Tina Wohlfarth gewinnt mit Ophelia

Wir gratulieren unserem Mitglied: Die Dresdner Künstlerin Tina Wohlfarth hat einen der fünf Förderpreise der Internationalen Grafik-Biennale des renommierten National Taiwan Museum of Fine Arts gewonnen. 

Ophelia, eine Figur aus Shakespeares „Hamlet“ hat bereits viele Künstler:innen angeregt. Bekannt ist vor allem die im Flussbett dahintreibende Schöne von John Everett Millais.

Für Tina Wohlfarth ist Ophelia, so formuliert sie es,  das zeitgemäße Synonym der Frau. Unabhängig von Hautfarbe, Kulturkreis, politischer, religiöser oder sexueller Orientierung stehe diese Figur für Zerrissenheit und Fragilität.

Wie ihr Agent mitteilte, überzeugte Tina Wohlfahrts „Ophelia 1/7“  mit einer Kombination aus Schabtechnik und Papierschnitt in dem weltweit ausgeschriebenen Druckgrafik-Wettbewerb eines der größten Museen Asiens. Wohlfahrt ist eine von zehn auf der Museums-Homepage veröffentlichten Gewinnern. Sie sei die einzige Deutsche unter den 187 Finalisten aus über 40 Ländern. Mehr als 1000 Künstler:innen hätten Arbeiten eingesandt.


Foto: Diana Klunker

Bereits 2018 habe Wohlfarth den Gold Prize des Wettbewerbs gewonnen, bei noch stärkerer Konkurrenz von 2000 Künstler:innen aus 85 Ländern. Ihr Erfolg sei umso bemerkenswerter, da Kunsttechnik im druckgrafischen Bereich in asiatischen Ländern einen hohen Stellenwert habe.

Teil des Merit Preises ist auch eine Reise zur diesjährigen International Biennal Print Exhibit , die im August zu sehen ist. Neben der Präsentation in der Ausstellung wird Wohlfahrt ihre Arbeit dort auch in einem Vortrag vorstellen.

Wohlfarth stammt Thüringen. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war Meisterschülerin von Elke Hopfe und Martin Honert. Jetzt lebt und arbeitet sie in Dresden und ist Mitglied im Künstlerbund Dresden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.