Herrenberg-Urteil: Übergangsregelung bis Ende 2026

Anlässlich des sogenannten Herrenberg-Urteils hat der Deutsche Bundestag jetzt eine Übergangsregelung beschlossen, die bis Ende 2026  gelten wird.

Diese Übergangsregelung sieht vor, dass Auftraggeber und Auftragnehmer bei Vertragsschluss untereinander schriftlich vereinbaren, dass von einer selbstständigen Tätigkeit ausgegangen wird.

Demnach besteht eine Sozialversicherungspflicht aufgrund einer abhängigen Beschäftigung erst ab dem 1. Januar 2027, wenn im Rahmen eines Statusfeststellungsverfahren festgestellt wird, dass eine abhängige Beschäftigung vorliegt.

Diese Regelung war erforderlich, da nach dem sogenannten Herrenberg-Urteil aus dem Jahr 2022 sich die Sozialversicherungsträger (GKV-Spitzenverband, Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit) in einem Gemeinsamen Besprechungsergebnis vom 04.05.2023 auf die „Versicherungsrechtliche Beurteilung von Lehrern und Dozenten“ verständigt haben. Das Besprechungsergebnis ist seit dem 01.07.2023 Grundlage für Betriebsprüfungen der Deutschen Rentenversicherung. Dies führt aktuell zu einer großen Verunsicherung in der kulturellen Bildung sowie der Weiterbildung.

Es bestand die Gefahr, dass aufgrund von Rechtsunsicherheit Angebote kultureller Bildung drastisch zurückgefahren werden. Auch drohten sowohl öffentlichen als auch privaten Einrichtungen der kulturellen Bildung ggfs. hohe Nachzahlungen, die existenzbedrohend sein können.

Einige privatwirtschaftliche Anbieter haben bereits ihr Angebot eingeschränkt. Betroffen sind aus dem Bereich der kulturellen Bildung u.a. Volkshochschulen, Jugendkunstschulen, Musikschulen, Ballettstudios, Weiterbildungsanbieter und andere mehr – unabhängig von ihrer Rechtsform bzw. öffentlichen Förderung.

Weitere Informationen vom Bundesverband Freier Musikschulen

Weitere Informationen beim Verband der Gründer und Selbstständigen

 

Informationen aus dem Amt für Kultur und Denkmalschutz

Von kulturellen Angeboten, Veranstaltungsreihen bis hin zu aktuellen Ausschreibungen und Open Calls findet ihr hier alles für euch Relevante.

VERANSTALTUNGEN UND WISSENSWERTES

Kulturstiftung der Länder initiiert Aktionsfonds
Die Kulturstiftung der Länder hat einen Aktionsfonds ins Leben gerufen, der mit 100.000 Euro dotiert ist. Das Hauptziel dieses Fonds ist es, insbesondere kleinere Kultureinrichtungen bei der Einführung eines nachhaltigen Risiko- und Gefahrenmanagements zu unterstützen. Dabei sollen Maßnahmen wie die Erstellung von Notfallplänen, die Beschaffung entsprechender Notfallausrüstung, die Bildung regionaler Netzwerke und Schulungen finanziell gefördert werden. Die Notfallallianz Kultur ist eine gesellschaftliche Initiative, die darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit des Kultursektors in Krisensituationen zu stärken. Ihr übergeordnetes Ziel ist es, Kunst und Kulturgut besser vor Notlagen zu schützen, wobei insbesondere Archive, Museen und Bibliotheken sich auf derartige Eventualitäten vorbereiten müssen.

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KuBiK – Kulturelle Bildung in Kindertageseinrichtungen
Im Jahr 2025 unterstützt das Programm KuBiK insgesamt 15 Kulturpartnerschaften zwischen kommunalen Kindertageseinrichtungen und Kulturpädagoginnen bzw. -pädagogen. Sie spiegeln die Vielfalt der Kulturlandschaft wider: Im Bereich Musik werden dieses Jahr Projekte mit Banda Comunale realisiert, dazu gibt es Angebote zur nachhaltigen Entwicklung durch die Materialvermittlung „Zündstoffe“ des Konglomerat e. V. Darüber hinaus sind literaturpädagogische Projekte mit Erzählraum e. V. und LiteraTOUR Sachsen sowie medienpädagogische Projekte der Trickfilmschule Fantasia e. V. vertreten. Weitere Kooperationen bestehen in den Bereichen Handwerk, Bildende Kunst, Theater, Tanz und Interdisziplinäres – etwa die Zusammenarbeit zwischen Woods of Birnam, der Gemäldegalerie Alte Meister und der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Hort Blasewitz. Das Amt für Kultur und Denkmalschutz fördert jedes Jahr in Kooperation mit dem Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Stadt Dresden die Umsetzung von kulturellen Bildungspartnerschaften in Dresdner Krippen, Kindergärten und Horten mit Honorar- und Sachkosten.

