Mail Art-Projekt zum 30. KBD-Geburtstag

Anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums 2020 lädt der Künstlerbund Dresden e.V. unter der Federführung zweier seiner Mitglieder – Katharina Lewonig und Jana Morgenstern – zur Teilnahme an einem künstlerischen Projekt ein.

Geplant ist ein Mail Art-Projekt. Die AG schreibt:

„Ich sende Ihnen einen Gedanken zu. Bitte denken Sie ihn weiter.“
(Robert Rehfeldt, 1931-1993)

“Liebe Mitglieder des Künstlerbundes Dresden!
Wie Ihr wisst, ist Mail Art eine Netzkunst in Briefform, die seit den 60er Jahren von Künstler*innen gepflegt wird. Dabei geht es im Wesentlichen um die Kommunikation zwischen den Akteurinnen und Akteuren, ursprünglich oft mit politischer Funktion. Mail Art ist unkommerziell.

Wir beabsichtigen, die Ergebnisse im Juni 2020 in den Räumen des KBD und im Kunstfoyer des Dresdner Kulturrathauses zu zeigen. Danach werden alle Arbeiten in entsprechender Form als gesamtes Konvolut vom Künstlerbund Dresden im Stadtarchiv archiviert.

Es gibt einige wenige Vorgaben:
Benutzt werden darf ausschließlich ein DIN A4 Format, welches auf dem Postweg in einem passenden Umschlag (am besten mit Verstärkung) versendet wird. Ein*e Künstler*in startet mit einer künstlerischen Äußerung und sendet das Ergebnis per Post zur/zum nächsten. Diese*r bearbeitet und sendet es wiederum weiter per Post an die nächste Adresse. Nach der dritten Station wird der Arbeitsprozess beendet. Per Post wird das Endergebnis zur Geschäftsstelle des Künstlerbundes geschickt. Hier werden die Arbeiten gesammelt.

Das Ziel unseres Projektes ist kein Nebeneinander des künstlerischen Tuns, sondern ein Miteinander, eingeschlossen einer möglichen Überarbeitung der schon entwickelten Idee der Vorgängerin / des Vorgängers.

Betreffs der künstlerischen Techniken und Materialien gibt es keine Vorgaben. Auch inhaltlich sollte sich jede*r frei fühlen. Es ist jedoch ausdrücklich gewünscht, sich in dieser speziellen künstlerischen Form zu Fragen zu äußern, welche auf der Seele brennen.

Voraussetzung für ein gutes Gelingen sind kreatives Denken und die gegenseitige Wertschätzung, inbegriffen das Sponsern eines Umschlages und des Portos.

Über die Zusammensetzung der Gruppen, welche miteinander künstlerisch ins Gespräch kommen, wird der Zufall entscheiden. Die jeweiligen Adressen (max. drei) werden Euch übermittelt. Um dies möglich zu machen, ist es wichtig, dass Ihr Euch für das Projekt anmeldet.

Bitte sendet bis 31.12.19 eine kurze Bestätigung Eurer Teilnahme und eine Einverständniserklärung zur Zusendung Eurer Adresse an max. drei Kolleg*innen. (Siehe unten)

Bitte an:  Jana Morgenstern    jana.morgenstern@gmx.de  oder                Katharina Lewonig   ginowel2000@hotmail.com 

Bei Fragen wendet Euch bitte nicht an die Geschäftsstelle sondern an uns beide.”

Mail Art-Projekt 30 Jahre Künstlerbund Dresden
Hiermit melde ich mich an oben genanntem Projekt an. Ich bin einverstanden, dass meine Adresse an max. drei zufällig ausgewählten Künstlerkolleg*innen ausschließlich für diesen Zweck weitergegeben wird.

Name:
Datum:

VERLÄNGERT: Gerhard Deke, Hartmut Trache: “postdigital vs. analog”

Die erste Ausstellung in den neuen Geschäftsräumen widmet der Künstlerbund zweien seiner älteren Mitglieder.
Innerhalb der Reihe ZEITGLEICH- ZEITZEICHEN des Bundesverbandes der Bildenden Künstlerinnen und Künstler präsentieren Gerhard Deke und Hartmut Trache unter dem Titel “postdigital vs. analog” Drucke.
Zur Eröffnung am 30.9. kamen rund 50 Gäste, auch während der Laufzeit ist die Präsentation gut besucht.
Aufgrund des großen Interesses und des Tages der “offenen Ateliers” am 17.11. haben wir die Präsentation verlängert:  Die Arbeiten sind nun bis einschließlich Sonntag, 17.11., an dem die Geschäftsstelle von 10 – 18 Uhr geöffnet ist, zu sehen.

