MDBK [JETZT] PREIS DER FÖRDERER | Ausstellung 30.05.–23.08.2026

Vier künstlerische Positionen, vier unterschiedliche Perspektiven auf Gegenwart, Erinnerung und gesellschaftliche Realität: Mit dem neu ins Leben gerufenen Kunstpreis „MdbK [jetzt]. Preis der Förderer“ zeichnen der Verein der Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e. V. und das MdbK erstmals junge Künstlerinnen aus, deren Arbeiten durch Eigenständigkeit, gesellschaftliche Relevanz und konzeptuelle Stärke überzeugen. Unter den diesjährigen Preisträgerinnen ist auch das Künstlerbund-Mitglied Franzi Goralski.

Gemeinsam mit Mahshid Mahboubifar, Anna Perepechai und Theresa Rothe wurde Franzi Goralski aus mehr als 160 Einreichungen ausgewählt. Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Künstler*innen unter 35 Jahren, die ihr Studium an einer Kunsthochschule in den Bundesländern der ehemaligen DDR (außer Berlin) abgeschlossen haben. Künftig soll der Kunstpreis im Zweijahresrhythmus vergeben werden.

Die ausgezeichneten Arbeiten werden ab dem 29. Mai 2026 in einer gemeinsamen Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig präsentiert. Die feierliche Preisverleihung findet zur Ausstellungseröffnung um 18 Uhr statt.

Die ausgewählten Positionen eint eine intensive Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und persönlichen Fragestellungen. In Installationen und Werkgruppen verhandeln die Künstler*innen Themen wie Krieg und politische Gewalt, fragmentierte Identitäten, Trauma und Erinnerung sowie queere Lebensrealitäten. Gerade die Unterschiedlichkeit der künstlerischen Ansätze macht die Ausstellung zu einer vielschichtigen Präsentation zeitgenössischer Kunstpraxis.

MdbK [JETZT] PREIS DER FÖRDERER
30.05.–23.08.2026

Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig
MdbK [jetzt] — Museum der bildenden Künste Leipzig

 

Bildcredits:
Franzi Goralski die Blaue Distanz, Open Glossary for queer (immaterial) Architectures, seit 2024, Graphic Design: Simo Tse, © VG Bild-Kunst Bonn, 2026 MdbK [jetzt]. Preis der Förderer, Franzi Goralski / die Blaue Distanz, Ausstellungsansicht, Foto: Alexander Schmidt / PUNCTUM, © VG Bild-Kunst Bonn, 2026

 

PAST: „WOMEN’S WORTH SHOWCASE“ Heike Berl

Vom 21.05. bis 26.06.2026 bei uns im Schaufenster:
„WOMEN’S WORTH SHOWCASE“ von unserem Mitglied Heike Berl.

In einer raumgreifenden Installation zeigt Heike Berl Frauenporträts in Zeichnung, Druckgrafik und Collage sowie Skulptur mit handgeschöpften Papieren.
Ergänzt wird die Präsentation durch Grafiken internationaler Künstlerinnen aus ihrer eigenen Sammlung.

Heike Berl ist Absolventin der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Meisterschülerin von Prof. Elke Hopfe (Zeichnung). Im Jahr 2003 studierte sie bei Professor Andreas von Weizsäcker an der Akademie der Bildenden Künste München (Studienwerkstatt Papier). Heike Berl setzt sich künstlerisch mit Portraits, Naturthemen, Zeitgeschichte und Kunstgeschichte auseinander, sie arbeitet in den Medien Zeichnung, Papierinstallation sowie experimenteller Druckgrafik.

„WOMEN’S WORTH SHOWCASE“
Ausstellungsdauer: 21.05. bis 26.06.2026
Midissage am 28.05.2026, ab 19 Uhr

Zusätzlich gibt es zur Langen Nacht der Galerien und Museen im Barockviertel am 18. Juni von 18 – 24 Uhr die Möglichkeit die Künstlerin kennenzulernen und einen Einblick in ihrer Papierinstallation sowie die Sammlung internationaler Künstler:innen zu erhalten. 