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AKTUELLE PREISE, AUSSCHREIBUNGEN, CALLS UND UMFRAGEN

Sinfonietta erhält den Kunstpreis 2025 der Landeshauptstadt Dresden
Förderpreise gehen an den Kunstverein Dresden e. V. sowie die Tanzcompany Miller de Nobili
Am Montag, den 17. März 2025 wurden die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Kunstpreises sowie des Förderpreises verkündet. Der Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden wird in diesem Jahr an das Orchester Sinfonietta Dresden e. V. verliehen. Die Tanzcompany Miller de Nobili sowie der Kunstverein Dresden e. V. werden jeweils mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung unterstreicht die Landeshauptstadt Dresden ihr Engagement für die Kunstszene und fördert Talente, die mit ihrer Arbeit Impulse für die kulturelle Entwicklung der Stadt und darüber hinaus setzen. Bis zum 31. Oktober 2024 gingen 51 Vorschläge ein. Die durch den Stadtrat berufene Jury wählte daraus die drei Preisträger aus. Die feierliche Preisverleihung findet am Montag, 23. Juni 2025, statt. Erst im November 2024 hatte der Stadtrat eine Erhöhung der Preisgelder beschlossen: Die Dotierung des Kunstpreises wird ab 2025 von bisher 7.000 Euro auf 10.000 Euro angehoben. Zudem ermöglicht eine Kooperation mit der Arras Stiftung zusätzliche Stipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro für die Förderpreisträgerinnen und Förderpreisträger.

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Förderung von Gedenkstätten, Archiven und Initiativen

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten fördert Gedenkstätten, Archive und Initiativen in freier Trägerschaft im Freistaat Sachsen sowie Projekte juristischer oder natürlicher Personen. Zu den Fördergegenständen gehören u. a. der Betrieb von Gedenkstätten und Museen zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft sowie entsprechende, Projekte zur Bewahrung mündlicher Überlieferungen sowie Maßnahmen, die einen Dialog zwischen den Generationen fördern sowie insbesondere junge Menschen ansprechen.

Antragsfrist:
 31. August 2025

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Projektförderung Stiftung Toleranz und Völkerverständigung
Die Stiftung fördert im Rahmen einer Projektförderung Maßnahmen zum Zweck der Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz. Zuwendungsempfänger können in der Regel nur juristische Personen oder rechtsfähige Vereine sein. Die Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung unterstützt Projekte, die geeignet sind, die Völkerverständigung zu fördern, Rechtsextremismus, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und daraus motivierte Gewalt in Deutschland entgegenzuwirken. Zielgruppe der Förderung sind Kinder und Jugendliche. Zielgebiet der Förderung sind die Neuen Bundesländer und Berlin. Die Stiftung fördert insbesondere innovative Projekte im kulturellen, sportlichen und pädagogischen Bereich und Jugendaustauschprojekte, vorwiegend mit den östlichen Nachbarländern Europas und Israel. Dhttps://www.stiftung-toleranz.de/foerderung/ie Projekte sollten nachhaltig angelegt sein.

Antragsfrist:
 ganzjährig

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KULTUR UND NACHHALTIGKEIT

Save the Date |Netzwerktreffen Kultur & Nachhaltigkeit
Am 17. Juni 2025 lädt das Netzwerk Kultur & Nachhaltigkeit zum nächsten Netzwerktreffen in die Staatsoper Dresden ein. Eingeladen sind alle, die sich mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Kultursektor beschäftigen oder erste Impulse dazu suchen. Im Mittelpunkt des Netzwerktreffens steht das Thema Klimafolgenanpassung. Das Netzwerktreffen bietet eine Gelegenheit, voneinander zu lernen, Ideen zu teilen und gemeinsam Strategien für eine nachhaltigere Kulturlandschaft zu entwickeln. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Ateliergespräch: Patrizia Westerholz im Gespräch mit Teresa Ende

Am 12. April unterhält sich Dr. Teresa Ende (Kunsthistorikerin, Dresden) mit Patrizia Westerholz – in ihrem Atelier.  