.

Ausstellung: Neues aus Dresdner Ateliers

(Autor: Thomas Lohse)
Das aktuelle Kunstgeschehen Dresdens in einer Überblicksausstellung darzustellen ist – trotz der Ambitionen der Landeshauptstadt auf den Titel Europäische Kulturhauptstadt – weiterhin aus vielerlei Gründen ein schwieriges Unterfangen. Dem Künstlerbund Dresden e.V. ist zu danken, dass er vielfältige Initiativen unternimmt, um die Dresdner Kunst in ihrer Qualität und in ihrer Breite wahrnehmbar zu machen. Wir freuen uns, dass wir dabei ein gern gesehener Partner sind.
Zum dritten Mal werden in der Villa Eschebach Arbeiten von Mitgliedern des Künstlerbundes Dresden e.V. in einer Überblicksausstellung gezeigt. 137 Künstler haben sich beworben. Die Auswahl der Jury musste dann auf 28 Künstler begrenzt werden. Ein schwieriges Unterfangen, welches naturgemäß auch zu Enttäuschungen führte. Für die große Resonanz auf die Ausschreibung danken wir allen Beteiligten trotzdem sehr herzlich.
Kunst ist unverzichtbar! Das Unaussprechliche, das in sich Widersprüchliche, das zu Komplexe, das Traumgeborene; zu allen Zeiten gelang es Künstlern, jenseits allen gesicherten Wissens, uns davon eine Ahnung zu vermitteln. Die durch Kunst eröffneten Räume gehen über das Alltägliche hinaus und bieten zugleich dem, der sich darin zuhause fühlen will, die Chance, das Alltägliche über andere Sichtweisen stärker oder überhaupt wahrzunehmen. Der Blick auf Neues aus Dresdner Ateliers bietet eine Gelegenheit dazu.
Für gut zwei Monate sind aktuelle Werke aus den Genres Grafik, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Plastik zu erleben. Sie sind ein Spiegel der Zeit, in der wir leben, aber zu allererst ein Spiegel ganz individueller Künstler¬persönlichkeiten. Die Vielfalt der Dresdner Kunst geht über das Ausge¬stellte hinaus. Dies bietet die Gelegenheit, über weitere interessante Ausstellungen nachzudenken. Die Villa Eschebach wird der Dresdner Kunst ein guter Gastgeber bleiben.

MORPHONIC LAB XVIII.: VOCALUST am 2.11.2019

Illustration ML 2019

Die Stimme des Menschen ist bekanntlich ein Organ, welches als Gesangsinstrument genutzt werden kann. Dieses Instrument aber in künstlerisch eigenständige klangmalerische Qualität zu steigern, bedarf ausserordentlicher Stimmbegabung, intensiver Schulung und hoher Gestaltungskraft.
Das morphonische Labor Nr.18 erforscht das Phänomen „Menschstimmegesang“ mit ausgwählten Vocal-Künstlern in kontrastreichen Spannungsbögen von klassisch bis experimental, von sanft bis expressiv.

Den vocalistischen Lustreigen eröffnet der preisgekrönte Dresdner Jan Heinke mit seiner faszinierenden Art des Obertongesangs in drei parallel intonierten natürlichen Stimmlagen.
Der polnische Voice-Artist Doministry füttert allein mit den Impulsen seiner Stimme ein Arsenal elektronischer Wandler und schafft damit eine stilistische Vielfalt von humanimalischen Geräuschen bis pulsierenden Rhytmen.
Michael Ammann aus Fürth treibt sein besonders ausgeprägtes Stimmen-Organ mit leidenschaftlicher Inbrunst intuitiv in unerhörte bildhafte Kopfklangzonen.
Mit seiner bärenstarken Bassstimme flutet der Dresdner Balog die eigenen elektronischen Manipulationen und driftet dabei aus mystischer Unterschwellung bis in selbstaufreibende Klangorgiate.
Die Dresdner Sopranistin Barbara Christina Steude besorgt mit ihrer glasklaren Stimme eine wohltemperierte Zäsur in klassischen Stoffen bevor
das Stimmen-Wunder Daliala Kayros zusammen mit ihrem Elektrosoundgeber Xavos aus Sardinien die Folge der Solo-Performances mit überwältigender Gesangs- und Gestaltungskraft vergleichbar u.a. mit Diamanda Galas pointiert.
Laborativer Höhepunkt ist im Finale die VOCALUST-Session aller beteilgten Stimmen: Eine synergetische Versuchsanordnung von höchstem laborativen Reiz, weil die hier aufgeführten Laboranten erstmals eine solche Symbiose wagen!
Alle Beiträge werden von eigenen programmadäquaten Video-Projektionen der Performer begleitet.