Grafiken aus der Sammlung von Heike Berl mit internationalen Künstlerinnen:

Suzi Ballinger (US), Elizabeth Briel (FR), Nicole Donnelly (US), Mandy Friedrich (DE), Victoria Gentsch (DE), Stefanie Hofer (DE), Anja Höppner (DE), Peili Huang (TW), Sheryl Jaffe (US), Sarah Linis Kemle (PH), Sophie Chanyoung Kim (KR), Aga Kubish (UK), Annamaria Leiste (DE), Fides Linien (DE), Tanja Major (DE), Maribel Mas (DE), Anke Meixner (DE), Yin Meng (DE), Barbara Proksch (DE), Ellen Sturm (DE), Therese Weber (CH), Nadine Werner (DE), Michelle Wilson (US) & Fenneke Wolters-Sinke (UK)

Der Innenraum ist nur auf Nachfrage besuchbar.

Das Schaufenster ist barrierefrei. Wir empfehlen einen Besuch zur Dämmerung/am Abend.

Die 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN ist vorbei

10. KMDD war ein Erfolg.

Und die Jubiläumsmesse war ein voller Erfolg. Hier ein Statement von Torsten Rommel, Geschäftsführer des Künstlerbund Dresden und Projektleiter der Messe.

Liebe Mitglieder,

unsere 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN war ein großer Erfolg. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher sowie viele positive Rückmeldungen von Ausstellenden, Partnern und Gästen aus Politik und Kultur bestätigen das eindrucksvoll.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrem Engagement in Geschäftsstelle, Messe-AG und bei unseren Partnern zum Gelingen beigetragen haben!

Die Messe fordert alle zwei Jahre viel Einsatz, vor allem personell. Gleichzeitig gilt: Der Nutzen überwiegt deutlich. Die KÜNSTLERMESSE DRESDEN ist ein zentraler Baustein unserer Arbeit als Interessenvertretung für bildende Künstlerinnen und Künstler – und stärkt die Sichtbarkeit der Bildenden Kunst in Dresden. Davon profitieren alle Mitglieder, unabhängig davon, ob sie selbst ausstellen oder nicht. Im Mittelpunkt steht die Bildende Kunst in ihrer ganzen Vielfalt – und vor allem die Menschen, die sie schaffen.

Auch die Eröffnungsveranstaltung mit 250 geladenen Gästen bot eine wichtige Plattform, um kulturpolitische Anliegen sichtbar zu machen. Unsere Botschaften sind klar: Kunst und Kultur brauchen verlässliche Unterstützung und Schutz. Förderung darf nicht rein wirtschaftlich gedacht werden. Freie Szene und kommunale Einrichtungen sind gleichermaßen unverzichtbar.

Lasst uns den Schwung nutzen!

Viele schöne Grüße
Torsten Rommel

Impressionen findet ihr unter: www.kuenstlermesse-dresden.de/

Ausschreibung Künstleraustausch Brazzaville (Republik Kongo)

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Dresden-Brazzaville schreiben die Stadtverwaltungen Dresden und Brazzaville (Republik Kongo) gemeinsam mit dem Goethe-Institut Kamerun und in Zusammenarbeit mit dem Zentralwerk Dresden e.V. und den Ateliers Sahm/Brazzaville ein Reisestipendium aus.

Ziel dieses Artist-in-Residence-Programms ist es, die Kunstszene in der kongolesischen Metropole Brazzaville kennenzulernen, sowie Ideen und Anregungen auszutauschen Dresden, die Hauptstadt von Sachsen in Deutschland, steht für Museen, klassische Architektur, Meisterwerke und einen Fluss, die Elbe. Brazzaville, die Hauptstadt des Kongo, steht für die Geschichte Afrikas und seine gemeinsame Vergangenheit mit Europa, die Vitalität seiner Bewohner und einer der größten Flüsse der Welt.

Die Daten:

Arbeitsaufenthalt vom 17. August – 27. September 2026 in Brazzaville in den Ateliers Sahm. Gemeinsame Ateliernutzung mit anderen Künstler:innen. Schwerpunkt: Malerei, Grafik, Konzept- und Medienkunst.

Es ist gewünscht mit dem Kongolesischen Partner ein gemeinsames Projekt
zu realisieren, dass in Dresden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden soll. Der Arbeitsaufenthalt der/des kongolesischen Künstlerin/Künstlers in Dresden ist vom 5. 10.2026 bis 15.11.2026 vorgesehen und eine anteilige Betreuung seitens der Dresdner Künstlerin/Künstlers gewünscht.