Was: Ateliergespräch | Dr. Teresa Ende spricht mit der Künstlerin Patrizia Westerholz in ihrem Atelier, das sie bald gezwungenermaßen bald verlassen muss.

Wann:  12. April 2025, 18 Uhr
Wo:
Bärensteiner Straße, Dresden

Wer bei diesem von Clivia Bahrke veranstalteten Art Talks dabei sein möchte, findet hier die Möglichkeit sich anzumelden, um ein Ticket (30 € inkl. Getränke) zu buchen und die genaue Adresse zu erhalten:

Ateliergespräche | Dresden

© Foto von Patrizia Westerholz, Clivia Bahrke

 

 

 

Ausschreibung: BBK Oberbayern präsentiert Druckkunst

Der BBK Oberbayern veranstaltet vom 22.02. bis 16.03. 2025 eine Ausstellung manueller Druckkunst und lädt bundesweit BBK-Mitglieder zur Teilnahme ein. Bewerbungsfrist ist der 02.02.2025.

Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Ein Tag zum Feiern, finden wir! Deshalb findet immer am 15. März der Tag der Druckkunst statt. In einer Vielzahl von Veranstaltungen wird rund um diesen Tag bundesweit bis hin ins benachbarte europäische Ausland eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe ist!

Alles zur Ausschreibung und den Ausstellungsbedingungen hier.

 

Aktzeichnen | Regelmäßig hier im Künstlerbund

Das Aktzeichnen mit wechselnden Modellen findet regelmäßig im Abstand von etwa 5 Wochen, in den Räumen der Geschäftsstelle auf der Hauptstraße 34 statt.

Neue Termine werden immer am jweilige Abend abgestimmt, bei Interesse gerne unter martina.remlinger@kuenstlerbund-dresden. de erfragen.

Wir bitten bei Interesse um eine verbindliche Anmeldung!

KUNSTFONDS_Stipendium für freiberufliche Bildende Künstler:innen

Das Stipendium umfasst 18.000 Euro für 6 Monate. Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2025 (24 Uhr).

18.000 Euro für 6 Monate sind via Kunstfonds_Stipendium ausgelobt, um die konzentrierte künstlerische Arbeit und neue Ideen als nachhaltige Basis für das zukünftige freiberufliche Schaffen zu fördern. Antragsberechtigt sind bildende Künstler:innen, Künstler:innen-Duos sowie Mitglieder der VG Bild-Kunst Berufsgruppe I, die im Hauptberuf als freischaffende bildende Künstler:innen tätig sind, ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben und die im Bewilligungszeitraum weder immatrikuliert noch angestellt sind (Minijobs sind zulässig). Aus den Bewerber:innen für das KUNSTFONDS_Stipendium werden auch die Preisträger:innen für die jährlich vergebenen Auszeichnungen HAP Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst und Förderpreis Valerie und Prof. Kurt M. Schulz-Schönhausen ausgewählt.

Bewerbungsfrist: 15. Januar 2025 (24 Uhr).

Bürger:inneneinwand | Bis 11.12. an die Stadt senden

Das Netzwerk Kultur, dem auch der Künstlerbund Dresden angehört, und das Bündnis gegen Kürzungen rufen auf zur Teilnahme: Bitte, sendet einen Bürger:inneneinwand gegen den Haushaltsentwurf 2025/2026 bis 11.12.2024 an die Stadt. Lasst uns gemeinsam für eine starke Kulturstadt Dresden eintreten!

Die Landeshauptstadt Dresden  plant Kürzungen im Kulturbereich in Höhe von weit über 4 Millionen Euro. Weitere Kürzungen betreffen nicht nur die Kultur, sondern auch die Bereiche Jugend, Bildung und Soziales. Diese Einsparungen bedrohen die Vielfalt und Lebensqualität unserer Stadt. Deshalb rufen wir euch dazu auf, euren Einwand gegen den aktuellen Haushaltsentwurf einzulegen.

Und das geht so:

𝟭 Lade dir hier das Dokument für den Bürger:inneneinwand herunter.
𝟮 Vervollständige es mit deinen Angaben (Name und Adresse sind erforderlich).
𝟯 Sende es per Mail an: stadtkaemmerei@dresden.de

Oder per Post an:

Landeshauptstadt Dresden
Stadtkämmerei
PF 120020
01001 Dresden

Wer ist berechtigt?