In Kooperation mit AGGREGATnEUROPA wird im Projekt VERTOVISm eine Mehr-Kanal-Ton-Installation mit einer Komposition aus Fieldrecordings von Arbeitsstimmen rund um den Erdball vorgestellt, gewidmet dem Pionier der industriellen Klänge der Donbass_Sinfonie, Dziga Vertov. Über eine internationale Ausschreibung werden zuvor weltweit Akteure aufgerufen, sich mit ihren Sound-Files an der Komposition zu beteiligen.

Weitere temporäre Installationen finden in den angrenzenden Räumen des Palais statt: u.a. das Stimmen-Klang-Tor von Arend Zwicker/Dennis Jähnig, die Videoinstallation “Face/Rostro 05-08” des preisgekrönten Filmautors und Bildkünstlers Wolfgang Scholz, die Orkusstimme von Seelensack sowie die alljährliche Aussenillumination des Palais diesmal von LICHTinFORM Heinrich Müller.

ACHTUNG: NEUER VERANSTALTUNGSORT!

Tante-JU , An der Schleife 1, 01099 Dresden (Industriegelände)

Wann:   2. 11. 2019, Pünktlicher Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Preise:  Eintritt 15 € ermäßigt 10 €

Detlef Schweiger
Künstlerischer und organisatorischer Leiter 

Atelier in der Rähnitzgasse frei

Ab Mitte Juli ist in der Rähnitzgasse, Dresden ein Atelier (ca. 34 qm) frei,
dazu gibt es eine kleine Küche/WC, einen Vorraum und einen schönen Hof.
Zentral, beim Jap. Palais und Goldenen Reiter…
Altbau mit Deckenhöhe ca. 3,50m, Zentralheizung, Nordlicht, große Fenster, hell, 2.OG,
Preis: 307,-€ warm, zzgl. Strom. (5,19€ kalt /qm, zzgl.NK, zzgl. Strom)


Kontakt bei Interesse:
Thorsten Groetschel & Antje Guske
e-mail: mailgus@web.de
Tel.nr.: 0176-64334906

Rückblick: Mitgliederversammlung 2019

Zur Mitgliederversammlung  am 24.6. ab 16 Uhr kamen 47 Mitglieder in die Gedenkstätte Bautzner Straße. Im Vorfeld hatten sie Gelegenheit, den Ort auf eigene Faust oder mit einer Führung kennenzulernen. Die Begrüßung nahm Vorstandssprecherin Susan Donath vor, die sich u.a. bei der Geschäftsführung für ihren Einsatz bedankte. Gedenkstättenleiterin Uljana Siebert verwies in ihrer Begrüßung der Mitglieder auf die Notwendigkeit, Orte wie die Gedenkstätte zu erhalten, um erlebbar zu machen, welche Konsequenzen undemokratische Herrschaftssysteme auf das Leben von Menschen haben können. Auch Künstler*innen saßen zu DDR-Zeiten in der Untersuchungshaftanstalt ein.
Durch die in einigen Räumen zu sehenden Ausstellungsteile der aktuellen OSTRALE und das 2017 in Kooperation mit dem Künstlerbund Dresden, dem Verein Kultur aktiv und dem Dresdner Institut für Fortbildung durchgeführte Projekt “Politische Künstler*innen im Portrait Geflüchteter” waren Berührungspunkte zur Bildenden Kunst gegeben.
Die Mitgliederversammlung wählte unter anderem einen neuen Vereinsvorstand und diskutierte die Ergebnisse der Umfrage, die der KBD vor einigen Monaten durchgeführt hatte.

Neu im Vorstand sind nun:

Stefan Brock, Gudrun Brückel, Susan Donath, Doris Granz, Thomas Hellinger, Karen Kling, Janina Kracht, Katharina Lewonig, Sophie Lindner, Jana Morgenstern, Christian Rätsch, Karen Roßki, Günter Schöttner, Detlef Schweiger und Ulrich Stanke.

Ein großer Dank galt neben den aktiven, auch den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Kerstin Franke-Gneuß, Einhart Grotegut und Petra Kasten. Darüber hinaus bedankte sich die Geschäftsführerin bei allen weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern, z.B. aus Arbeitsgemeinschaften, Revisionskommission, Organisation des Aktzeichnens usw.