  • Kostenfreie Unterkunft im Gästezimmer der Atliers Sahm (einfacher Standard: eigenes Bad/WC, kein fließendes Wasser)
  • Honorar in Höhe von 3000 Euro
  • Reisekostenübernahme in Höhe von max.  1.000 EUR
  • Übernahme Impfkosten/Malaria-Prophylaxe in Höhe von max. 60 EUR
  • anteilige Übernahme der Kosten eines Sprachkurses beim Institut français Dresden in Höhe von 200 Euro im Vorfeld des Aufenthalts
  • Übernahme Visakosten von 155 EUR
  • Der/die Künstler:in hat die Pflichtfür eine Auslandskrankenversicherung und die erforderlichen Impfungen und Visa zu sorgen
  • Residenzpflicht

Die Voraussetzungen:

  • Abgeschlossene künstlerische Ausbildung
  • Wohnsitz in Dresden; Dresden ist seit mind. 3 Jahren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt
  • Englisch- und Französischkenntnisse

    Die Bewerbung:
  • Kurzbiografie (max. 2 Seiten)
  • Motivationsschreiben mit Bezug zum Residenzort in Deutsch und Französisch (Übersetzung mit KI ausreichend, max. 1-2 Seiten)
  • Projektbeschreibung (max. 1-2 Seiten) in Deutsch und Französisch (Übersetzung mittels KI ausreichend)
  • Dokumentationsmaterial über die bisherige künstlerische Arbeit,  nur als PDF-Portfolio, mit einer Maximalgröße von 10 MB.
  • Die Bewerbung kann nur online auf dem Portal der des Goethe-Institut Kamerun erfolgen.

Bewerbungsschluss: 10. April 2026

Rückfragen

Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz,
Herrn Martin Chidiac, E-Mail: kultur-denkmalschutz@dresden.de
Rückfragen unter Telefon: (03 51) 4 88 89 33 oder
Nadia Reuther, Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten, E-Mail: brazzaville@dresden.de, (03 51) 4 88 2067

Auswahlverfahren:

Eine Jury aus Vertreter*innen der Stadt Brazzaville, der Landeshauptstadt Dresden, des Goethe-Instituts Kamerun, der Ateliers Sahm und des Zentralwerk Dresden e.V. sichtet die eingereichten Bewerbungen und wählt den/die Künstler*in aus.  Das Ergebnis wird voraussichtlich Ende April 2026 bekanntgegeben.

Weitere Informationen und Reiseberichte und www.goethe.de/kamerun

PAST: „DAZWISCHEN“ Ines Lehmann

Vom 21.02. bis 21.03.2026 bei uns im Schaufenster:
„dazwischen“ von unserem Mitglied Ines Lehmann.

Im Hintergrund des Schaufensters findet sich ein Bild, wie eine Dokumentation. Es zeigt Stühle nach einer Veranstaltung: leer, zum Teil gestapelt, die ehemals von ihnen und ihren Benutzer:innen gebildeten Reihen in Auflösung begriffen. Was auch immer hier passiert ist, seine Zeit ist abgelaufen.

Im Gegensatz dazu haftet den Keramiken im Vordergrund des Schaufensters etwas Unkonkretes und Irritierendes an. Wir sind an Gebrauchsgegenstände aus Ton gewohnt, an praktisch zu Verwendendes. Auch die hier gezeigten Objekte erinnern an Gefäße, sind jedoch bei näherem Hinsehen als solche nicht zu gebrauchen. Zusätzlich tragen sie Namen, wie „Nichtsnutz 1-3“ oder „gehörnte Schale“ und entziehen sich der Effektivität und scheinen einfach nur da zu sein.

Dazwischen ist nichts.

Wir scheinen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben derzeit in solch einem Zwischenraum zu sein. Das Eine, konkret Erinnerbare liegt hinter uns, ist nicht wieder herzustellen. Das Andere scheint unwegsam, macht vielleicht Angst, ist unvertraut, wirkt womöglich seltsam, im besten Falle reizvoll.

Die Spannung zwischen diesen beiden Polen will ausgehalten werden.

Das Neue ist noch klein und will genährt, ausgebaut und gestaltet werden, dazu will die Installation von Ines Lehmann beitragen.

„dazwischen“ Ines Lehmann
Ausstellungsdauer: 21.02. bis 21.03.2026

Das Schaufenster ist barrierefrei. Wir empfehlen einen Besuch zur Dämmerung/am Abend.

BBK-Broschüre „Impulse und Wege von der Kunst zu leben“

90 % der Bildenden Künstler:innen verdienen weniger als 20.000 € im Jahr aus ihrer künstlerischen Tätigkeit. Gleichzeitig zählen Kunstvereine, Kommunen und Landkreise zu den wichtigsten Geldgebern für Honorare und Ausstellungsvergütungen.

