss: DNN berichtet über die Gegenwehr der Dresdner Kulturszene

Dresdens Kulturszene wehrt sich gegen die avisierten Kürzungen. Doch die Entscheidung darüber könnte bald fallen, mit sehr spürbaren Konsequenzen. 

Hier geht es zum Artikel von Torsten Klaus in der DNN vom 29./30.11.2026.

Klaus hat sich u.a. mit Torsten Rommel unterhalten, dem Geschäftsführer des Künstlerbund Dresden e.V:, der auch Vorsitzender des Kulturbeirats

 

© Fotos: Anja Schneider, André Wirsig