Ausschreibung: Dresdner Stipendium für Fotgrafie

Die Technischen Sammlungen Dresden und die Ostsächsische Sparkasse schreiben in diesem Jahr zum 10. Mal das Dresdner Stipendium für Fotografie aus.

Trotz der für die Partner:innen schwierigen finanziellen Situation, freuen sich die Technischen Sammlungen das Programm des Residenzstipendiums fortführen können.

Das dreimonatige Arbeitsstipendium richtet sich an Fotografi:nnen, die ihren Lebensmittelpunkt nicht in Dresden haben und hauptberuflich oder selbständig als Fotograf:innen arbeiten. Es umfasst während des Stipendienaufenthalts auch eine Förderung von 1.000 €/Monat sowie einen Zuschuss von Materialkosten. Außerdem stellt die Stiftung für diesen Zeitraum eine Wohnung zur Verfügung.

Zeitraum: März bis Mai 2026
Bewerbungsfrist: 17. Oktober 2025

Alle Informationen

 

 

 

 

 

 

offene ateliers dresden 2025 | Jetzt digital bewerben

Die offenen ateliers sind eines der festen und zentralen Formate des Künstlerbund Dresden. Jährlich einmal, jeweils am Sonntag vor dem Totensonntag im November, finden sie statt. Dieses Jahr ist das am

16. November 2025, von 10 bis 18 Uhr.

Wer Interesse hat sich zu beteiligen und das Motto Schauen, wo die Kunst entsteht mit eigenem Atelier-Leben zu füllen, kann sich bereits jetzt anmelden.

Das funktioniert ganz unkompliziert über die Plattform www.atelierverzeichnis.de.

Ausführliche Informationen dazu haben Mitglieder bereits in einem Extra-Newsletter offene ateliers erhalten. Nicht-Mitglieder melden sich gern an die Geschäftsstelle, sei es per Mail an berufsverband@kuenstlerbund-dresden.de oder telefonisch zu den Geschäftszeiten.

 

 

Open Call | 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN

Auf zur 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN. Der Open Call ist da. Hier geht es zur Messe-Website, zu allen Informationen und  – zur Bewerbung!

Nachdem die 9. KMDD mit einem leichten Besucherplus zu Ende gegangen ist, nehmen wir jetzt volle Fahrt auf, um auch die nächste Messe zu dem werden lassen, was sie sein wird:

DIE JUBILÄUMSMESSE

Wir freuen uns, auch bei der zehnten Auflage wieder weit über 100 Künstler:innen aus Dresden und der Region, Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden sowie auch einige Gäste aus den internationalen Partnerstädten der Landeshauptstadt Dresden begrüßen zu dürfen. Last but not least werden wiederholt auch einige teilnehmen, die mit Dresden-Diplom heute anderswo leben.

SHOW YOUR ART

Bevor es so weit ist, starten wir jetzt mit einem OPEN CALL, den wir wieder in die bekannten Kanäle streuen und freuen uns natürlich auch, wenn wir Hinweise auf weitere Interessenten bekommen. Der OPEN CALL wird hier auch zum Download angeboten.

SAVE THE DATE

10. KMDD | 17./18./19. April 2026 | Deutsches Hygiene Museum Dresden

 

 

Kulturstiftung des Freistaats Sachsen | Antragsstart Stipendien 2026

Ab sofort können sich freischaffende Künstler:nnen aus Sachsen in den Sparten Bildende Kunst um ein Arbeits-, Residenz- oder Reisestipendium in 2026 bewerben. Neu in diesem Jahr: Die Max Uhlig Reisestipendien sind erstmals auch für Künstler-Duos offen. Arbeitsaufenthalte am renommierten International Studio and Curatorial Program (ISCP) in New York können für das Jahr 2026 nicht ausgeschrieben werden. Grund dafür ist die angespannte Haushaltslage.

Antragsfrist ist der 1. Juli 2025.

Der 15. März ist Tag der Druckkunst

Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Ein Tag zum Feiern!

Deshalb findet immer am 15. März der Tag der Druckkunst statt.
In einer Vielzahl von Veranstaltungen wird auch 2025 rund um diesen Tag bundesweit bis hin ins benachbarte europäische Ausland eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe ist.

Sie interessieren sich für Druckkunst und möchten eine Veranstaltung besuchen? Dann stöbern Sie auf der interaktiven Deutschlandkarte des BBK Bundesverbands und finden Sie das für sich Passende in Ihrer Nähe.

Ausführliche Infos zu allen Veranstaltungen hier.

Ateliergespräch: Patrizia Westerholz im Gespräch mit Teresa Ende

Am 12. April unterhält sich Dr. Teresa Ende (Kunsthistorikerin, Dresden) mit Patrizia Westerholz – in ihrem Atelier.  