Alle Einwohner:innen und Abgabepflichtigen der Stadt Dresden sind berechtigt, einen Bürgereinwand einzulegen.

Mehr Informationen über den Haushaltsentwurf und die Einreichung deines Bürgereinwands findet  ihr auf der offiziellen Seite der Stadt.

ACHTUNG: Die Einwände sind nur bis 11.12.2024 möglich!

 

#GemeinsamFürKulturDD #Bürgereinwand #Kulturretten #Dresden #GemeinsamGegenKürzungen #KulturErhalten #BündnisGegenKürzungen #KürzungenStoppen

WILLKOMMEN! Neue Besen – Alte Hasen | 04/2024

Doppelvernissage am 7.11.🧚‍♂️:  Zwei Neu-Mitglieder und zwei Partnerinnen bestreiten den Jahresausgang: Herzlich Willkommen zur Begrüßung am 7. November!  Im Schaufenster-Off-Space eröffnet am gleichen Abend Susan Donath mit „WAS IT LOVE“ – Willkommen zur Doppelvernissage!

Themen wie Leerstand, Neuanfang und Veränderung prägen das Werk von Thomas Judisch, der in raumgreifenden Installationen auch gern auf ortsspezifische Charakteristika reagiert. Das leere KBD-Treppenhaus schrie förmlich nach ihm und so reagiert er jetzt mit einer Intervention, die in Affichenpapier eine Rigips-Trockenbau-Wand simuliert. Eine Leere in der Leere? Oder ein füllender Neuanfang? Das dürfen alle Besucher:innen jetzt gern erkunden. Thomas und seine Tandem-Partnerin Karen Weinert sind beide in den Fußspuren des großen Konzeptkunst-Pioniers Joseph Kossuth unterwegs und was Karen aus ihrer „Trilogie der Dinge“ beisteuert, regt dazu an, über den Zusammenhang von Objekt, Text und Fotografie nachzudenken.

„Geh nicht aus dem Zimmer“ lautet der Titel eines Gedichts des russischen Dichters Joseph Brodsky, den Erika Lust ihrer Ausstellung von drei Gemälden im Rahmen ihres WILLKOMMEN im Künstlerbund voranstellt. Wer sie sehen möchte, geht natürlich trotzdem vor die Tür und entdeckt daneben auch Arbeiten der Malerin und Grafikerin Rita Geißler. Beide haben sich vor vielen Jahren beim Aktzeichnen im Künstlerbund kennengelernt und fühlen sich in ihren Biografien, in ihrer Sicht auf Kunst und Malweise wie auch in ihrer Liebe zur russischen Kultur und Sprache verbunden.

07.11. – 05.12.2024
WILLKOMMEN! Neue Besen – alte Hasen

Neue Mitglieder im Tandem mit einem Bestandsmitglied:

Thomas Judisch mit Karen Weinert
Erika Lust  mit Rita Geißler

Di und Do, 9 – 13 und 14 – 17 Uhr, Geschäftsstelle Künstlerbund

WILLKOMMEN: 07.11., 18 Uhr
Es begrüßen die Vorstandsmitglieder Peggy Berger und Janina Kracht.

Parallel dazu eröffnet Susan Donath im Schaufenster-Off-Space 3W1F ihre Schau „WAS IT LOVE“.

Weitere Informationen dazu hier.

 

© Thomas Judisch, 2024

PAST: „WAS IT LOVE“ Susan Donath

Unser Mitglied Susan Donath beschließt unser erstes Ausstellungsjahr 2024 in unserem Schaufenster.

Susan Donath präsentiert in der sechsten und letzten Ausgabe diesen Jahres im Schaufenster 3W1F einen neuen künstlerischen Ansatz, den sie im Juli 2024 in Polen realisiert hat.
Ihre bunten floralen Arbeiten referieren auf die Trauer- und Totenkultur und damit generell auf mehrere Feiertage im Oktober bzw. November. Außerdem stehen sie in einem Kontrast zur herbstlichen Jahreszeit und Umgebung.

Eröffnung: 7. November ab 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 07.11. bis 07.01.2025 (verlängert)

Zur besseren Sichtbarkeit empfehlen wir einen Besuch zur Dämmerung oder am Abend! Die Ausstellung ist von außen barrierefrei zugänglich.