Sofort- und andere Hilfsmöglichkeiten für Künstler*innen

Ein neues Infodesk EU-Förderung hat der Creative Europe Desk KULTUR eingerichtet. Das “Infodesk EU-Kulturförderung” in der Zeit der Coronapandemie informiert hier über aktuelle Förderungen aus EU-Programmen und geplante Maßnahmen ab 2021, die zur Unterstützung des Kultur- und Kreativsektors in und über die Coronakrise hinaus beitragen.

Unkomplizierte Hilfe können Solo-Selbständige über das Programm SOS FOR CULTURE, einen Zusammenschluss aus der Solidaritätsaktion des Branchenverbandes wgd (wir gestalten Dresden) und der Dresdner Stiftung Lichtblick beantragen. Hier findet sich der Antrag.

Die zweite Antragsrunde für das Denkzeit-Stipendium für freischaffende Kulturschaffende bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS) läuft aktuell. Geförderte erhalten einen einmaligen Zuschuss von 2.000 Euro. Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ansätze und Formate. So können beispielsweise Recherche- und Konzeptarbeiten oder Ideen der künstlerischen Reflexion der Krise ebenso Gegenstand des Stipendiums sein wie das Ausloten digitaler Interaktionstechniken, die Erprobung von Veranstaltungsformaten im virtuellen Raum oder die Restrukturierung von Arbeitsprozessen. Infos zur Antragstellung finden sich hier.

Künstler*innen, Kultur- und Kreativschaffende, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, können zum einen Zahlungserleichterungen oder Zahlungsaufschub beantragen und zum anderen eine Änderungsmitteilung über das geschätzte Jahreseinkommen zu machen. Werden durch die Minderung des Einkommens die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht nicht mehr erfüllt, wird bleibt der Versicherungsschutz bis auf Weiteres bestehen. Hier können Sie sich informieren.

Abgabepflichtiges Unternehmen können ebenso einen Antrag auf Zahlungserleichterungen oder Zahlungsaufschub stellen. Außerdem können die monatlichen Vorauszahlungen auf die abgabepflichtigen Entgeltzahlungen auf Antrag herabgesetzt werden.

Unterstützung im Rahmen des Härtefall-Programmes der Sächsischen Aufbaubank ist leider nicht für Freiberufler*innen sondern für Freie Träger möglich.  Wer sich dennoch darüber informieren will, kann dies hier tun.

Aktuell mehren sich die Meldungen von Künstler*innen, deren Antrag auf Soforthilfe abgelehnt wurde.
Wir bitten alle, denen dies passiert, um Information, idealerweise mit den entsprechenden (gern auch geschwärzten Daten versehenen) Schreiben. Wir prüfen derzeit die Gründe von Ablehnungen. Außerdem machen erste Kolleg*innen die Erfahrung, dass sie – entgegen ursprünglich anderslautenden Berichten – nun doch keine Lebenshaltungskosten oder Kosten für ihren eigenen Unterhalt sollen abrechnen dürfen.
Um wirksam dagegen argumentieren können, brauchen wir dringend die Zuarbeit und Erdahrungsberichte von Kolleg*innen.

Wenngleich auch Kulturstaatsministerin Grütters zugesagt hatte, Kreative nicht im Stich zu lassen –  „Wir haben ihre Sorgen im Blick und werden uns dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen mit einbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen geht” – bezieht sich bislang keines der als Konjunkturpakete aufgelegten Programme der Bundesregierung  auf Solo-Selbständige. Bzw. nur insofern, als Institutionen, die auch Künstler*innen beschäftigen, unterstützt werden können. Dies gilt auch für die Anfang Juni verabschiedeten Massnahmen „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“. Sie sollen mithilfe einer dafür eingeplanten Summe von einer Milliarde Euro zur Stärkung der Kulturinfrastruktur beitragen.

Ähnlich scheint es leider auch bei dem im Juni in den Sächsischen Landtag einzubringenden Entwurf auszusehen. Genaueres bleibt abzuwarten.

Durch die massenhaften Absagen kultureller Veranstaltungen sehen sich auch viele freiberufliche Künstler*innen in ihrer Existenz bedroht. Der BBK unterstützt die Forderungen des Deutschen Kulturrats und anderer Verbände, einen Nothilfefonds aufzulegen. Bund und Länder wollen in den nächsten Tagen hierzu konkrete Absprachen treffen.