Was: Ateliergespräch | Dr. Teresa Ende spricht mit der Künstlerin Patrizia Westerholz in ihrem Atelier

Wann:  12. April 2025, 18 Uhr
Wo:
Bärensteiner Straße, Dresden

Wer bei einem der von Clivia Bahrke veranstalteten Art Talks dabei sein möchte, findet hier die Möglichkeit sich anzumelden, um ein Ticket (30 € inkl. Getränke) zu buchen und die genaue Adresse zu erhalten:

Ateliergespräche | Dresden

© Foto von Patrizia Westerholz, Clivia Bahrke

Druckkunst in Dresden und auf Catawiki

Bildende Künstler:innen sind in mancher Hinsicht auch Eremiten. Oft arbeiten sie lange allein an einem Ort, der nicht immer abgeschieden sein muss, der aber doch einsames Arbeiten einschließt.  Marc Floßmann, Mitglied im Künstlerbund Dresden, schätzt, obwohl er längst in Bielefeld lebt, so einiges an der Situation für Grafiker in Dresden. Und teilt hier außerdem seine jüngsten Erfahrungen, die er auf der Plattform Catawiki gemacht hat.

KBD: Marc, wir haben uns kürzlich, als du deine Grafik von der Ausstellung Zeitgleich-Zeitzeichen abgeholt hast, auch über die allgemeine Situation der Druckgrafik in Dresden unterhalten.

MF: Ja, in Dresden wird die Druckgrafik wirklich noch hochgehalten und es gibt noch einige Orte, an denen man Druckgrafik machen kann. In Bielefeld, wo ich jetzt lebe, gibt es überhaupt keine öffentlichen Stellen, keine Akademie, keine offene Werkstatt. Es ist schön, dass das in Dresden noch so lebendig ist!

KBD:  Wir haben vor diesem Hintergrund auch einmal alle auf einen Blick gelistet (weiterführender Link am Beitragsende). Das heißt, du nutzt diese Werkstätten dann auch heute noch, wenn du in Dresden bist?

MF: Während der Pandemie habe ich mir eine eigene Druckerpresse angeschafft. Aber mittlerweile bin ich wieder öfter in Dresden und habe mich letzte Woche erst in der Grafikwerkstatt der Technischen Sammlungen in der Junghansstraße eingemietet. Das geht nach Anmeldung auch gut und ist eine beeindruckend große und vielseitige Werkstatt.

KBD: Du hattest davon erzählt, dass Druckgrafik für dich gar nicht so sehr während des Studiums, sondern erst hinterher interessant wurde.

MF: Damals während des Grundstudiums an der HfBK war das nicht meine Sache. Das wirkte für mich wie weit aus der Vergangenheit. Ich hatte so jungspornige Ideen, dass es ganz woanders hingehen müsste und habe das zwar gelernt, aber gar nicht für mich genutzt. Das kam erst viel später, so mit Mitte 40, und eigentlich wegen Corona, weil da so ein Innehalten war.

KBD: Corona war der äußere Anlass, wie ist es dann weitergegangen?

MF: Ich habe viel mehr Zeit am Computer verbracht und begonnen, selbst nach älterer Druckgrafik im Internet zu schauen. Angefangen hat das mit Interesse an und Ankäufen von Drucken von Jacques Callot und Giovanni Battista Piranesi – hier bin ich lange drangeblieben und habe dann Grafiken zu erstaunlich niedrigen Preisen bekommen.

KBD: Kannst du ein Beispiel machen?

MF: Ich habe für 220 € von Piranesi das Pantheon in Rom über einen Trödelhändler aus Düsseldorf gekauft.

KBD: Unglaublich, wenn man bedenkt, dass es sich hier um Druckgrafik aus dem 18. Jh. handelt.  Auf welcher Plattform hast du den ersteigert?

MF: Anfangs habe ich über ebay-Kleinanzeigen und ebay gesucht und bin dann aber durch Empfehlung eines Künstlerkollegen schnell auf Catawiki gestoßen.

KBD: Ist das eine seriöse Plattform? Auf meinem privaten E-Mail-Account erhalte ich seit Kurzem täglich Anzeigen. Auf den ersten Blick gibt es vom Asteroidenkern über den Narwahlzahn bis zur Zierdecke reichlich Material für eine Wunderkammer. Welche Erfahrung hast du bei deiner Suche dort gemacht?