Diverse Artikel Künstlerbedarf günstig abzugeben

Bis zu 30 % unter Einkaufspreis abzugeben, u.a.:

Bespannte Keilrahmen mit doppelter Keilrahmenstärke, grundiert:
160 x 180 cm: 45,-
140 x 180 cm: 38,-
2x 120 x 180 cm: je 32,-
120 x 170 cm: 30,-

Leinwände mit einfachen Keilrahmen, grundiert:
2 x 120 x 160 cm: je 28,-
4 x 100 x 120 cm: je 25,-
80 x 90 cm: 18,-

Hochwertige Schmickepastelle (statt 2,99) 1,80 € pro Stück in Holzkästen zu 90 Stück, Holzkästen inklusive (Pastelle nicht eizeln abzugeben)

Art-Pastelle zu 12 Stück im Kasten, 10 €, Abgabe 46 Kästchen, auch kästchenweise

Janox-Ölpastelle, statt 0,62: 0,40 €
Naturleinen, ungrundierte Rolle 135 cm x 40 m: 500 €
Hochwertige Pigmente und andere Materialien nach Absprache

Kontakt: Ulrich Eisenfeld: Tel 0173 – 190 4684

Künstlermaterial abzugeben

20 bespannte Siebdruckrahmen kostenlos abzugeben

Ein Paket (bitte nur Angebote für alle Siebe, zumindest die kleinen und mittleren = 16 Stück)  bespannte Siebdruckrahmen*  – abholbar in Bad Schandau – kostenlos abzugeben.
Bis auf eines der ganz großen Siebe sind alle bespannt, müssen nur entschichtet werden und sind somit bereit für eine neue Kopie.

Interessierte wenden sich bitte an Georg Frank:
Tel.: 03 50 22 / 4 10 18 ( AB oder Sprachbox),
Mobil: 0175 / 72 88 97 0,  frank-schrift-werbung@t-online.de

*Die Maße finden Sie hier

 

 

 

Gespräche zum Thema: Kunst im öffentlichen Raum

Illu fuer Veranstaltung 4/19 Kunst hoch vier

Zu den herausforderndsten Projekten für Bildende Künstler*innen gehören solche im Bereich der Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Dies gilt in künstlerischer, vor allem aber auch in technischer und organisatorischer Hinsicht.

Oftmals ist bereits die Bewerbung auf die Ausschreibung eine Mammutaufgabe, bei vielerlei zu berücksichtigen ist. In der Reihe KUNST⁴ laden der Künstlerbund Dresden e.V., der Berufsverband der Bildenden Künstler*innen in der Region in Kooperation mit der Galerie Ursula Walter sowie dem Branchenverband „Wir-gestalten-dresden“ an drei Abenden dazu ein, mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen, die baugebundene Kunstwerke in Dresden umgesetzt haben. Auch Projekte, die geplant, aber nicht verwirklicht wurden, stehen zur Debatte.

Die kostenlose Gesprächsreihe, bei der bereits Paul Elsner und Claudia Scheffler Einblick in ihre Arbeit gaben, findet nun zum dritten und vorerst letzten Mal am 11.7. um 19 Uhr – voraussichtlich in der Geschäftsstelle des Künstlerbundes – Hauptstrasse 34 (Eingang Ritterstrasse), in Dresden statt.
Referentin wird dann die Dresdner Künstlerin Anke Binnewerg sein.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

 

 

 

Umzug der Geschäftsstelle

Nach 20 Jahren, die der Künstlerbund Dresden in der Äußeren Dresdner Neustadt residiert, wagen wir nun einen neuen Aufschlag: Voraussichtlich ab Anfang Mai sind wir in der Hauptstraße 32, 01097 Dresden, zu finden.

Für die neuen Räume haben wir uns aufgrund des barrierefreien Zugangs, einer besseren und besucherfreundlicheren Raumanordnung, der Einsehbarkeit über zwei große Schaufenster sowie eines großen Lagerraumes für ein Zwischendepots für künstlerische Vor- und Nachlässe entschieden. Außerdem bieten sie Atelierfläche für Künstler*innen in Souterrain.
Für den Umzug sowie Maler- und andere Arbeiten suchen wir noch viele helfende Hände und freuen uns über diesbezügliche Angebote. Wir bitten um Verständnis, dass Ende April bis Anfang Mai entsprechend eingeschränkte Öffnungszeiten gelten.

Ab spätestens Mitte Mai freuen wir uns über Besuche!