Diese und weitere zentrale Ergebnisse fasst die Broschüre des BBK Bundesverbandes „Impulse und Wege von der Kunst zu leben“ zusammen. Sie basiert auf der aktuellen Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler:innen, die gemeinsam mit der Stiftung Kunstfonds veröffentlicht wurde.

Die Studie zeigt: Viele Künstler:innen arbeiten unter prekären Einkommensbedingungen, mit lückenhafter sozialer Absicherung und anhaltenden strukturellen Benachteiligungen. Geschlechtsspezifische Ungleichheiten und wirtschaftliche Zukunftsrisiken bestehen weiterhin.

Mit der Veröffentlichung richtet sich der BBK Bundesverband an Politik, Verwaltung sowie Akteur:innen im Kunst- und Kulturbereich. Die Broschüre formuliert konkrete Handlungsansätze für bessere kulturpolitische Rahmenbedingungen und faire, verlässliche Strukturen – mit dem Ziel, die wirtschaftliche, soziale und berufliche Situation Bildender Künstler:innen nachhaltig zu stärken.

Hier geht es zum PDF.

Gedruckte Exemplare können beim BBK Bundesverband angefordert werden.
www.bbk- bundesverband.de

Open Call: Auktion in Tharandt

Die Buchhandlung Findus, ein sympathischer Ort in Tharandt, lobt über den örtlichen Lions Club einen kleinen Wettbewerb aus. Insgesamt 20 Werke von Künstler:innen werden dort von August bis Oktober ausgestellt und schließlich, während der Finissage, versteigert. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2026. 

Das vom  Lions Club Tharandt organisierten das Konzetti  wird mit einer professionellen Einführung in die Werke während der Vernissage eröffnet.
Außerdem geben auch ein gedrucktes Begleitheft mit den Arbeiten und Künstler:innendaten sowie eine Internetseite Einblick. Für beides werden professionelle Repros der Arbeiten gemacht. Krönender Abschluss ist dann die Finissage mit anschließender Versteigerung der Werke.

Wer eine Arbeit beisteuern möchte, kann sich hier  ausführlicher informieren:

Was kann eingereicht werden?
Farbige Ölskizzen oder gar Malereien sein, aber auch Zeichnungen, Drucke, Skulpturen oder Plastiken sind möglich. Der Preis der Arbeit sollte bei 80-150 Euro liegen. Dieses Geld wird zu 100 Prozent ausgezahlt. Eine Jury wählt aus.

Bewerbungsfrist:  28. Februar 2026
Vernissage: 28. August 2026
Finissage mit Versteigerung: 30. Oktober 2026

Wie bewerben ?
Eine kleine formlose Bewerbung mit einem kurzen Lebenslauf und einem
Foto der Arbeit sowie deren Startpreis (80-150 €) geht per Mail an: annaluise@erler.cc

Noch im Februar kommt eine Rückmeldung. Sollte euer Werk ausgewählt werden, freuen sich die Veranstalter über eine persönliche Teilnahme an Vernissage und Finissage.

©Auktion mit Maxi Wollner, Foto: Anna-Luise Erler

PAST: „TRANSCRYPT XXVII“ Detlef Schweiger

Vom 12.01. bis 15.02.2026 bei uns im Schaufenster:
„transcrypt XXVII“ von unserem Mitglied Detlef Schweiger.

In unserer Schaufensterfront  und an den Innenwänden zeigt Detlef Schweiger eine zweiteilige Installation mit Folienzeichnungen aus seiner Werkreihe „scriptur“.

Auf einer ersten Ebene sind transparente Folien mit skriptural-grafischen, undurchsichtigen und schwarzen Elementen auf der Schaufensterfront angebracht. Auf einer zweiten Ebene werden Folien mit weiteren skripturalen Formationen im Ausstellungsraum platziert.

Durch die räumlichen Durchdringungen und unterschiedlichen Transparenzen entsteht eine vielschichtige Überlagerung, die durch eine Lichtinstallation zusätzlich intensiviert wird und im öffentlichen Außenraum leuchtend zur Entdeckung einlädt.

„transcrypt XXVII“ Detlef Schweiger
Ausstellungsdauer: 12.01. bis 15.02.2026

Das Schaufenster ist barrierefrei. Wir empfehlen einen Besuch zur Dämmerung/am Abend.