MF: Es stimmt natürlich: Auf Catawiki gibt es von Kunst über Oldtimer, Luxusuhren und Einrichtungsgegenstände so ziemlich alles. Mich hat speziell die Kategorie “Druckgrafik, Antike Druckgrafik, Alte Meister” interessiert. Das ist eine Online-Auktion, die fast jede Woche stattfindet und die man in diesem ganz großen Komplex von Catawiki erst finden muss. Hier sind Anbieter aus Belgien, Frankreich, Italien und den Niederlanden, es ist internationaler.

Neben guten Erfahrungen habe ich aber natürlich auch schlechte gemacht. Eine Rembrandt-Radierung, die ich für 70 € bekommen habe, erwies sich nach der Prüfung durch ein Auktionshaus als gut gemachte Fälschung. Sie war ein paar Millimeter zu groß, daran erkannten die Fachleute das. Die Risiken bei Online-Auktionen sind  wie sonst auch Verkäufer, die nicht ehrlich sind. Das vermeintliche Rembrandt-Blatt habe ich trotzdem behalten.

KBD: Du hast dir inzwischen eine ganze Sammlung von grafischen Eremiten-Darstellungen aufgebaut (s. Titelbild) und schlägst mit diesem Thema auch eine Brücke zu deinen Minimalhäusern – tiny houses.

MF: Über die Grafiken tat sich tatsächlich ein inhaltlicher Zusammenhang mit meinen Minimalhäusern auf. Was wir heute tiny house nennen war früher und für Eremiten selbstverständlich, nämlich einfach und selbst zu bauen, und dazu noch einen kleinen Garten zur Selbstversorgung anzulegen. Ruinen, Eremiten sowie deren Behausungen, das ist der Schwerpunkt meiner Sammlung geworden.

KBD:  Zurück zur Druckkunst: Bietet sich Catawiki auch für den Verkauf deiner eigenen Grafiken an?

MF:  Versucht habe ich es, aber ohne nennenswerten Erfolg. Das Problem besteht darin, dass auf einer solchen Plattform natürlich niemand nach Arbeiten eines nicht weithin bekannten Künstlers sucht. Catawiki ist also leider keine Geldmaschine für junge Künstler. Ich kann aber als Zwischenhändler mit Grafiken, die ich aus Gebrauchtwarengeschäften oder Nachlässen ankaufe, und die ich nicht in meiner Sammlung behalten möchte, ein Nebeneinkommen erzielen. Mit jedem Blatt wäge ich ab, Sammlung oder Wiederverkauf. Es ist auf jeden Fall eine neue Kategorie von Kunstmarkt, die hier entsteht und die viel transparenter ist.

KBD: Transparenter inwiefern?

MF: Die Preise für alte Druckgrafik werden transparenter, preiswerter, und langfristig auch die unterschiedliche Wertschätzung oder Kenntnis von Druckgrafik in verschiedenen Ländern.

KBD: Danke für’s Teilen deiner Erfahrung!

Für alle am Drucken Interessierten kommt hier die
Übersicht aller wichtigen Druck-Adressen in Dresden.

 

© Radierung von Marten de Vos, Copres, gedruckt bei Rafael Sadeler in Prag um 1600,  17,5 x 20,5 cm

 

BBK-Umfrage 2025: Von der Kunst zu leben

Vom 18.2. bis zum 30.4.2025 sind alle in Deutschland lebenden Bildenden Künstler:innen herzlich eingeladen, sich an der aktuellen Umfrage „Von der Kunst zu leben. Die wirtschaftliche und soziale Situation Bildender Künstler:innen“ zu beteiligen. 

Die in regelmäßigen Abständen stattfindende Umfrage wird in diesem Jahr erstmalig im gemeinsamen Auftrag vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und der Stiftung Kunstfonds durchgeführt. Ziel der Erhebung ist es, fundierte Daten zur bundesweiten Situation von Kunstschaffenden zu erfassen. Die Ergebnisse der Umfrage sind für den BBK Bundesverband von zentraler Bedeutung für eine starke Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung. Gleichzeitig werden sie der Stiftung Kunstfonds dazu dienen, die Passgenauigkeit ihrer Förderprogramme zu überprüfen.

Jetzt teilnehmen

Die BBK Bundesvorsitzenden Dagmar Schmidt und Marcel Noack zur Bedeutung der Umfrage für den Verband:

„Für unseren Austausch mit politischen Mandatsträger:innen ist es von enormer Bedeutung, unsere Forderungen auch mit konkreten Daten zu untermauern. Durch die regelmäßig vom BBK Bundesverband durchgeführte Umfrage und die rege Beteiligung an der Beantwortung des Fragebogens haben wir hochaktuelle und belastbare Informationen.“

Der Abschlussbericht zur Umfrage erscheint im Herbst 2025. Die Erhebung wird von der Prognos AG durchgeführt. Die Studie wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.