Hinweise zu den Folgen von Veranstaltungsabsagen finden sich hier: https://darstellende-kuenste.de/de/service/nachrichten/2588-vereint-gegen-negative-auswirkungen-des-corona-covid-19-virus-vorgehen.html

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen ruft unter dem Titel „Keep the arts alive“ kunst- und kulturfördernde Stiftungen dazu auf, einen Fonds für öffentliche und private Kulturförderer zu bilden, der Künstler*innen unterstützt. Der BBK unterstützt diesen Aufruf.

Auch Selbstständige und Freiberufler werden bei Quarantäne entschädigt, informiert der Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e. V: https://www.vgsd.de/corona-virus-auch-selbststaendige-und-freiberufler-werden-bei-quarantaene-entschaedigt/

 


Eine sehr gute Übersicht zu Darlehen, Stipendien, hilfreiche Tipps u.a. findet sich auf der Seite des Landesverbandes Kreatives Sachsen:  CORONA: DAS MÜSSEN KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN JETZT WISSEN

Informationen auf den Seiten des Deutschen Kulturrates

Keep the arts alive! Notfallfonds für Künstlerinnen und Künstler – Bundesverband Deutscher Stiftungen

Online-Petition: “Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen durch die Coronakrise” – change.org

Aktuelle Hinweise der Künstlersozialkasse für selbständige KünstlerInnen zum Corona-Virus (Inkl. Infos zu Anträgen auf Stundung oder Ratenzahlung und Anpassungen der Meldungen zum geschätzten Jahreseinkommen)

(Bitte beachten Sie, dass wir die Aktualität der Links nicht gewährleisten können!

Gemeinsame Aktion der DNN mit dem KBD

Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen notwendigen und weitgreifenden Einschränkungen kann Kunst gegenwärtig nicht in Galerien oder Museen gezeigt und angeschaut werden. Für die Künstler*innen bedeutet das einen erheblichen Verlust an Öffentlichkeit und natürlich auch den Ausfall von Einnahmen durch den Verkauf ihrer Werke.

Die Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) boten deshalb in Zusammenarbeit mit dem Künstlerbund e.V. Dresdner Künstler*innen Öffentlichkeit und stellten den Leserinnen und Lesern verschiedene – per Los ausgewählte – Werke vor.  Auf diese Weise konnten auch einige der präsentierten Arbeiten verkauft werden, wurden Atelierbesuche vereinbart usw. Der Erlös ging dabei natürlich zu 100  an die beteiligten Künstlerinnen und Künstler.

Die Aktion endete am 14.5. Veröffentlicht werden bzw. werden konnten (in der Reihenfolge des Erscheinens) Werke von:

Justus Bräutigam
Nadine Wölk
Falk Töpfer
Monika Grobel
Philipp Gloger
Oskar Staudinger
Karen Koschnick
Frank K. Richter-Hoffmann
Leonore Adler
Alexandra Müller
Ursula Güttsches
Manaf Halbouni
Olaf Amberg
Thomas Reichstein
Christoph Grabe
Manja Barthel
Daniel Bahrmann
Viktoria Graf
Helena Zubler
Thorsten Groetschel
Jochen Fiedler
Silvia Klöde-Hoffmann
Pablo Walser
Michael Klose
Lita Poliakova
Gudrun Brückel
Michael Dobbelt
César Olhagary
Anne Rosinski

 

Aktuelle Maßnahmen des KBD auf Grund der Corona-Pandemie

Nach einer Art “Lockdown” auch der Geschäftsstelle(nöffnungszeiten) ist der Betrieb inzwischen wieder weitgehend normalisiert.
Besucherinnen und Besucher bitten wir aber um Einhaltung des Mindestabstandes sowie um das Tragen eines Mundschutzes beim Eintreten.

  • Falls es einigen der Mitglieder auf Grund einer finanziellen Notlage momentan nicht möglich ist, die Mitgliedsbeiträge fristgerecht zum 31.3. zu entrichten, bieten wir nach Absprache auf Kulanzbasis  verschiedene Möglichkeiten der Zahlung an (Raten, Teilbeiträge, etc.). Nachfragen können gerne per E-Mail oder Telefon an die Geschäftsstelle gerichtet werden.
  • Unter: “Sofort- und andere Hilfsmöglichkeiten für Künstler*innen” versucht die Geschäftsstelle aktuell über die verschiedenen Entwicklungen bzgl. finanzieller Nöte, möglichen Ansprüchen, Fonds, Petitionen, etc. der Bildenden Künstler*innen zu informieren und weiterführende Links anzubieten.
  • Wir bitten die Mitglieder uns konkret mitzuteilen, ob sie auf Grund der Corona-Krise und der sich verschlechternden Auftragslage in der Kultur- und Kreativwirtschaft, in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Viele Künstler*innen sind auch auf Nebenjobs, oft ebenfalls im Kulturbereich zu verorten, angewiesen. Diese Brotjobs sind zum Teil schon weggebrochen oder stehen vor dem Aus. Diese Angaben werden gesammelt, um Forderungen an die Politik zu formulieren. berufsverband@kuenstlerbund-dresden.de
  • Auf Grund zahlreicher Schließungen von Museen, Absagen von Veranstaltungen und Ausstellungen ist und wird die Sichtbarkeit von Kultur und Kunst im gesellschaftlichen und öffentlichen Leben von Tag zu Tag geringer. In unserer Sondersitzung haben wir über diverse (digitale) Formate und Konzepte gesprochen, um die Kunst und ihre Akteur*innen in der kommenden Zeit sichtbar zu halten! Darüber informieren wir zu gegebener Zeit weiter.  Erste Hilfsmöglichkeiten, sofern Sie unter Quarantäne gestellt wurden, können ggf. hier recherchiert/beantragt werden:
    https://www.kreatives-sachsen.de/2020/03/12/corona-das-muessen-kultur-und-kreativwirtschaftsunternehmen-jetzt-wissen/

Ihnen und Euch: Danke für das Verständnis und gute Gesundheit!
Freundliche Grüße,

Vorstand des Künstlerbundes Dresden e.V.

 

 

Corona-Pandemie – Hilfe auch für freischaffende Künstler*innen

Durch die massenhaften Absagen kultureller Veranstaltungen sehen sich auch viele freiberufliche Künstler*innen in ihrer Existenz bedroht. Der BBK unterstützt die Forderungen des Deutschen Kulturrats und anderer Verbände, einen Nothilfefonds aufzulegen. Bund und Länder wollen in den nächsten Tagen hierzu konkrete Absprachen treffen.

Hinweise zu den Folgen von Veranstaltungsabsagen finden sich hier: https://darstellende-kuenste.de/de/service/nachrichten/2588-vereint-gegen-negative-auswirkungen-des-corona-covid-19-virus-vorgehen.html

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen ruft unter dem Titel „Keep the arts alive“ kunst- und kulturfördernde Stiftungen dazu auf, einen Fonds für öffentliche und private Kulturförderer zu bilden, der Künstler*innen unterstützt. Der BBK unterstützt diesen Aufruf.

Kulturstaatsministerin Grütters hat zugesagt, Kreative nicht im Stich zu lassen: „Wir haben ihre Sorgen im Blick und werden uns dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen miteinbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen geht.“

Erste Sofortmaßnahmen wurden beschlossen. Grütters kündigte an, bei vom Bund geförderten Projekte und Veranstaltungen, die wegen des Coronavirus abgesagt werden müssen, auf Rückforderungen so weit wie möglich zu verzichten. „Wir werden unsere rechtlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen, weil klar ist, dass bereits viel Engagement und Geld in diese Aktivitäten geflossen sind. Möglicherweise können hier statt analoger auch digitale Formate zum Einsatz kommen.“

Auch Selbstständige und Freiberufler werden bei Quarantäne entschädigt, informiert der Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e. V: https://www.vgsd.de/corona-virus-auch-selbststaendige-und-freiberufler-werden-bei-quarantaene-entschaedigt/

(Aktuelle Meldung des BBKs vom 15.03.2020)


Weitere Links zum Thema:

Aktuelle Meldung des Bundesverbandes der Bildenden Künstler*innen (15.03.2020)

Informationen auf den Seiten des Deutschen Kulturrates

Petition: HILFEN FÜR FREIBERUFLER UND KÜNSTLER WÄHREND DES “CORONA-SHUTDOWNS”

Veranstaltung: Stammtisch-Spezial “Corona & Kreativwirtschaft” von Wir gestelten Dresden (am 18.03.2020, nur mit Anmeldung!)

CORONA: DAS MÜSSEN KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN JETZT WISSEN – Eine Zusammenstellung von vielen Informationen und Möglichkeiten – Landesverband KREATIVES SACHSEN

Keep the arts alive! Notfallfonds für Künstlerinnen und Künstler – Bundesverband Deutscher Stiftungen

Spendenaufruf #SAVEYOURLOCALARTIST – Branchenverband “Wir gestalten Dresden

Online-Petition: “Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen durch die Coronakrise” – change.org

Aktuelle Hinweise der Künstlersozialkasse für selbständige KünstlerInnen zum Corona-Virus

(Bitte beachten Sie, dass wir die Aktualität der Links nicht gewährleisten können!)